Neue Stühle, neue Stücke, neue Spielzeit!

(lifePR) ( Hamburg, )
„Alles neu“ in den Hamburger Kammerspielen. Das Privattheater am Rothenbaum startet mit neuer Ausrichtung und neuem Look in die Spielzeit 2019/2020.

Axel Schneider, Intendant der Hamburger Kammerspiele, Sewan Latchinian, neuer Künstlerischer Leiter und Chefdramaturgin Anja Del Caro empfingen Vertreter der Hamburger Medien zur jährlichen Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der 17. Spielzeit der Hamburger Kammerspiele am Rothenbaum. Außergewöhnliche Uraufführungen, besondere Premieren, Wiederaufnahmen erfolgreicher Repertoirestücke und eine Neuausrichtung des Logensaals sorgen für eine abwechslungsreiche Spielzeit.

Intendant Axel Schneider blickte sowohl auf die Tradition als auch auf die Zukunft des Hauses: „Die Kammerspiele gehen in die 17. Saison unter unserer Leitung. Nach Ida Ehre ist das die mit Abstand längste Leitungszeit eines Teams in den Hamburger Kammerspielen und somit sind wir selbst ein Teil der großen Tradition dieses besonderen Theaterhauses geworden. Doch auch ein Haus wie die Kammerspiele braucht immer wieder neue Impulse. Durch die neue, wunderbare Bestuhlung im Saal ist ein sichtbares Zeichen geschaffen worden, durch die Verpflichtung von Sewan Latchinian wurden inhaltliche Schwerpunkte überprüft und sollen erweitert werden. Die noch größere Belebung des Hauses durch die große Bühne, aber auch den Logensaal, wird zu den Hauptaugenmerken im neuen Leitungsteam gehören. Ich freue mich darauf, dass unsere Kernkompetenz mit neuen, relevanten Stücken und Themen von nun an auch noch ergänzt wird durch ein erweitertes Kinder- und Jugendprogramm, Klassiker und Figurentheater – und das alles in einzigartiger Atmosphäre der Kammerspiele!“

Premieren

Mit der Uraufführung von Mariana Lekys neuem Roman Was man von hier aus sehen kann starten die Hamburger Kammerspiele am 5. September in die neue Saison. Den Spiegel-Bestseller über die „unbedingte Anwesenheitspflicht im eigenen Leben“ wird Dominik Günther in Kooperation mit Theater Unikate um Gilla Cremer inszenieren. An ihrer Seite ist dieses Mal der Allrounder Rolf Claussen – er feiert normalerweise mit Stefan Gwildis und Joja Wendt Erfolge als Die Söhne Hamburgs und steht außerdem mit der Improvisationsgruppe Hidden Shakespeare auf der Bühne.

Ich bin nicht Rappaport ist die zweite Regiearbeit Sewan Latchinians an den Hamburger Kammerspielen. Das Stück über die Begegnung zweier Menschen, die nichts weniger bedeutet, als dass sie ihr Leben verändern wird, ist eines von mehreren Stücken in der kommenden Saison, die das Thema „Wie wollen wir leben“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

„In uns als Theatermachern und in all den Stücken für unsere kommende Spielzeit finden wir die Frage danach, wie wir eigentlich leben wollen – Wie wollen wir leben, wie wollen wir lieben, wie wollen wir kämpfen, wie wollen wir arbeiten, wie wollen wir altern? Die Figuren werden durch den Strom ihrer Geschichten in diese Fragen getrieben. Dann gibt es immer diesen einen Punkt, eine Zäsur, und sie müssen innehalten und sich auseinandersetzen und dem Leben stellen. Oft dürfen sie feststellen, dass sie diese Fragen nicht allein beantworten müssen und sie ihren Weg gemeinsam mit Schicksalsgenossen beschreiten können“, erklärt die Leitende Dramaturgin Anja Del Caro die inhaltliche Stringenz der kommenden Spielzeit.

Die deutschsprachige Erstaufführung von Eine verhängnisvolle Affäre in der Regie von Christian Nickel bietet dem Schauspielensemble um u. a. Alexandra Kamp und Simon Licht eine wunderbare Vorlage mit aufregenden Situationen und brillanten Dialogen.

Die Deutschlandpremiere von Die Reißleine des amerikanischen Autors David Lindsay-Abaire nimmt den roten Faden der Spielzeit auf und zeigt die Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen und selbstbewussten Frauen, die jedes Altersklischee konterkarieren. Der Autor stellt die berechtigte Frage danach, wie wir im Alter leben wollen. Die Produktion Die Reißleine ist eine neue Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung im Themenstrang „Alter“.

Programm im Logensaal der Hamburger Kammerspiele

Sewan Latchinian setzt nicht nur bei den Premieren im großen Saal inhaltliche Impulse, sondern wird auch den programmatischen Ausbau des Logensaals als zweite Spielstätte des Hauses verantworten.

