Wie geht es weiter? Die Situation vor den Abschlussgesprächen

(lifePR) ( Bergisch Gladbach, )
Die Saison der Kölner Haie ist beendet. Im Halbfinale gegen den Favoriten aus Mannheim war Schluss. Doch festzuhalten bleibt: Der Neuaufbau des KEC nimmt seit Jahren erstmals Formen an. Vor allem die deutsche Generation wurde erfolgreich ausgetauscht und steht mit Weitzmann, den Tiffels-Brüdern, Uvira, Pfohl, Gnyp, Ugbekile, Dumont, Köhler und Co. vor einer hoffnungsvollen Zukunft. Die Baustelle in diesem Sommer: Die Ausländerpositionen, die ein Spiel alleine entscheiden können und den Killerinstinkt in die Mannschaft bringen. Wie ist die Situation vor den Abschlussgesprächen?

Bevor es in die Saisonabschlussgespräche geht, haben wir uns Gedanken um den Kader gemacht.

Ein Hinweis in eigener Sache:
Die Kölner Haie haben uns darüber informiert, dass es keine Spielerstimmen nach den Abschlussgesprächen geben wird. Somit entfällt unser Live-Ticker, der in den letzten Jahren entsprechend stark verfolgt wurde.

Hier eine Übersicht der Vertragssituationen der Haie-Spieler

Die Torhüterposition der Kölner Haie

#29 Gustaf Wesslau (2020)
Gustaf Wesslau ist der sichere Rückhalt der Kölner Haie. Der Schlussmann wurde aber auch in dieser Saison zu oft eingesetzt. Vor allem unter Peter Draisaitl soll es deswegen zu tumultartigen Szenen gekommen sein: Sowohl Torwart-Trainer Forsberg wie auch Wesslau haben vehement gefordert, ihm eine Auszeit zu geben. Hannibal Weitzmann sollte Spielzeit erhalten. Peter Draisaitl blieb bis zu seiner Entlassung stur. Anschließend hatte Dan Lacroix fast keine Möglichkeit mehr, den Torhüter zu wechseln, da der Saison-Endspurt im Fokus stand. So kam zwischenzeitlich auch das Gerücht auf, dass Wesslau bereits im Sommer die Kölner Haie frühzeitig verlassen könnte. Definitiv wäre dieser Abgang eine Überraschung. Tendenz: Wesslau erfüllt seinen Vertrag bis 2020. Ein frühzeitiger Abgang in diesem Sommer wäre überraschend.

#53 Bastian Kucis (2019)
Bastian Kucis kam in dieser Saison bei den Kölner Haien nicht zum Einsatz und war als Förderlizenzspieler für die Löwen Frankfurt in der DEL2 aktiv. In 23 Spielen erzielte er eine Fangquote von 89%. Die Kölner Haie möchten aber zum aktuellen Zeitpunkt nicht tätig werden auf der Torhüterposition. Tendenz: Kucis bleibt.

Sicher im Club bleibt: Hannibal Weitzmann (2020)

Die Situation in der Verteidigung der Kölner Haie

#2 Corey Potter (2019)
Der Verteidiger der Kölner Haie wird nach Informationen von haimspiel.de die Karriere beenden. Mit vielen Verletzungen hatte er in den letzten Jahren zu kämpfen und trotzdem gespielt. Schon vor seinem Saison-Aus in der diesjährigen Laufzeit soll für ihn festgestanden haben: Es geht mit seiner Frau zurück in die USA. Tendenz: Potter beendet seine Karriere.

#5 Morgan Ellis (2019)

Die Kölner Haie wollten ihren punktbesten Verteidiger unbedingt halten. Doch aus dem Umfeld des Spielers war schon früh zu hören, dass er sich einen Wechsel in die KHL wünscht. Nach unseren Informationen wechselt er nach Sotchi und wird die Kölner Haie sowie die DEL verlassen. Tendenz: Ellis verlässt den KEC.

