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Pressemitteilung BoxID: 643511 (GESAMTMETALL - Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V.)
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Ehrlicher Equal Pay Day war am 7. Januar: unbereinigte Entgeltlücke von nur 2 Prozent in Sachsen-Anhalt verweist auf echte Ursachen für die Entgeltunterschiede

(lifePR) (Berlin, ) In der Debatte um Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen fordert der Arbeitgeberverband Gesamtmetall die Initiatoren des morgigen „Equal Pay Days" zu mehr Redlichkeit in der Debatte auf. „Entscheidende Gründe für die statistische Differenz sind die Berufswahl und die Erwerbsunterbrechungen", betonte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. So habe etwa das statistische Landesamt Sachsen-Anhalt in dieser Woche erklärt, dass die unbereinigte Lücke in Sachsen-Anhalt gerade einmal 2 Prozent betrage – ganz ohne Entgelttransparenzgesetz oder sonstige Eingriffe des Gesetzgebers. „Im Osten Deutschlands ist es nicht nur viel selbstverständlicher, dass Frauen auch in technischen Berufen arbeiten, auch die sehr gut ausgebauten Kinderbetreuungsmöglichkeiten erlauben es den Frauen dort viel eher als im Westen Deutschlands, ihrer Arbeit auch mit Kindern nachzugehen", so Zander weiter.

Zander verwies darauf, dass auch das Statistische Bundesamt betont habe, dass die bereinigte Lücke, die Qualifikation und Tätigkeit berücksichtigt, bundesweit bei 6 Prozent liege. Würden familienbedingte Erwerbsunterbrechungen mit einberechnet, schwinde die Lücke fast vollständig. Bei vergleichbarem beruflichem Hintergrund ergebe sich laut weiterer Berechnungen bei Frauen, die höchstens anderthalb Jahre für die Kinderbetreuung aussetzen, lediglich eine Differenz von rund 2 Prozent. „Der ehrliche Equal Pay Day war bereits am 7. Januar. Wer wider besseres Wissen mit den 21 Prozent, und mit dem 18. März als ‚Equal Pay Day‘, argumentiert, verbreitet Fake News, statt auch nur einer einzigen Frau außerhalb der Gleichstellungsindustrie zu helfen."

Es sei offensichtlich, wo Gesellschaft und Politik wirklich aktiv werden müssten: Es gelte, gemeinsam junge Frauen zu ermutigen, ganz selbstverständlich eine Karriere als Facharbeiterin oder Ingenieurin anzustreben. Und die Politik müsse ihr Versprechen halten, flächendeckende Kinderbetreuung mit beschäftigungsfreundlichen Öffnungszeiten anzubieten – damit jede Mutter und jeder Vater frei entscheiden können, wie schnell sie wieder arbeiten gehen wollen. Jede Frau, die sich für eine Karriere in der Industrie entscheidet, verringere die Entgeltlücke.

Zander weiter: „Das Entgelttransparenzgesetz von Frau Schwesig jedenfalls wird an der statistischen Lohnlücke keine einzige Nachkomma -stelle verändern, denn es ändert weder am Berufswahlverhalten, noch an den Erwerbspausen etwas."