Sonntag, 17. Dezember 2017


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Erstes Ärztetag-Fazit

Winn: Freie Verbände müssen wieder die Garanten der Vertretung ärztlicher Interessen sein

Berlin, (lifePR) - Anlässlich des 60. Geburtstages des Hartmannbundes in der vergangenen Woche und nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Eindrücke des Deutschen Ärztetages in Mainz hat der Vorsitzende des Verbandes, Prof. Dr. Kuno Winn, die Bedeutung der freien Ärzteverbände hervorgehoben. Weniger die Beschlüsse als vielmehr die im Ärzteplenum geführten Diskussionen hätten gezeigt, wie entscheidend es für die Vertretung ärztlicher Interessen sei, neben den Körperschaften über schlagkräftige freie Organisationen zu verfügen, die sich jenseits institutioneller oder staatlich verordneter Gesichtspunkte oder Fesseln für ein Gesamtinteresse der Deutschen Ärzteschaft einsetzen.

"Die freien Verbände müssen künftig wieder die Garanten dafür sein, dass wir unsere gesamtärztlichen Interessen frei von konstitutionellen und bürokratischen Zwängen vertreten können", sagte Winn. Dieser Grundgedanke der Interessenbündelung einer freien Ärzteschaft sei Ausgangspunkt der Gründung des Hartmannbundes gewesen und heute aktueller denn je.

Im Zusammenhang mit der um die Vorschläge des Bundesärztekammerpräsidenten Prof. Jörg-Dietrich Hoppe zum Thema Priorisierung entbrannten Debatte mahnte Winn ausdrücklich an, den Patienten als wichtigsten Verbündeten und Partner des Arztes nicht aus dem Auge zu verlieren. "Bei aller Berechtigung und Notwendigkeit, erforderliche Veränderungen in unserem Gesundheitssystem zu diskutieren und dabei auch zu provozieren: wir müssen auf Dauer unsere Patientinnen und Patienten bei unseren Überlegungen besser mitnehmen", sagte Winn. Eine Auseinandersetzung, bei der sich die Ärzteschaft mit ihren berechtigten Anliegen und ihrem konstruktivem Sachverstand letztendlich in ihre Wagenburg zurückziehen müsse, könne man am Ende nicht gewinnen, so Winn.

"Wir werden den Bundesärztekammerpräsidenten entschlossen unterstützen, wenn es gilt, endlich längst überfällige Debatten über die Zukunft unseres Gesundheitssystems zu führen. Dabei wäre es allerdings hilfreich, im Vorfeld künftig auch die freien Ärzteverbände in entsprechende Überlegungen einzubeziehen", sagte Winn. Damit könnten Missverständnisse frühzeitig ausgeräumt, die Kommunikation abgestimmt und Strategien wirkungsvoller entwickelt werden.

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