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Pressemitteilung BoxID: 165579 (Gewerkschaft TRANSNET)
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DB Reisezentren: Kritik an geplanten Personalkürzungen - Nicht nur "virtuelle Kunden"

(lifePR) (Berlin, ) TRANSNET und GDBA kritisieren die geplanten Personaleinsparungen in den DB Reisenzentren. Bis 2014 sollen über 500 Stellen gestrichen werden. Der Beratungsbedarf beim Ticket-Kauf ist nach wie vor hoch. Deshalb ist der Abbau nicht nachvollziehbar.

Die Gewerkschaft TRANSNET und die Verkehrsgewerkschaft GDBA haben die geplanten Einsparungen in den Reisezentren der Deutschen Bahn kritisiert. Hintergrund: Bis 2014 sollen über 500 Stellen gestrichen werden. Gab es im vergangenen Jahr noch über 2.400 Reiseberater, sollen es in vier Jahren noch rund 1.900 sein. Das Unternehmen begründet dies u. a. mit der Verlagerung des Kaufverhaltens. Tickets werden verstärkt über das Internet gebucht oder am Automaten gekauft.

"Das Reisezentrum und die Berater dort sind eine wesentliche Schnittstelle zum Kunden", machten GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck deutlich. Der Beratungsaufwand sei nach wie vor hoch. "Das Klientel der Bahn besteht nicht nur aus surfenden virtuellen Kunden, sondern aus Menschen mit Fleisch und Blut, die dann am Schalter stehen", erklärten die Gewerkschafter. Deshalb sei es nötig, einen vernünftigen Personalbestand in den Reisezentren zu erhalten.

"Unsere Kolleginnen und Kollegen sind schon jetzt an der Belastungsgrenze angekommen", unterstrichen Tröge und Bieck. An vielen Standorten ließen sich die Kundenschlangen kaum abarbeiten. "Nicht weniger, sondern mehr Personal in diesem sensiblen Bereich muss die eigentliche Antwort auf die Kundenanforderungen sein", verlangten der GDBA-Vize und der TRANSNET-Vorstand.

In mehreren Reisezentren hatten Mitglieder von TRANSNET und GDBA am Freitag auf die unzureichende personelle Situation aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Wir versüßen Ihnen die Wartezeit, während sich die Bahn vom Service verabschiedet" wurden Süßigkeiten und Flugblätter an Kunden verteilt. "Kunden und Beschäftigten sitzen hier nämlich in einem Boot", so Tröge und Bieck.