"Zehn Jahre Zweisäulenmodell - zehn Jahre Verschärfung der sozialen Selektion"

Vorankündigung: Gewerkschaftstag der GEW Hamburg diskutiert mit Bürgermeister Tschentscher bildungspolitische Herausforderungen

(lifePR) ( Hamburg, )
Am Dienstag, dem 21. Mai 2019, tagt von 9.00 bis 17.00 Uhr der Gewerkschaftstag, das höchste Gremium der GEW Hamburg, im Curiohaus der GEW. Einer der Schwerpunkte ist eine Diskussion mit dem ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. Er gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Arbeitsbedingungen des Personals in den Hamburger Bildungsbereichen sowie auf bildungspolitische Weiterentwicklungen und wird sich den Fragen der Delegierten stellen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf einer Bewertung des Zweisäulenmodells, das mittlerweile zehn Jahre alt ist.

„Vom Bürgermeister erwarten wir Antworten auf den Fachkräftemangel in Kita und Schule und eine klare Haltung zur Forderung nach A13 für alle Lehrkräfte. Wie steht er zur tariflichen Gleichbehandlung von schulischen TherapeutInnen und Vorschullehrkräften, zum Befristungsunwesen an den Hochschulen und zu den ungenügenden Honoraren für DaZ‐ und DaF‐Kurse? Das Zweisäulenmodell aus Stadtteilschule und Gymnasium ist aus Sicht der GEW grundsätzlich ungeeignet, um die größte Schwachstelle der Schulstruktur – die soziale Selektion – zu überwinden. Zu groß ist die Gefahr, dass aus der Stadtteilschule eben doch eine Schule nicht zweiter Säule, sondern zweiter Klasse wird. Leider hat die GEW mit dieser Einschätzung Recht behalten. Hier hätten wir uns gerne geirrt. Heute lässt sich anhand eindeutiger Zahlen belegen, dass die beiden Säulen keineswegs gleichwertig sind. Wie steht der Bürgermeister hierzu?“, so Anja Bensinger‐Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg.

Die GEW will aktiv in den Bürgerschaftswahlkampf im Herbst 2019 eingreifen und ihre Positionen vertreten. Hierfür wird sie Eckpunkte für „Leitlinien für eine gute Bildungspolitik in Hamburg“ diskutieren, in der die vielen Einzelthemen, mit denen die GEW befasst ist, gebündelt dargestellt werden.

„Darüber hinaus wird die GEW eine aktive Bündnispolitik betreiben, Veranstaltungen mit den bildungspolitischen, den wissenschaftspolitischen und den sozialpolitischen SprecherInnen der Bürgerschaftsparteien organisieren und über weitere Aktivitäten in den Wahlkampf intervenieren. Angedacht sind zudem thematische Veranstaltungen zu Rechtspopulismus, zur Lehrkräfte‐Arbeitszeit sowie zur schulischen Inklusion“, so Fredrik Dehnerdt, stellvertretender Vorsitzender der GEW Hamburg.

Auch auf Grund der denunziatorischen Vorfälle um die Ida‐Ehre‐Schule im März und vor dem Hintergrund, dass sich eine antifaschistische Grundhaltung bereits aus dem Bildungs‐ und Erziehungsauftrag ergibt, liegt ein Antrag der Vorsitzenden vor, Antifaschismus als Bildungsziel in das Schulgesetz aufzunehmen.
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