Mittwoch, 22. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 680400

Festival der Naturfotografie

Mehrere Tausend Besucher zu Gast auf dem Jubiläumsfestival der GDT

Kiel, (lifePR) - Am vergangenen Wochenende feierte die GDT ihr internationales Naturfotofestival – ein Jubiläumsfestival für Lünen, denn dort findet das Festival seit nunmehr 25 Jahren statt.
Noch ein paar Tage vor dem Start der dreitägigen Veranstaltung war nicht klar, ob das gesamte Veranstaltungszentrum zur Verfügung stehen würde, denn die Spätfolgen von Sturmtief Xavier für das Heinz Hilpert Theater, in dem die Vorträge und Shows internationaler Referenten stattfinden sollten, waren noch nicht behoben. Letztlich konnte das gesamte Festival zur großen Erleichterung aller im gewohnten Rahmen stattfinden.
Ca. 4.500 Gäste aus 19 Nationen waren zu Gast in Lünen. Das große „Beiprogramm“ mit Ausstellungen, Filmen, Fotomarkt und Showbühne lockte auch viele Besucher aus der Region in die Stadt an der Lippe.

Preisverleihung

Am Freitag, den 27. Oktober, fand die feierliche Preisverleihung zum Wettbewerb „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2017“ statt. Erstmalig in der Geschichte des Wettbewerbs gewannen diese Auszeichnung gleich zwei Fotografen: Britta Jaschinski aus Großbritannien mit einem eindringlichen Bild zweier Elefantenfüße, die als Sitzhocker missbraucht und durch den Zoll konfisziert wurden sowie Erlend Haarberg aus Norwegen mit dem Bild zweier kämpfender Schneehasen.
Die Jury begründet ihre unkonventionelle Entscheidung mit der Tatsache, dass beide Bilder gleichermaßen höchsten fotografischen Ansprüchen gerecht werden, und darüber hinaus in ihrer so gegensätzlichen Aussage all das repräsentieren, was Naturfotografie heute sein kann und soll.

Der gemeinsam mit dem Tecklenborg Verlag ausgelobte Fritz Pölking Preis wird international für ein fotografisches Projekt vergeben. Mit seiner Reportage über Schleiereulen konnte Karsten Mosebach aus Deutschland diesen Preis für sich verbuchen.
Beim Fritz Pölking Jugendpreis konnte sich der junge Spanier Sergio Marijuán gegen die Konkurrenz in der Jugendkategorie durchsetzen.

Zur abendlichen Ausstellungseröffnung fanden sehr viele Besucher ihren Weg in die Galerie. Im Anschluss an das internationale Naturfotofestival tourt die Ausstellung durch Deutschland und das europäische Ausland. Nach einem Kurzbesuch auf einem großen französischen Festival in der Champagne findet die Ausstellungspremiere für Deutschland ab dem 4. Dezember im Deutschen Pferdemuseum in Verden statt.Vortragsprogramm, Fotomarkt und Showbühne am Samstag und Sonntag
Am Samstagmorgen öffnete das Festival zeitgleich alle Pforten für Vorträge, Ausstellungen, Fotomarkt und Showbühne. Olaf Kreuter, Marketing-Leiter von Olympus, gab zusammen mit GDT Präsident Stephan Fürnrohr die neue Premiumpartnerschaft von Olympus mit der GDT bekannt und fand sehr ansprechende Worte zur Eröffnung des Festivals.

Das Vortragsprogramm überzeugte Fachpublikum und Privatbesucher mit einer Vielzahl von Themen. Rote Eichhörnchen und Otter in Schottland, Abenteuer mit ferngesteuerter Fotografie, vollendete Natur in Südtirol, illegaler Handel mit geschützten Tierarten bis hin zu sagenumwobenen Landschaften in Deutschland bereicherten das Vortragsprogramm.

Vor allem am Festival-Samstag standen viele der Vorträge im Zusammenhang mit dem Jubiläum. So gab etwa Rosamund Kidman Cox, langjährige Herausgeberin des Magazins BBC Wildlife und seit 1981 Mitglied der Jury beim Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“ einen Rückblick auf Ideen, Innovationen und Inspirationen aus 50 Jahren "Wildlife Photographer of the Year". Kathy Moran, leitende Chefredakteurin für naturkundliche Projekte beim „National Geographic Magazine“, berichtete über die Macht von Bildern und über Veränderungen in unserer „informationsüberfluteten“ Zeit. Klaus Nigge gab am Samstagabend einen launigen Überblick über 25 Jahre Festival-Geschichte.

