Donnerstag, 21. September 2017


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Unwetter "Paul" und "Rasmund" verursachen Schäden von über einer halben Milliarde Euro

Berlin, (lifePR) - Für die schwere Unwetterserie zwischen Ende Juni und Anfang Juli betragen die Entschädigungsleistungen für Versicherte rund 600 Millionen Euro. Etwa die Hälfte fällt für beschädigte Häuser, Hausrat, Gewerbe- und Industriegebetriebe an, die andere Hälfte für kaskoversicherte Autos. Das zeigt eine vorläufige Schadenschätzung der deutschen Versicherer. In die Bilanz flossen die Schäden mehrerer Unwetter zwischen dem 20. Juni und
2. Juli ein – allen voran die Tiefdruckgebiete „Paul“ und „Rasmund“.

„Paul“ wütete vor allem in der Nordhälfte Deutschlands, besonders in Hamburg, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. „Rasmunds“ starker Regen fiel in den letzten beiden Junitagen auf weite Teile von Berlin und Brandenburg. Zum Teil fielen innerhalb von 24 Stunden über 200 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Im Vergleich: Deutschlandweit sind es im Schnitt für ein ganzes Jahr knapp 800 Liter pro Quadratmeter. Allein der Starkregen verursachte Schäden von rund 60 Millionen Euro, im Wesentlichen in Berlin und Brandenburg.

„Extreme Wetterlagen mit Sturm, Hagel und stärksten Regenfällen sind auch in Deutschland nichts Ungewöhnliches“, sagt Bernhard Gause, Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Sie können jederzeit in jedem Landstrich auftreten und hohe Schäden anrichten.“ Vielen Betroffenen wird erst danach bewusst, dass sie gegen Sturzfluten nicht versichert sind. Denn grundsätzlich gilt: Überschwemmungsschäden an Häusern und Hausrat können nur von der Versicherung ersetzt werden, wenn der Zusatzbaustein der erweiterten Naturgefahrenversicherung abgeschlossen wurde. Bundesweit haben diesen nur rund 40 Prozent der Hausbesitzer „Feuer- und Sturmversicherung allein sind noch kein Vollkasko-Schutz für das Haus“, so Gause. 

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. GDV

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Die 450 Mitgliedsunternehmen sorgen durch rund 431 Millionen Versicherungsverträge für umfassenden Risikoschutz und Vorsorge sowohl für die privaten Haushalte wie für Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen. Als Risikoträger und bedeutender Kapitalgeber mit Kapitalanlagen in Höhe von 1.510 Milliarden Euro haben die privaten Versicherungsunternehmen auch eine herausragende Bedeutung für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung in der deutschen Volkswirtschaft. Etwa 524.000 Menschen sind direkt oder indirekt für die Versicherungswirtschaft in Deutschland tätig.


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