Donnerstag, 19. Juli 2018


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Sechs-Punkte-Wochenende gegen Berlin und Augsburg

Bergisch Gladbach, (lifePR) - Mit dem 6:3-Sieg gegen Augsburg am Sonntagnachmittag haben die Kölner Haie am Wochenende die maximale Ausbeute von sechs Punkten eingefahren. Auch wenn der Spielverlauf gegen die Panther laut KEC-Headcoach Peter Draisaitl deutlicher ausgefallen war, als es das Ergebnis vermuten lässt, steht unterm Strich nach insgesamt elf Toren in den beiden Partien aber dennoch vor allem eine Erkenntnis: Die Offensive ist kein Problem.

Beweis individueller Qualität

Bereits am Freitag hatten sich bei allen fünf Toren mit Latta, Krämmer, Shugg, Potter und Eriksson fünf verschiedene Torschützen auf den Spielberichtsbogen eingetragen. Auch am Sonntag zeichneten für alle sechs Treffer sechs unterschiedliche Spieler verantwortlich – und das, obwohl Peter Draisaitl die Sturmformationen bedingt durch die Rückkehr von Philip Gogulla ins Line-Up im Vergleich zum Spiel in Berlin nochmal umgestellt hatte. Gogulla netzte bei seinem Comeback nach perfektem Zuspiel von Blair Jones zum zwischenzeitlichen 2:2 und steuerte einen Assist zum 6:2 durch Felix Schütz bei. Außerdem trafen Hanowski, Ehrhoff, Krämmer und Shugg.

„Das zeigt einfach nur die Tiefe, die wir im Kader haben“, erklärt Shugg. „Sechs Tore zu schießen ist toll. Wenn die auch noch von sechs verschiedenen Torschützen kommen, dann ist das noch besser.“

„Sechs verschiedene Torschützen zeugen natürlich auch von der individuellen Qualität, die wir hier im Kader haben“, meinte auch Draisaitl nach der Partie. „Aber da erzähle ich euch ja nichts Neues.“

Neue Varianten in den Sturmreihen

Peter Draisaitl hatte Philip Gogulla in die Reihe mit Blair Jones und Felix Schütz einsortiert. Damit rutschte Ben Hanowski in die Formation mit Shugg und Nick Latta, der seine Center-Position in der zweiten Reihe aus dem Berlin-Spiel für die ersten zwei Drittel gegen Augsburg behalten durfte, ehe Mulock im letzten Drittel für ihn übernahm. Ryan Jones lief in der Reihe mit Krämmer und Hospelt auf. Uvira wanderte zu Wruck und Mulock in den vierten Sturm. Alles neu also für die Partie gegen die Panther.

„Ich hatte das Gefühl, dass keine der vier Reihen wirklich, wirklich funktioniert hat heute, so dass man hätte sagen können: Die müssen jetzt mal zusammenbleiben. Ich wollte zum letzten Drittel da nochmal einen Impuls hineingeben“, erläutert Draisaitl den Reihen-Tausch von Latta und Mulock. „Es war die letzten zwanzig Minuten dann eigentlich ganz ok. Es gab nach der 6:2-Führung dann zwar ein paar Leichtsinnsfehler – was ich nicht so gerne sehe. Aber wir haben das Spiel dann ja doch für uns entschieden.“

„Allgemein bin ich schon davon überzeugt, dass man Reihen zusammenhalten sollte. Das ist meine Philosophie. Das macht Sinn. Das sieht auch Peter so. Dadurch, dass Philip zurückkam, hat man versucht, ein paar Variationen zu finden“, meinte Felix Schütz nach der Partie. „Für mich war es von Anfang der Saison an eigentlich geplant, dass ich ab und zu auf Außen spiele. Ich habe viel Außen gespielt wie letztes Jahr in Schweden. In der Nationalmannschaft spiele ich auch auf Außen. Deswegen war es für mich kein Problem. Aber momentan läuft es gut. Die Reihen verstehen sich. Am Schluss haben wir nochmal ein bisschen was umgeändert. Aber ich glaube, langfristig ist natürlich der Plan auch von den Trainern, dass man Reihen findet und die dann auch länger zusammenhält.“

Gogulla mit guter Reaktion auf seine Spielpause

Rückkehrer Philip Gogulla hatte von seinem Headcoach vor dem Berlin-Spiel attestiert bekommen, die Nachricht über seine Pause sehr professionell aufgenommen zu haben. Nach der Partie gegen die Panther darauf angesprochen, sagte der Stürmer bei Telekomsport: „Das war natürlich eine harte Entscheidung. Aber wir haben einen guten Kader. Jeder muss sich immer aufs Neue beweisen. Das gilt auch für mich. Ich denke, ich habe heute die richtige Antwort gegeben.“

„Ich bin zufrieden mit der Reaktion von Philip heute. Aber nach den Gesprächen, die wir in den letzten Wochen miteinander hatten, habe ich es auch nicht anders erwartet, ehrlich gesagt“, so Draisaitl, will aber die Kritik, die zu Gogullas Streichung aus dem Aufgebot am Freitag geführt hat, nicht auf den Stürmer allein beschränkt verstanden wissen. „Um das Thema vielleicht mal abzuschließen: Natürlich ging es um Philip, aber es gibt ein paar Sachen, die mir nicht hundertprozentig passen. Da wollen wir jetzt nicht beim Philip stehenbleiben. Hier wird jeder seine Individualität dem Teamplay unterordnen müssen.“

Gesprächsbedarf noch mit anderen Spielern

Als weiteres Beispiel für Spieler, von denen sich Draisaitl eine Veränderung wünscht, kam Shawn Lalonde zur Sprache, der trotz drei Spielen in vier Tagen für Team Kanada beim Channel One Cup gegen Augsburg im Aufgebot war. „Wir hatten logischerweise noch nicht viel Zeit mit ihm zu reden, aber er ist auch einer von den Spielern, mit denen ich noch Gesprächsbedarf habe“, so Draisaitl. „Ich denke, er ist einer, der vom Potenzial her mehr könnte. Wobei es bei ihm eher darum geht, weniger zu tun als mehr. Ich glaube, er ist ein Spieler, bei dem es besser ist, wenn er weniger tut.“ Damit deutet der Headcoach an, die bisweilen überambitionierten Aktionen des Verteidigers in ruhigeres Fahrwasser lenken zu wollen.