Besonderer Gast am Sonntag war Michael Kenna. Seine Bilder werden in Galerien und Museen überall auf der Welt ausgestellt und sind Teil von ständigen Sammlungen, wie z. B. Bibliotheque Nationale in Paris, the Metropolitan Museum of Photography in Tokyo, the National Gallery in Washington, D.C., im Shanghai Art Museum und im Victoria and Albert Museum in London. Für Kenna war es das erste Mal, dass er als Referent auf einem Naturfotofestival gesprochen hat. Mit seiner besonderen Art der nicht digitalen Fotografie und seiner meditativen, philosophischen Betrachtungsweise der von Menschen überformten Landschaften begeistert Kenna Fotografen weltweit. Das Publikum auf dem GDT Festival reagierte sehr emotional und dankte auch hier mit Standing Ovations.

Auf dem Fotomarkt präsentierten ca. 100 namhafte Hersteller und Experten aus der Fotobranche im Allgemeinen sowie Spezialisten für den Bereich der Naturfotografie im Besonderen den Stand der Dinge in Sachen Fototechnik und standen für jederlei Fachgespräche bereit. Auf der „Showbühne Fotomarkt“ lief ganztägig ein buntes Programm mit Vorträgen und Produktpräsentationen.

Fritz Steiniger Preis

Für sein Lebenswerk wurde am Samstag Jim Brandenburg aus den USA mit dem Fritz Steiniger Preis geehrt. Keith Wilson schreibt dazu: „Jeder, der das Glück hatte, bei der Verleihung dabei zu sein und Jims Dankesrede zu hören, zweifelte nicht daran, dass diese Auszeichnung für Jim mehr bedeutete als viele andere Preise, die er im Laufe seiner langen Karriere erhalten hat.“ Jim Brandenburg wurde vom Publikum mit Standing Ovations belohnt – wie viele weitere Vorträge an diesem Wochenende auch.

Resümee

Testweise wurde der Samstag durch das Übersetzungsbüro „KeyCom Konferenzdolmetschen“ simultan ins Deutsche und Englische übersetzt. Nach einer anfänglichen Eingewöhnungsphase, wurden die Übersetzungen begeistert angenommen und der Wunsch, dies zu einem Standard des GDT-Festivals zu machen, war schnell geweckt.

Die Aussteller auf dem Fotomarkt zeigten sich hochzufrieden. Das Festival der GDT ist für sie etwas Besonderes. Gäste und Besucher bringen ein großes Maß an Neugier und Interesse mit. Auffällig ist der enorme Zuspruch auch beim jungen Publikum. Fotografie und Natur sind „in“, das scheint ein klarer Trend zu sein.
Auch die Ausstellungen im Bildersaal, auf der Galerie Hansesaal und im Theater sowie die neue Outdoor-Ausstellung „Best of European Wildlife Photographer“ waren ein Publikumsmagnet.

Wohin das Auge im Veranstaltungszentrum auch blickte, überall wurde diskutiert, gefachsimpelt, bestaunt und fotografiert, alte Freundschaften wurden gepflegt und neue begründet. Dieser Mix aus Themen und Veranstaltungen, aus internationalen Gästen und regionalen Besuchern, aus Profis und Laien, aus Jung und Alt, aus intensiven Gesprächen und ausgelassener Stimmung machten dieses renommierte Festival zu einem großartigen Ereignis, da sind sich alle einig.

Einige Stimmen zum Festival:
„Mit einem inspirierenden Line-up von Rednern, exquisiten Ausstellungen, einem atemberaubend schönen Wettbewerb und dem begeisterten Fachpublikum ist das GDT-Festival sicherlich eines, das Sie nicht verpassen sollten, wenn Sie sich für Naturfotografie begeistern. Was für ein tolles Wochenende! Herzlichen Glückwunsch an alle Menschen, die dieses Festival ermöglichen!“ (Coralie Blanchard, Frankreich)

„Das internationale Naturfotofestival 2017 war ein unvergessliches Erlebnis mit großartigen Präsentationen, vielen guten Ausstellungen und Möglichkeiten, Freunde zu treffen und mit vielen Gästen zu sprechen. Vielen Dank an den GDT-Vorstand und alle Mitarbeiter, die jedes Jahr hart daran arbeiten, dieses wunderbare Ereignis zu verwirklichen!“ (Orsolya Haarberg, Norwegen)

„…Es war der fünfundzwanzigste Jahrestag dessen, was noch immer als das wichtigste Ereignis seiner Art in Europa gilt.“ (Laurie Campbell, Schottland)

Das nächste internationale Naturfotofestival der GDT findet vom 26. bis zum 28. Oktober 2018 statt – merken Sie sich den Termin am besten gleich vor!