„Der Begriff Kammerspiele ist unsere Wortmarke und unser Alleinstellungsmerkmal“, betont der neue Künstlerische Leiter. „Einerseits Kammerspiele als Maßeinheit von Theaterarchitektur, also klein und fein und intim, für etwa 400 Zuschauer. Andererseits Kammerspiele als Sorte von Theaterliteratur, also starke Geschichten mit wenigen Figuren und im Mittelpunkt exzellente Darsteller mit ihrer Schauspielkunst, zeitgenössische Stücke der Kammerspielliteratur, aber auch wieder zunehmend Kammerspielklassiker von Goethe, Ibsen oder Wedekind beispielsweise. Den Anfang in dieser wieder klassischeren Richtung, machen wir "im traurigen Monat November" mit Heines Versdichtung Deutschland. Ein Wintermärchen im Logensaal, den wir künftig intensiver, also öfter und vielfältiger, nutzen werden. Als Stätte der abwechslungsreichen Begegnung von Kultur und gern auch kultischen Getränken bei kleinen Inszenierungen, Lesungen, Figurentheater und viel Musik.“

Wiederaufnahmen

Die deutschsprachigen Erstaufführung Marias Testament wird zum letzten Mal wieder aufgenommen. Im Anschluss an die Vorstellung am 9. Oktober findet die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft des inkultur -Hamburger Volksbühne e.V. an Nicole Heesters statt. Danach ist das Stück am Renaissance Theater Berlin und am Staatstheater Stuttgart als Gastspiel zu sehen.

Der Liederabend Männerbeschaffungsmaßnahmen von und mit Dietmar Loeffler feierte in der vergangenen Spielzeit sein 10-jähriges Jubiläum und sorgt von Weihnachten bis in den Januar hinein für ausgelassene und stimmungsvolle Theaterabende.

Bei Moritz Rinkes Westend führt Carlo Ljubek, Teil des Schauspielhaus-Ensembles, erstmals Regie. Westend war das erfolgreichste Stück in der Spielzeit 2018/2019 an den Hamburger Kammerspielen. Wir freuen uns, dass das herausragende Ensemble mit Emma Bading, Karoline Eichhorn, Stephan Kampwirth, Stephan Schad, Benjamin Sadler und Katharina Wackernagel zur Wiederaufnahme in gleicher Konstellation auf der Bühne stehen wird.

Kinder- und Jugendprogramm

Mit vier Wiederaufnahmen bieten die Hamburger Kammerspiele ein breites Repertoire an Kinder- und Jugendstücken, die nicht mehr nur zur Weihnachtszeit auf dem Spielplan stehen. Während die Die drei ??? Kids dem Singenden Geist von Herbst 2019 bis Frühjahr 2020 nachspüren, ermitteln sie vom 23. Dezember bis in den Januar gegen den Weihnachtsdieb. Die zauberhafte Geschichte Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel, nach dem Kinderbuchklassiker von Cornelia Funke, ergänzt das Programm für die größeren, Der kleine Rabe Socke: Alles meins! sorgt für leuchtende Augen bei den kleinen Kindern im Logensaal.

Extras

Mit der Uraufführung von Glücklich in 90 Minuten in der Regie von Georg Münzel wagen die Kammerspiele einen neuen programmatischen Versuch. Das Stück ist eine Produktion der Birkhahn Productions / Institut für persönliche Bildung in Kooperation mit den Hamburger Kammerspielen. Glücklich in 90 Minuten ist ein ungewöhnlicher Wechsel zwischen Workshop, Theater, Musik und passt inhaltlich genau zu der Schwerpunktfrage wie wir leben wollen.

Mit Die Wand in der Regie von Christian Nickel kehrt das erfolgreiche Gastspiel des Burgtheater Wien mit Dorothee Hartinger zurück an die Hamburger Kammerspiele.

Gleich zwei Produktionen der Privattheatertage 2019 und Gewinner der Monica-Bleibtreu-Preise 2019 bereichern die neue Spielzeit. Der Untergang des Hauses Usher nach Edgar Allan Poe inszeniert von der Bühne Cipolla Bremen in Kooperation mit dem Theater Duisburg, Metropol Ensemble und Schaulust e.V. sowie Chaim und Adolf von Stefan Vögel vom Theater Lindenhof Melchingen.

Feierliche Spielzeiteröffnung

Eröffnet wurde die Spielzeit 2019/2020 mit einer feierlichen Gala zur Einweihung der neuen Theaterstühle am Sonntagabend. Bei einem so stimmgewaltigen wie stimmungsvollen Konzert der einzigartigen Entertainerin Love Newkirk und in ausgelassener Stimmung beim anschließenden Sektempfang feierte das Team der Hamburger Kammerspiele mit den Sitzpatinnen und Sitzpaten, langjährigen Weggefährtinnen und Weggefährten, den Freunden der Hamburger Kammerspiele e.V. sowie Vertretern aus Kultur und Politik den perfekten Auftakt zu neuen Zeiten.
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