Donnerstag, 21. September 2017


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Aktuelle Konjunkturumfrage

Starke Frühjahrsbelebung erwartet

Flensburg/Lübeck, (lifePR) - Der lange, harte Winter hat zwar auch im Handwerk Spuren hinterlassen, aber auch er kann den Aufwärtstrend im Handwerk nicht stoppen. Trotz der mehr als saisonal üblichen Einschränkungen lagen die Beurteilungen von etwa 500 teilnehmenden Handwerksbetrieben an der vierteljährlichen Konjunkturumfrage mit 13 % guten, 54 % befriedigenden und 33 % schlechten Beurteilungen fast auf dem Niveau der Erwartungen für das I. Quartal 2010 (13 % gut, 58 % befriedigend, 29 % schlecht).

Die deutlich besseren Werte des IV. Quartals 2009 mit 31 % guten, 51 % befriedigenden und 18 % schlechten Bewertungen waren noch nicht nennenswert vom Winter beeinflusst. Deshalb - und das ist keine Überraschung - konnte das gute Konjunkturumfrageergebnis des Vorquartals nicht erreicht werden. Allerdings ist die Ende 2009 eingeleitete Trendwende auch nicht wieder umgekehrt worden.

"Das Handwerk startet mit Zuversicht in das neue Jahr. Dies liegt zum einen daran, dass der Winter endgültig vorbei ist und gerade das Baugewerbe wieder mit Schwung in das Jahr 2010 starten kann. Zum anderen stehen noch öffentliche Aufträge aus dem Konjunkturpaket II an", sagte Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein anlässlich der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage.

Prognose für das II. Quartal 2010

Mit großem Optimismus geht das Handwerk in das II. Quartal 2010. Insgesamt gehen 42 % der Betriebe von einer Verbesserung ihrer Geschäftslage aus, während 53 % kaum Veränderungen und 5 % eine Verschlechterung prognostizieren. Bis auf die noch verhaltene Investitionsbereitschaft erwarten die Betriebe bei steigenden Auftragseingängen eine Zunahme der Beschäftigtenzahlen und der Verkaufspreise.

Besonderheiten aus beiden Kammerbezirken und den einzelnen Gewerbegruppen

Unverändert waren die Flensburger Handwerksbetriebe etwas optimistischer als die Lübecker. Diese seit vielen Quartalen gleiche Ursache liegt insbesondere in der stärkeren Industrielastigkeit und Transportabhängigkeit im "Speckgürtel" von Hamburg.

In den einzelnen Gewerbegruppen gab es erneut Abweichungen zwischen beiden Kammern:

Die Stimmungsverschlechterungen fielen im Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe in beiden Landesteilen etwa gleich aus, wobei die Werte im Norden vorher auf einem wesentlich höheren Niveau lagen. Die schlechtere Stimmung der industrienahen Gewerke liegt jetzt landesweit fast auf dem gleichen Niveau. Während die Lübecker Kfz-Betriebe noch einigermaßen in der Spur lagen, setzten die Flensburger Betriebe ihren Abwärtstrend fort. Sowohl das Nahrungsmittelgewerbe als auch das Gesundheitsgewerbe verzeichneten ähnlich starke Stimmungseinbrüche. Beim personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe fiel die Stimmungsverschlechterung in beiden Kammerbezirken unterdurchschnittlich stark aus.

Fazit

Angesichts der überaus optimistischen Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung im II. Quartal 2010 wird das Handwerk seinem Ruf gerecht, als stabiler Wirtschaftsbereich nahezu unbeschadet durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen zu sein. Selbst enorme Schneemassen haben eine nur aufschiebende Wirkung für eine nachhaltige Konjunkturbelebung gehabt. Auch das psychologische Problem, dass ständiges Krisengerede vorsichtigere Prognosen zur Folge haben, trifft auf das Handwerk derzeit nicht zu. "All das bietet erfreuliche wirtschaftliche Perspektiven für das gesamte Jahr 2010", so das Fazit von Kammerpräsident Kruse.

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