25. Internationales Naturfotofestival der GDT
27. bis 29. Oktober 2017
4.500 Besucher
19 Nationen
14 Vorträge internationaler Naturfotografen
11 Ausstellungen mit ca. 400 Bildern
Rund 100 vertretene Firmen auf dem Fotomarkt
24 Vorträge auf der Showbühne Fotomark
drei Seminare
Preisverleihung und Ausstellungseröffnung

Preisverleihungen und Ausstellungseröffnung am Freitag
GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2017
Gesamtsieger: Britta Jaschinski (DE/GB) und Erlend Haarberg (NO)
18.000 Einsendungen aus 31 Ländern

Fritz Pölking Preis 2017 (Story-Preis):
Sieger: Karsten Mosebach aus Deutschland
Jugendpreis: Sergio Marijuán aus Spanien

Fotografen des Vortragsprogramms Samstag und Sonntag
Neil McIntyre (SCO) - Laurie Campbell (SCO) - Britta Jaschinski (DE/GB) - Rosamund Kidman Cox (WPY, GB) - Kilian Schönberger (DE) - Will Burrard-Lucas (GB) - Jim Brandenburg (USA) - Kathy Moran (National Geographic, USA) - Klaus Nigge, GDT (DE) - GDT Regionalgruppe Baden (DE) - Hugo und Johannes Wassermann, Manuel Plaickner & Georg Kantioler (IT) - Michael Kenna (USA) - Orsolya & Erlend Haarberg (HU/NO) - Uwe Hasubek, GDT (DE)

Fotografen der Ausstellungen im Bildersaal Samstag und Sonntag
Michael Kenna - Jo-Anne McArthur - Orsolya und Erlend Haarberg - Serge Sorbi - Kilian Schönberger - 40 Jahre NFG Niederlande - Biophoto

weitere Ausstellungen: Europäischer Naturfotograf des Jahres 2017 - GDT Naturfotograf des Jahres 2017 - Outdoor-Ausstellung „Best of European Wildlife Photographer“ - Sonderausstellung „25 Jahre Festival Lünen“ 

Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) e.V

Nahezu jedes europäische Land hat einen Verein für Naturfotografie. In Deutschland ist dies seit 1971 die gemeinnützige GDT (Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V.). Als Europas führende Gesellschaft für Naturfotografie ist sie international stark vernetzt und bündelt seit bald 50 Jahren Wissen und Erfahrungen rund um die Bereiche authentische, dokumentarische und ästhetische Naturfotografie und Naturschutz gleichermaßen.

Die GDT fordert und fördert Naturfotografie, die sich zu Authentizität, unbedingtem Naturschutz und künstlerischer Qualität gleichermaßen bekennt.

Dass dies kein Widerspruch sondern ein fruchtbarer Dreiklang ist, zeigen ihre Mitglieder in ihren Bildern und mit ihrem Streben nach Qualität, gemeinsamem Lernen und dem Ziel, sich als Fotograf und Naturschützer zu verbessern.

Die Mitglieder der GDT sind in 15 Regionalgruppen in Deutschland, einer Regionalgruppe in der Schweiz sowie einer Jugendgruppe organisiert. In jedem Herbst veranstaltet die GDT ein internationales Naturfotofestival mit Vorträgen und Bilderschauen von Fotografen aus aller Welt, Ausstellungen, Seminaren und Workshops zu aktuellen Themen in der Naturfotografie. Vier Mal im Jahr gibt die GDT das hochwertige Magazin "Forum Naturfotografie" heraus, welches vom Tecklenborg-Verlag publiziert wird. Zudem richtet die GDT jährlich drei Wettbewerbe aus, die weltweit große Beachtung finden: den Mitglieder-Wettbewerb "GDT Naturfotograf des Jahres", den offenen Wettbewerb "Europäischer Naturfotograf des Jahres", an dem alle Amateur- und Profifotografen mit Wohnsitz in Europa teilnehmen können sowie in Zusammenarbeit mit dem Tecklenborg-Verlag den Fritz Pölking Preis. Schirmherrin des Europa-Wettbewerbs ist Frau Professor Dr. Beate Jessel vom Bundesamt für Naturschutz (BfN).

Neben privaten Mitgliedern aus Deutschland, Europa und Übersee unterstützen zahlreiche Förderer aus der Fotoszene, darunter namhafte Kamerahersteller und Spezialanbieter in der Naturfotografie, Verlage und Agenturen, die Ziele und die Arbeit der GDT durch Ihre Mitgliedschaft.

Informationen unter www.gdtfoto.de

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Nikolausmarkt Kalkar 2017 - Gemütlicher Budenzauber lockt am 2. und 3. Dezember zum Stöbern, Naschen und Beisammensein

, Kunst & Kultur, Wunderland Kalkar

Jedes Jahr wieder, immer Anfang Dezember, singen kleine Kinder eines der schönsten Volkslieder ganz in der Hoffnung, leckere Kleinigkeiten von...

Die TUP legt positive Bilanz für 2016/2017 vor

, Kunst & Kultur, Theater und Philharmonie Essen GmbH

Eine positive Bilanz hat Berger Bergmann, der Geschäftsführer der Theater und Philharmonie Essen (TUP), für die Spielzeit 2016/2017 gezogen....

Muthesius Top im Kreativranking des ADC

, Kunst & Kultur, Muthesius Kunsthochschule

Im 4. Kreativranking des ADC (Art Directors Club) Deutschland machte die Muthesius Kunsthochschule und damit Schleswig-Holstein den größten Aufwärtssprung....

Disclaimer