Auch insgesamt sieht Draisaitl noch Verbesserungsbedarf an einigen Stellen: „Mir ist es immer noch nicht schnell und einfach genug. Wir sind manchmal etwas träge von der Entscheidungsfindung her. Es dauert manchmal lange, bis wir im Spiel umschalten – in beide Richtungen. Es ist mir teilweise auch noch zu individuell. Und teilweise ist es mir immer noch nicht geradlinig genug.“ Außerdem gilt es weiter an der Stabilisierung der Defensive zu arbeiten. Am Einsatz fehlte es am Wochenende nicht, was allein die Menge an geblockten Schüssen zeigt. Doch das dritte Augsburger Tor ärgerte alle im Nachgang der Partie sehr. Trotz der deutlichen Führung zu dem Zeitpunkt ein Gegentor, das man sich gerne gespart hätte.

Über den Kampf ins Spiel gefunden

Schon das Spiel in Berlin zeichnete sich durch viele Nickligkeiten aus. Auch in der Partie gegen die Panther schenkten sich beide Teams nichts in den kleinen Aktionen im und neben dem Spielgeschehen. In beiden Spielen konnten die Haie die dadurch hochkochenden Emotionen zu ihrem Vorteil nutzen.

„Es war schon ein nickliges Spiel. Wir haben aber sehr gut dagegengehalten. Wir haben den Kampfeinsatz gezeigt und uns nicht rumschubsen lassen. Das hatte auch großen Anteil daran, dass wir das Spiel drehen konnten“, meinte Kapitän Christian Ehrhoff nach dem Sieg gegen die Panther.

Justin Peters war ein wichtiger Rückhalt

Viel Lob erhielt Goalie Justin Peters, der seine Mannschaft speziell im zweiten Drittel während der zahlreichen Unterzahlsituationen im Spiel gehalten hat.

„Er hat uns den Sieg absolut festgehalten. Es ist nicht einfach, ruhig zu bleiben, wenn man die ersten zwei Gegentore so fängt. Man hat gesehen, dass wir auf der Position wirklich kein Problem bekommen. Man sieht da auch einfach den Charakter des Goalies, nicht nur sein Können. Was er auch schon in Berlin für uns getan hat, wie er sich verhalten und vorbereitet hat, als ob er spielen würde. Er war dann für uns bereit. Auch heute wieder nach einem schweren Start den Druck weggesteckt und im Penaltykilling herausgeragt, als es drauf ankam. Da hat man die Wichtigkeit eines solchen Spielers gesehen“, gab es vom Headcoach einen verbalen Klopfer auf die Schoner.

„Speziell im zweiten Drittel während der Unterzahlspiele war er überragend“, meint auch Ehrhoff. „Er hatte großen Anteil am heutigen Sieg. “

Neue Erkenntnisse zum Gesundheitszustand von Gustaf Wesslau gab es unterdessen nicht. Draisaitl bestätigte lediglich nochmals, was er schon nach der Partie in Berlin zu Protokoll gegeben hatte, nämlich dass die Wesslaus Verletzung nicht wieder aufgebrochen sei, sondern der Schwede sich lediglich nicht zu hundert Prozent wohl gefühlt hätte. Einen gesundheitlichen Rückschlag beim Goalie schloss der Headcoach aus.

Am Freitag kommt der Meister

Als letztes Spiel vor Weihnachten empfangen die Kölner Haie am kommenden Freitag den EHC Red Bull München. Ein Gradmesser für den KEC. „München steht als zweimaliger Champion da, wo alle hinwollen“, ist sich Christian Ehrhoff sowie die gesamte Mannschaft der Größe der anstehenden Aufgabe bewusst. Im letzten Aufeinandertreffen kassierten die Haie eine 2:6-Niederlage. Es war das letzte Spiel unter Cory Clouston. Gegen Don Jacksons gut geölte Maschine muss von vorne bis hinten alles passen. Auch der Glaube an sich selbst.

Ein gutes Gefühl nimmt die Mannschaft aus dem Wochenende auf jeden Fall mit, wie Justin Shugg bestätigt: „Wir Spieler als Team, als Einheit, haben im Moment das Gefühl, dass wir synchron laufen. Sechs Punkte an einem Wochenende ist das beste Wochenende, das wir seit langem hatten. Und das gegen zwei gute Teams.“

Am Rande der Bande:

Die DEL ist um eine professionelle Außendarstellung bemüht – oder sollte es zumindest sein. Kritik an den Schiedsrichtern von Club-Offiziellen wird höchst ungern gesehen und bisweilen auch geahndet. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass der Twitter-Account der Augsburger Panther als offizielles Organ des Clubs sich über die üblichen Umgangsformen hinwegsetzt. Ein solches Verhalten kann nicht im Sinne der Liga sein. Professionelle Außendarstellung sieht anders aus.

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