Freitag, 20. Juli 2018


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Auf dem Prüfstand: die Auslandsberichterstattung

20. Marler Tage der Medienkultur stehen im Zeichen der Berichterstattung aus aller Welt / Hochkarätige Besetzung

Marl, (lifePR) - Ein Herzstück des Journalismus, die Auslandsberichterstattung, steht beim Grimme-Institut auf dem Prüfstand. Unter dem Titel "So weit, so fremd, so nah, so... - Auslandsberichterstattung als Grundversorgung" finden am 24. und 25. Januar 2013 die 20. Marler Tage der Medienkultur statt. Unter vielfältigen Aspekten wird diskutiert, wie es in Deutschland um die Berichterstattung aus aller Welt bestellt ist und wie sie im multimedialen Umfeld künftig aussehen wird.

In intensiven Werkstattgesprächen soll geklärt werden, was Auslandsberichterstattung heute leistet, welche Zielsetzungen verfolgt werden und welche neuen Perspektiven mit dem Universalmedium des Internets verbunden sind. Weiter gehört zu den Fragen: Wie ist das Selbst- und Rollenverständnis der Macher und der Verantwortlichen, wie steht es um die spezifischen Vermittlungsleistungen der verschiedenen Medienformen, wie verändert das Internet die Arbeitsabläufe und die publizistischen Formen? Der Schwerpunkt liegt bei den elektronischen Medien - Fernsehen, Radio, Netz -, aber auch das klassisch "Gedruckte" wird einbezogen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir eine so große Zahl an hochkarätigen Akteuren und Experten begrüßen können, die dieses so wichtige Thema engagiert debattieren werden", so Uwe Kammann, Direktor des Grimme-Instituts. "Im Diskurs sind wir medial offen, denn die Voraussetzungen, die Instrumente und die Möglichkeiten haben sich im Zuge der rasanten technischen Entwicklung und des globalen Echtzeit-Austausches wesentlich geändert, inklusive der ganz individuellen und punktuellen Beteiligung und Teilhabe."

In fünf Podiumsdiskussionen zeigen ausgewiesene Experten unterschiedliche Aspekte der Auslandsberichterstattung auf. So debattiert unter anderem der Asien-Korrespondent des ZDF, Johannes Hano, zusammen mit Filmautor Hubert Seipel ("Ich, Putin"), WDR-Auslands-Fernsehchef Michael Strempel und "Zeit"-Redakteurin Andrea Böhm über Anspruch und Wirklichkeit in der Berichterstattung aus aller Welt.

Über die durch neue technische Entwicklungen entstandenen Möglichkeiten und die Richtungen des Wandels in der Auslandsberichterstattung diskutieren unter anderem NDR-Fernsehchefredakteur Andreas Cichowicz, die Chefredakteurin des WDR-Hörfunks, Angelica Netz, der stellvertretende Chefredakteur des ZDF, Elmar Theveßen, sowie der Korrespondent des Schweizer Fernsehens, Ulrich Tilgner, und taz- Redakteurin Bettina Gaus.

Ein drittes Podium untersucht neben den speziellen Eigenheiten der Osteuropa-Berichterstattung auch die Frage, ob Auslandsberichterstattung auch eine politische Aufgabe hat. Teilnehmer sind hier neben anderen der Trimediale Chefredakteur des MDR, Stefan Raue, der Moderator des polnischen Senders TVP, Marek Szkolnikowski, der Korrespondent des Schweizer Radios DRS, Marc Lehmann, sowie der Osteuropa-Experte der Süddeutschen Zeitung und Buchautor Thomas Urban ("Die Deutschen und ihre Nachbarn").

In einer weiteren Debatte setzt sich die Hörfunk-Chefredakteurin des NDR, Claudia Spiewak, mit den Thesen und Urteilen des Hamburger Kommunikationswissenschaftlers Stephan Weichert (Macromedia-Hochschule für Medien und Kommunikation) zu den Grundzügen und den Qualitäten der Auslandsberichterstattung auseinander.

Über die neuen Perspektiven wird u. a. der Chefredakteur Fernsehen des BR, Siegmund Gottlieb, mit dem Multimedia-Direktor der Deutschen Welle, Christian Gramsch, diskutieren. Erwartet wird in dieser Runde auch der neue Chefredakteur von ARTE, Marco Nassivera. Die Grundlinien und Strategien der Radio-Berichterstattung aus dem Ausland wird der Hörfunkdirektor des NDR, Joachim Knuth, vorstellen.

Neben den Podien garantieren aufschlussreiche Werkstatt-Einblicke eine informative und hochspannende Tagung mit vielen Möglichkeiten zum intensiven Austausch. Die ARD-Peking-Korrespondentin Ariane Reimers und BR-Radiokorrespondent und Nahost-Experte Clemens Verenkotte berichten über Voraussetzungen, Hindernisse und Strukturen ihrer alltäglichen Arbeit. Grimme-Preisträger Jakob Preuss ("The Other Chelsea") schildert die besonderen Arbeitsbedingungen eines Dokumentarfilmers im Ausland, Jochen Schliemann und Matthias Ehring (1LIVE) stellen ihr multimediales Projekt "Was bedeutet Amerika für dich?" vor. Dietrich Leder geht im Kamingespräch mit dem Korrespondenten- Urgestein Gerd Ruge der Frage nach, was es mit den Legendenbildungen auf sich hat.

Moderiert werden die 20. Marler Tage 2013 von Volker Bergmeister (Freier Journalist, München).

Anmeldungen für die Tagung sind möglich per E-Mail unter dem Stichwort "Marler Tage 2013" an kochanski@grimme-institut.de.

Ein ausführliches Tagungsprogramm gibt es unter: www.grimme-institut.de/marlertage.

Die 20. Marler Tage der Medienkultur 2013 werden gefördert und unterstützt vom Bayerischen Rundfunk, dem Mitteldeutschen Rundfunk, dem Norddeutschen Rundfunk sowie dem Westdeutschen Rundfunk.

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