#23 Austin Madaisky (2019)

Austin Madaisky ist aus Straubing zu den Kölner Haien gekommen und hat eine solide Saison gespielt. Als Wunschkandidat von Ex-Trainer Peter Draisaitl wurde er überraschenderweise seiner Stärke von Anfang an beraubt: Dem Schlagschuss von der blauen Linie. Dies durfte er in Überzahl viel zu selten zeigen und könnte somit unter den Erwartungen der Kölner Haie gelegen haben. Tendenz: Madaisky wird die Kölner Haie verlassen müssen.

#47 Simon Després (2019)

Simon Després kam als letzter Neuzugang zum KEC. Der Verteidiger hatte mit Gehirnerschütterungen in seiner beruflichen Vergangenheit zu kämpfen und fühlte sich auch in den Playoffs gegen Jobke und Plachta im Stich gelassen. Er hatte sich nie zu seiner Zukunft geäußert, obwohl aus dem Umfeld zu hören ist, dass namhafte DEL-Clubs dem Verteidiger Angebote vorgelegt haben. Ob er seine Zukunft allerdings in der DEL sieht, bleibt völlig offen – und somit auch das Engagement bei den Haien. Tendenz: Offen.

#52 Alexander Sulzer (2019)
Alexander Sulzer wurde noch aus der Ära Krupp mit einem komfortablen 5-Jahresvertrag ausgestattet. Er soll zu den Top5-Gehältern der Kölner Haie gehören und hat kaum eine Saison durchgespielt. Er hat sich nicht zum Verteidiger entwickelt, der beim KEC den Unterschied machen kann. Hier kann es nur eine Entscheidung vom Club geben: Sulzer wird den Verein verlassen und dadurch Gehalt freimachen.

Sicher im Club bleiben: Dominik Tiffels (2021), Pascal Zerressen (2021), Simon Gnyp (2022), Colin Ugbekile (2022) und Moritz Müller (2022).

Die Stürmer der Kölner Haie

#18 Kai Hospelt (2019)

Neben Alexander Sulzer gilt auch Kai Hospelt als Top-Verdiener der Kölner Haie. Hospelt, der in der Saison die Rolle der vierten Reihe erfüllte und hier die jungen Spieler leiten konnte, wird im Preis-/Leistungspaket daher zu teuer sein. Seine Zukunft sieht der Haie-Stürmer wohl in Krefeld. Er soll bereits bei den Pinguinen einen Vertrag unterschrieben haben. Die Kölner Haie profitieren vor allem auf der Gehaltsliste von diesem Abgang. Tendenz: Hospelt verlässt die Haie.

#24 Rok Ticar (2019)

Ticar kam während der Saison und hat in den ersten Spielen sein Potenzial gezeigt. Der Stürmer, der ursprünglich als Last-Minute-Transfer in Krefeld landen sollte, konnte in den Spielen danach beim KEC nur noch selten überzeugen und fiel in den Playoffs nicht mehr auf. Zwei Höhepunkte in der Serie gegen Ingolstadt mit einem Tor und den Vorlagen auf Hattrick-Torschütze Felix Schütz in Spiel 6 waren die einzigen nennenswerten Highlights des Slowenen. Tendenz: Ticar wird die Haie von einem weiteren Engagement nicht überzeugt haben.

#28 Ryan Jones (2019)

Danke Ryan Jones. Danke. Du wirst diesem Club fehlen! Leidenschaft. Die richtige Einstellung zum Sport. Identität zum Club. Das alles ist keine Frage der Nationalität, sondern der Einstellung. Du bist der Beweis. Tendenz: Wenn auch sportlich ein Jahr zu spät, wird Ryan Jones charakterlich den Haien an allen Ecken und Enden fehlen.

#41 Steven Pinizzotto (2019 + 1 Jahr Club-Option)

Steven Pinizzotto erhielt einen Vertrag bis 2019. Eine Club-Option für ein weiteres Jahr ist ebenfalls Bestandteil des Vertrags. Diese Option wird wohl nicht gezogen. Pinizzotto hat mit einer langwierigen Verletzung zu kämpfen, so dass auch sein Karriereende in diesem Sommer bevorstehen könnte. Tendenz: Keine Vertragsverlängerung, potenziell Karriereende.

