Samstag, 21. Oktober 2017


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Tere tulemast Lübecki! Herzlich Willkommen in Lübeck

Lübeck, (lifePR) - Neue Arbeitsweisen, Produkte und Kundenanfragen kennenlernen, sich fachlich, sprachlich, aber vor allem persönlich weiterentwickeln – All das wird für Lehrlinge möglich in einem Auslandspraktikum.

Seit 2014 findet jährlich ein Lehrlingsaustausch mit Estland statt. Im Herbst vergangenen Jahres waren vier Lehrlinge aus dem Kammerbezirk in Rakvere und nun werden vier Lehrlinge aus Estland hier willkommen geheißen. Vom 04. bis 29. April absolvieren die 17- und 18-Jährigen Praktika in ihren jeweiligen Ausbildungsberufen.

Organisiert wurde der Aufenthalt von Angela Gläser, der Estland-Beauftragten der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) und Marie-Christin Starck, der Projektkoordinatorin „Fit für Europa“ der Handwerkskammer Lübeck.

„Als Mobilitätsberaterin unterstütze ich sowohl Betriebe, die einen Lehrling aus ins Ausland entsenden wollen, als auch an Auslandsaufenthalten interessierte Auszubildende und Institutionen. Frau Gläser kam mit der Idee zu mir, einen Lehrlingsaustausch ins Leben zu rufen. Wir fanden eine Partnerorganisation in Rakvere, Estland, und schon ein halbes Jahr nach einem ersten Besuch dort, fand der erste Austausch statt. Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit mit den Unternehmerfrauen und dass wir dieses Jahr schon in die dritte Runde starten“, erklärte Marie-Christian Starck.

Heute besuchte sie zusammen mit Angela Gläser die Lehrlinge in den Lübecker und Bad Schwartauer Handwerksbetrieben. Im Café Czudaj am Klingenberg darf Eneli Juuse, die im zweiten Lehrjahr zur Bäckerin/Konditorin ist, deutsche Spezialitäten selbst herstellen. Vieles davon, wie beispielsweise Baumkuchen, kennt man Estland nicht – noch nicht. Auch das Temperieren von Schokolade war etwas Neues für sie, das sie hier bereits gelernt hat.

Schweißerlehrling Rauno Ilves darf bei der EURO-P Kleindienst GmbH hinter die Kulissen schauen. Ein Geschäftstermin in Tallin vor drei Jahren gab den Anstoß bei Geschäftsführer Thomas Kleindienst, sich am Austausch zu beteiligen. Nicht nur die moderne Digitalisierung des Landes Estland beeindruckte ihn, sondern auch die motivierten und ehrgeizigen jungen Menschen des estnischen Geschäftspartners der Firma EURO-P.

Der 18-Jährige Jarmo Kraja steht kurz vor dem Abschluss seiner Maurerlehre. Er nutzte die Gelegenheit und verbringt nun einen Monat in Travemünde bei dem Maurer und Betonbaumeister Frank Zingler.

Monika Eberlien, vom Stockelsdorfer Betrieb Günter Eberlien Fliesenlegermeister, freut sich ebenfalls über internationalen Besuch und äußerte sich sehr positiv über Praktikantin Andra Ots: „Andra lernt in Estland den Beruf des ‚Finishing worker in constructions‘. Ihre Ausbildung enthält zu einem kleinen Teil das Fertigstellen von Bodenbelägen. Sie ist sehr zurückhaltend und spricht nur wenig Englisch, aber sie hat sich trotzdem der Herausforderung gestellt, in unserem, nur auf Fliesen ausgerichteten Betrieb, ihr Praktikum zu machen. Und das macht sie ganz wunderbar!“

Zurzeit handelt es sich bei den teilnehmenden deutschen Betrieben ausschließlich um Betriebe der Unternehmerfrauen. Aber das muss nicht so bleiben. „Der Austausch fördert Wertschätzung gegenüber anderen Kulturen und die eigene Entwicklung“, begründet Angela Gläser ihr Interesse daran, dass Lehrlinge während der Ausbildung auch Praktika im Ausland durchführen. „Zeigen Sie sich als weltoffenes Unternehmen. Um motivierte Auszubildende und Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden, ist das Angebot eines Austausches ein Wettbewerbsvorteil“, ruft sie Betriebe zur Teilnahme auf.

Vom 09. bis 29. Oktober 2016 erhalten wieder fünf deutsche Lehrlinge die Möglichkeit, in Estland ein Praktikum in ihrem Ausbildungsberuf durchzuführen. Interessenten können sich bei Frau Gläser, Tel.: 0152/34035034, oder der Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer Lübeck, Marie-Christin Starck, Tel.: 0451 1506-267 melden.

Finanziert wird der Aufenthalt der Teilnehmer durch das Förderprogramm Erasmus+ der Europäischen Union. Die Mobilitätsberatung der Handwerkskammer wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) gefördert.

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