Nach Entscheidung für Freien Träger: GEW fordert mehr Transparenz

(lifePR) ( Berlin-Schöneberg, )
Die ergänzende Förderung und Betreuung der Spreewald-Grundschule und der Grundschule am Dielingsgrund soll zum kommenden Schuljahr an Freie Träger übergeben werden. Dies haben die Schulkonferenzen der beiden Schulen aus Tempelhof-Schöneberg im April 2014 entschieden. Die GEW BERLIN kritisiert das Zustandekommen dieser Entscheidung. So war die Absicht zum Outsourcing unter dem entsprechenden Tagesordnungspunkt "Vorschläge zur Neuordnung des Freizeitbereichs" für die Mitglieder der Schulkonferenz nicht ersichtlich. Es fand weder eine Diskus­sion unter den Pädagog/-innen der Schulen auf der Gesamtkonferenz noch unter den Eltern in der Gesamtelternversammlung statt. Auch die örtliche Frauenvertreterin wurde nicht mit einbezogen.

Doreen Siebernik, Vorsitzende der GEW BERLIN: "Die Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern und Schülerinnen und Schülern müssen an grundlegenden Entscheidungen der Schule beteiligt werden. Dazu gehört insbesondere die Ausgliederung der Schulhorte an Freie Träger. Im Berliner Schulgesetz ist die Rede von einer demokratischen Schule. Zur Demokratie gehört aber neben der bloßen Abstimmung auch eine breite Diskussion in der Schulgesellschaft. Diese demokratischen Prinzipien wurden bei der Spreewald-Grundschule und der Grundschule am Dielingsgrund verletzt. Wir fordern von der Bildungsstadträtin, Jutta Kaddatz, die Entscheidung der Schulkonferenz auszusetzen. Erst nach einer breiten Diskussion im Kollegium und mit den Eltern kann eine erneute Entscheidung herbeigeführt werden. Es ist außerdem notwendig, dass der Senat endlich berlinweit einheitliche Regelun­gen für die Übertragung von Betreuung an Freie Träger schafft. Diese undemokratische Ent­scheidungsfindung ist nicht nur ein Phänomen in Tempelhof-Schöneberg.
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