Ingenieurin für Maschinenbau erhält den Bertha Benz-Preis 2011

Trägerin des Bertha Benz-Preises 2011 für junge Ingenieurinnen ist Katrin Baumann

(lifePR) ( Heidelberg, )
Für ihre herausragende Forschung zum Maschinenbau hat Dr.-Ing. Katrin Baumann den mit 10.000 Euro dotierten Bertha Benz-Preis für das Jahr 2011 erhalten. Den Preis überreichte Wilfried Porth, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Daimler AG, im Anschluss an die 28. Bertha Benz-Vorlesung in Heidelberg. Porth ist Mitglied des Kuratoriums der Daimler und Benz Stiftung.

In der Begründung der Jury für den Preis heißt es: "Die Dissertation von Frau Dr.-Ing. Katrin Baumann behandelt eines der zentralen Probleme des klassischen Maschinenbaus - das der rotierenden Maschinen. Typische Beispiele finden sich im Motoren- und Turbomaschinenbau, in der Fahrzeugtechnik, im Werkzeugmaschinenbau sowie in zahlreichen anderen Anwendungen. Ihre Ergebnisse sind für die Praxis von weitreichender Bedeutung. Mit ihrer Untersuchung der dynamischen Eigenschaften von Gleitlagern hat Frau Baumann eine für den konstruktiven Maschinenbau außerordentlich bedeutsame Fragestellung gelöst. Das Ergebnis stellt unter Berücksichtigung wissenschaftlicher, technologischer und wirtschaftlicher Aspekte eine herausragende Ingenieurleistung dar."

Die Jury hatte die 30-Jährige unter 23 Kandidatinnen ausgewählt. Das Thema ihrer Dissertation lautet "Dynamische Eigenschaften von Gleitlagern in An- und Auslaufvorgängen". Ab Dezember 2004 forschte sie im Fachbereich Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt, wo sie im November 2011 "mit Auszeichnung" promoviert wurde. Sowohl ihr Studium wie ihre Promotion wurden von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Baumann verbrachte Forschungsaufenthalte an zwei brasilianischen Universitäten.

Gegenwärtig forscht die in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, geborene Baumann als Postdoktorandin ebenfalls an der Technischen Universität Darmstadt. In ihrer Freizeit spielt sie im Kammersinfonieorchester Darmstadt Cello: "Die Musik stellt für mich einen willkommenen Ausgleich zur Arbeit dar. Auch wenn in diesem Hobby das Thema Schwingungen abermals präsent ist."

Daten zum Bertha Benz-Preis für junge deutsche Ingenieurinnen

Mit dem Bertha Benz-Preis zeichnet die Daimler und Benz Stiftung jährlich eine junge deutsche Ingenieurin aus, die in ihrem Fach eine hervorragende Promotion abgelegt hat. Durch die Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Bertha Benz-Preises will die Stiftung Ingenieurinnen in ihrer Berufswahl bestärken. Denn Natur- und Ingenieurwissenschaften sind - wenn auch nicht mehr so ausschließlich wie zu Zeiten von Bertha Benz - Männerdomänen geblieben: Weniger als 20 % der Studierenden sind Frauen. Zwar ist das Technikinteresse der Studentinnen in den letzten Jahren gestiegen, doch betrachten viele junge Frauen, die sich für ein Technikstudium entschieden haben, ihre Einkommens- und Karrierechancen skeptisch.

Mit der Benennung des Preises nach Bertha Benz erinnert die Stiftung an eine Frau, die bereits vor über 120 Jahren ein Leitbild für moderne Frauen war. Cäcilie Bertha Benz, geb. Ringer, war zeit ihres Lebens von Technik begeistert und hat sich immer wieder über die gesellschaftlichen Vorurteile gegenüber technischen Interessen von Frauen hinweggesetzt.

Voraussetzungen für die Bewerbungen

Für die Nominierung können Kandidatinnen vorgeschlagen werden, die
- nicht älter als 35 Jahre sind und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen,
- deren Promotion zum Bewerbungstermin nicht länger als ein Jahr zurückliegt
- und deren Promotion mit magna oder summa cum laude bewertet ist.

Vorschlagsberechtigt sind Universitäten und selbstständige Forschungsinstitute. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Neben der wissenschaftlichen Originalität der Arbeit sind die praktische und gesellschaftliche Relevanz sowie die Darstellung des Ergebnisses ausschlaggebend.

Die Auswahl

Stichtag für Nominierungen war der 15. März 2011. Die Resonanz auf diese dritte Auslobung des Preises war erneut sehr gut. In der Stiftung gingen 23 erstklassige Nominierungen ein, aus denen Frau Baumann in einem mehrstufigen Prozess ausgewählt wurde.

Die Jury für die Auswahl der Preisträgerin bestand aus:
- Prof. Dr. Widmar Tanner (Universität Regensburg)
- Dr. Thomas Weber (Daimler AG)
- Prof. Dr.-Ing. Sigmar Wittig (Universität Karlsruhe)
- Prof. Dr. Günter Spur (Technischen Universität Berlin)
- Prof. Dr. Meike Tilebein (Universität Stuttgart)

Für die Stiftung:
- Prof. Dr. Eckard Minx (Vorsitzender des Vorstands)
- Prof. Dr. Rainer Dietrich (Vorstand)
- Dr. Jörg Klein (Geschäftsführer)
- Thomas Schmitt (Wissenschaftlicher Assistent des Vorstands)

Weitere Informationen finden Sie unter: www.daimler-benz-stiftung.de
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