#50 Alexander Oblinger (2019)

Alexander Oblinger war einer der Charaktere in den Playoffs und hat sich in den Fokus der Haie-Verantwortlichen gespielt. Er dürfte im letzten Moment den Club von einer Vertragsverlängerung überzeugt haben. Tendenz: Oblinger bleibt beim KEC.

#55 Felix Schütz (2019)

Felix Schütz hat über weite Strecken in der Saison enttäuscht. Vor allem das Defensivverhalten sorgte regelmäßig für kritische Stimmen. Auf der anderen Seite ist Felix Schütz in der regulären Saison einer der Top3-Scorer der Kölner Haie gewesen. Aber auch unter dem Aspekt des üppigen Gehalts steht hier wohl ein Wechsel bevor. Tendenz: Felix Schütz verlässt die Haie.

#70 Mike Zalewski (2019)

Zalewski ist ein technisch visierter Spieler, der sich gut in die Haie-Mannschaft integriert hat. Aus dem Umfeld ist aber zu hören, dass auch sein Vertrag nicht verlängert wurde. Ob er in den Playoffs die Haie vom Gegenteil überzeugen konnte, ist offen. Tendenz: Zalewski verlässt die Haie.

#86 Ben Hanowski (2019)

Ben Hanowski hat den Vertrag mit den Kölner Haien verlängert. Eine offizielle Meldung des Clubs steht dazu noch aus. Er wird beim KEC bleiben. Tendenz: Hanowski bleibt in Köln.

Weiterhin sicher im Club bleiben: Colby Genoway (2020), Lucas Dumont (2020), Sebastian Uvira (2020), Mick Köhler (mindestens 2020), Robin Palka (mindestens 2020), Ben Hanowski (mindestens 2020), Marcel Müller (mindestens 2020), Fabio Pfohl (mindestens 2020),  Jason Akeson (2021),  Freddy Tiffels (2021)

Welche Spieler aus der DEL könnten in den Haie-Kader passen?

Mit Jon Matsumoto gilt der erste Neuzugang der Kölner Haie als sicher. Der Stürmer kommt von den Iserlohn Roosters und war in München regelmäßig MVP der Playoffs.

Die Namen Jamie MacQueen, Luke Adam oder auch Torwart Poulin wurden von vielen Fachblättern für Köln genannt. Nach haimspiel.de-Informationen ist an diesen Spielern in Köln nichts dran. Sportdirektor Mark Mahon hat in der letzten Transferphase gute Arbeit geleistet und den deutschen Stamm “runderneuert” und der Mannschaft einen Charakter gegeben. Seine Aufgabe in diesem Sommer: Spieler finden, die den Unterschied machen können. Damit steht er vor einer schwierigen Aufgabe, denn bereits in der letzten Saison musste das Budget für die Mannschaft verringert werden. Obwohl nach dieser Saison Top-Gehälter wie von Sulzer, Schütz, Hospelt oder auch Jones wegfallen, wird er weniger Geld zur Verfügung haben: Erneut muss das Budget gekürzt werden.

Um das Risiko klein zu halten, müssen die Transfers sitzen und damit gilt beim Scouting wohl das Hauptaugenmerk auf Spieler in der DEL. Die Planbarkeit der Spielerqualität ist hier sicher am höchsten. Vor allem der Verteidigung  fehlen die starken Spieler für eine Reihe 1, die in der Liga den Unterschied machen kann. Da der deutsche Markt in den Spitzenpositionen in dieser Phase nicht viel hergeben wird, ist sicher davon auszugehen, dass die Verteidiger ausländische Spieler sind.

Wären die Entscheidungen vom KEC richtig?

Ja, alle Entscheidungen wären richtig!
Nein, wären sie nicht! Ich schreibe jetzt auch sofort einen Kommentar unter den Artikel, was ich anders machen würde! ;-)
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