Montag, 25. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 675169

Lesinski-Schiedat: Auch ärztliches Personal muss bedacht werden

Regierungspläne für Personaluntergrenzen

Berlin, (lifePR) - Auf die Ankündigung von Ministerpräsident Stephan Weil, sich für ausreichende Personaluntergrenzen in Krankenhäusern einsetzen zu wollen, hat die Landesvorsitzende des Hartmannbundes in Niedersachsen, Frau Prof. Dr. Lesinski-Schiedat, verhalten reagiert. Grundsätzlich sei dies zwar ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings hätten vor allem auch die unzureichenden Investitionen des Landes im Krankenhaussektor in den letzten Jahren zu einer Verschärfung der Personalsituation beigetragen. Abgesehen davon, so Lesinski-Schiedat weiter, hätten sich Bund und Länder bereits im Juni dieses Jahres auf entsprechende Pläne zur Festlegung von Untergrenzen für Pflegepersonal in Krankenhäusern geeinigt.

Für die HB-Landesvorsitzende besonders wichtig: „Eine Verpflichtung auf Personaluntergrenzen ist am Ende nur sinnvoll, wenn auch ärztliches und pflegerisches Personal gleichermaßen einbezogen wird.“
Die diesjährige Umfrage des Hartmannbunds unter knapp 1.300 Assistenzärztinnen und Assistenzärzte hat massive Missstände im Bereich der Arbeitsbedingungen an deutschen Kliniken aufgezeigt, die maßgeblich auf den hohen Personalmangel zurückzuführen sind.

Ein weiterer Kritikpunkt aus Sicht von Lesinski-Schiedat ist die Investitionspolitik der Landesregierung im Krankenhaussektor. Schlechte Arbeitsbedingungen, wie eine mangelhafte bauliche Infrastruktur und eine unzureichende Ausstattung tragen in hohem Maße zur aktuellen Personalsituation bei. Wenn die Investitionskosten jährlich nicht in vollem Umfang durch die Landesregierung getragen werden, sind die Kliniken gezwungen, diese Kosten aus Mitteln der laufenden Betriebskosten auszugleichen. Und dies geschieht bekanntermaßen oft zu Lasten des Personals. Hier hätte die Landesregierung ausreichend und frühzeitig Gelegenheit gehabt, die Personalentwicklung in den Kliniken im ärztlichen wie auch pflegerischen Bereich positiv zu beeinflussen.

Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

Der Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V. ist der einzige freie Verband, der die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen aller Ärzte, Zahnärzte und Medizinstudierenden in Deutschland - unabhängig vom Fachgebiet, ob niedergelassen, angestellt oder im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig - vertritt.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Auszeichnung für "Professor Ethik": Prof. Dr. med. Sebastian Harder erhält die Ehrenplakette der Landesärztekammer Hessen

, Gesundheit & Medizin, Landesärztekammer Hessen

Für seine herausragenden Verdienste wurde Prof. Dr. med. Sebastian Harder mit der Ehrenplakette der Landesärztekammer Hessen ausgezeichnet. „Es...

"Herzenssache Lebenszeit": Informationstag über Schlaganfall und Diabetes auf dem Göppinger Marktplatz am 3. Juli 2018

, Gesundheit & Medizin, Christophsbad GmbH & Co. Fachkrankenhaus KG

Gesundheitsrisiken kennen, Symptome deuten, schnell reagieren – Aufklärung kann Leben retten. Klinikum Christophsbad, ALB FILS KLINIKEN, Deutsches...

Frankfurt: Starkes Interesse an Antipsychiatrie-Ausstellung

, Gesundheit & Medizin, Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V.

Die ehrenamtlichen Helfer der KVPM e.V. begrüßten in den ersten drei Tagen ihrer Ausstellung über Menschenrechtsverlet­zungen der Psychiatrie...

Disclaimer