Montag, 18. Juni 2018


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Digitalisierung im Gesundheitswesen erfordert staatliche Investitionen und klare Analyse von Qualität und Nutzen

Berlin, (lifePR) - Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat den Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries zur Bereitstellung von 500 Millionen Euro zur Förderung der Digitalisierung an Universitätskliniken grundsätzlich begrüßt. „Auch wenn es sich angesichts des Zeitpunktes dieser Initiative wohl leider eher um einen grundsätzlichen Appell als um eine konkrete Ankündigung handelt, so ist diese Analyse der Ministerin trotzdem richtig und ein wichtiges Signal“, sagte Reinhardt. Neben den – zum Beispiel im E-Health-Gesetz enthaltenen – politischen Rahmenbedingungen für einen Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen, seien vor allem auch Investitionen in die Struktur und die Förderung neuer Technologien unbedingt notwendig. Dies gelte sowohl mit Blick auf die Bedeutung von E-Health bei der Sicherstellung der Versorgung, als auch unter Berücksichtigung des enormen wirtschaftlichen Potentials der Digitalisierung.

Reinhardt appellierte an die Politik, alle wesentlichen Schritte im Schulterschluss mit den Akteuren im Gesundheitswesen voranzutreiben. „Der letzte Deutsche Ärztetag hat gezeigt, dass sich die Ärzteschaft – wenn auch mit Verspätung – in einer Aufbruchsphase befindet und in hohem Maße bereit ist, die Chancen von Digital Health anzunehmen und aktiv mit zu gestalten.“ Den auch von Zypries formulierten Appell zu mehr Tempo bei der Digitalisierung kann Reinhardt angesichts der Versäumnisse der Vergangenheit zwar nachvollziehen, warnt aber auch vor blindem Aktionismus. „Wenn es darum geht, Qualität und Nutzen neuer Anwendungen zu gewährleisten, dann geht im Zweifelsfall auch weiterhin Gründlichkeit vor Geschwindigkeit“, sagte der Hartmannbund-Vorsitzende. Damit dabei trotzdem die notwendige Dynamik nicht weiterhin auf der Strecke bleibe, gelte es schnell Strukturen zu schaffen, die geeignet sind, Sinnhaftigkeit und Qualität neuer technischer Entwicklungen zu prüfen und gegebenenfalls zu zertifizieren. Dies gelte besonders auch für den seit geraumer Zeit „explodierenden“ Markt von Gesundheits-Apps.

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