"Collecting Europe" eröffnet in London

(lifePR) ( München, )
In der Debatte um die Zukunft Europas geht das Festival „Collecting Europe" des Goethe-Instituts London gemeinsam mit dem Victoria & Albert Museum (V&A) auf eine Zeitreise: Zwölf internationale Künstlerinnen und Künstler blicken aus dem Jahr 4017 zurück auf das heutige Europa und stellen ihre Visionen vom 1. bis zum 7. Februar 2017 in einer Ausstellung sowie in Performances, Workshops und Vorträgen vor.

„Derzeit ist die Idee von Europa als Wertegemeinschaft Gegenstand vieler Debatten. In welche Richtung sich Europa entwickelt, ist momentan unvorhersehbar. Länder, Institutionen, aber auch jeder Einzelne sind deshalb aufgerufen, auf Herausforderungen wie den wachsenden Populismus und Nationalismus Antworten vorzubringen", so Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts. „Was in letzter Zeit sichtbar wurde, ist der dringende Bedarf einer kritischen Auseinandersetzung mit der Zukunft Europas – auch unter Berücksichtigung von Gegenstimmen. Für das Goethe-Institut ist es besonders wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten. Verstärkt möchten wir deshalb junge Menschen und diejenigen erreichen, die sich gegen Europa positionieren, um zuzuhören und mit ihnen in aller Offenheit zu diskutieren."

Das Festival „Collecting Europe" wirft einen kritischen und experimentellen Blick in die noch unbestimmte Zukunft Europas: Zwölf Kunstschaffende aus verschiedenen Ländern wurden aufgefordert, aus dem Jahr 4017 auf das heutige Europa zu schauen – ganz bewusst auch aus der außereuropäischen Perspektive. Gemäß der Devise, dass sich gesellschaftliche Ereignisse aus der historischen Distanz besser einordnen lassen, soll diese Zeitreise den Blick dafür schärfen, was unsere Epoche ausmacht und Impulse für eine europäische Diskussion in Großbritannien liefern.

So wird das indische Raqs Media Collective in seiner Vorlesungs-Performance eine Botschaft aus der Zukunft übermitteln. In dieser Zukunft ist „Tippoo‘s Tiger", eines der beliebtesten Exponate im V&A, ein unheimliches Symbol europäischer Präsenz in der Welt geworden. Es ist als humorvolle, wunderliche Mahnung an den fortwährenden Kampf zwischen Niederlage und Sieg, Mensch und Natur, Geschichte und Mysterium zu verstehen.

Das Duo Fru*Fru lässt in einer Reihe von Performances unter dem Titel „Eurasic Bath" drei verschiedene futuristische Badezimmersituationen lebendig werden. Der Einsatz von Technologie in diesen imaginären Badezimmern ruft hierbei nicht eindeutig auszumachende Identitäten hervor, indem intime Orte in eine Art Bühne verwandelt werden.

Weitere Künstlerinnen und Künstler, zu denen unter anderem die in Berlin lebende Italienerin Rosa Barba, Tu Wei-Cheng aus Taiwan, die schottisch-indische Künstlerin Jasleen Kaur, Thibaut de Ruyter und das Kollektiv IF & 00 gehören, präsentieren ebenfalls ihre eigenen Visionen von Europa.

Im Anschluss wird „Collecting Europe" in Zusammenarbeit mit dem British Council über einen Zeitraum von zwei Jahren digital fortgesetzt, um ein jüngeres oder auch geografisch weiter entferntes Publikum zur spielerischen Interaktion einzuladen. Jeder Teilnehmende kann und darf seine Meinung einbringen und dabei im digitalen Raum Europa gestalten und verändern.

Weitere Informationen zum Festival finden Sie unter:

www.goethe.de/london

www.vam.ac.uk/collectingeurope
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