Montag, 18. Juni 2018


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Ein gutes Theaterjahr geht zu Ende

Das Gerhart-Hauptmann-Theater sichert sich in 2017 an beiden Standorten stabile Einnahmen auf hohem Niveau. Steigender Beliebtheit erfreuen sich Sommer- und Weihnachtstheater

Görlitz, (lifePR) - Das Gerhart-Hauptmann-Theater blickt zurück auf ein erfolgreiches Theaterjahr 2017: 140 000 Zuschauer besuchten 663 Veranstaltungen. Davon entschieden sich 75,5 Prozent aller Gäste für den Besuch einer Eigenproduktion des Vier-Sparten-Hauses. Dieser positive Zuspruch sichert dem GHT solide Einnahmen von etwa zwei Millionen Euro.

Auch der Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Sparten stellt zufrieden

Musiktheater und Schauspiel blieben in 2017 die Sparten mit den meisten Veranstaltungen und lockten dementsprechend die größte Zahl an Zuschauern ins Theater: Etwa 35 000 Besucher sahen eine der 147 Musiktheater-Vorstellungen, ca. 44 000 Gäste konnten die Schauspiel-Produktionen verzeichnen, die es in Summe auf 188 Veranstaltungen brachten. Die Einnahmen beider Sparten sanken leicht, was sich aus der, gegenüber 2016 ebenfalls leicht reduzierten Zahl an Vorstellungen ergibt.

Ein Garant für volle Häuser sind die verschiedenen Konzerte der Neuen Lausitzer Philharmonie: 8 700 Gäste besuchten allein die Philharmonischen Konzerte in den beiden Stammhäusern in Görlitz und Zittau und sorgten für eine Gesamtauslastung dieser Reihe von 86 Prozent. In der Gesamtheit mit den Besuchern der Weihnachtskonzerte kann die Konzertsparte eine stabile Besucherzahl von 20 000 aufweisen.

Weiter etabliert haben sich auch die Jungen Konzerte, die es mit 20 Vorstellungen auf 6300 Zuschauer brachten und damit inzwischen zu 71 Prozent ausgelastet sind.

Auch die Entwicklungsperspektive des Orchesters sieht zum Jahresende rosig aus: Dank der Förderung aus dem Bundesprogramm »Exzellente Orchesterlandschaft« ist es möglich, mit der Neuen Lausitzer Philharmonie in den beiden kommenden Jahren innovative Wege im Hinblick auf Maßnahmen der Musikvermittlung und des Orchestermarketings einzuschlagen.

Wesentlich weniger Veranstaltungen im Vergleich zum Vorjahr standen auf dem Spielplan der Görlitzer Tanzcompany: 6600 Zuschauer sahen 31 Tanztheaterveranstaltungen.

Weihnachts- und Sommertheater werden immer beliebter

Steigender Beliebtheit erfreuen sich die Produktionen im Sommer- und im Weihnachtstheater.

Stolze 108 Veranstaltungen stehen im Dezember 2017 auf den Spielplänen beider Standorte – ein Angebot, das etwa 29 000 Besucher gern annehmen.

Obwohl die Zahl an Vorstellungen des Weihnachtsmärchens »Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch« im Vergleich zum Vorjahr von 38 auf 33 Vorstellungen sank, verzeichnet die Inszenierung 2017 ca. 13 100 Zuschauer. Das sind 3 000 Besucher mehr als noch in 2016 und in etwa so viele wie 2015 – als »Die zertanzten Schuhe« aber ganze 42-mal gespielt wurden.

Unverändert beliebt beim Publikum ist das Weihnachtskonzert, dessen 40. Ausgabe in diesem Jahr insgesamt 27 mal im gesamten Kulturraum zu erleben war. Allein 10 200 Besucher sahen eine der 22 Vorstellungen in einem der beiden Stammhäuser. Das macht im Vergleich zum Vorjahr sogar noch ein leichtes Plus.

Absolut positiv verlief auch die Sommertheatersaison:

In ihrer zweiten Spielzeit verzeichnete die Freiluftspielstätte im Görlitzer Stadthallengarten ein deutliches Besucherplus um 800 auf 5 300 Zuschauer. Das breite Angebot von Produktionen aus allen vier Sparten hat sich damit ebenso etabliert wie die Spielstätte selbst. Weit vorn in der Besuchergunst lag die, eigens für das Sommertheater inszenierte Operette »Frau Luna« von Paul Lincke. Knapp 3 000 Zuschauer sahen diese Produktion des Musiktheaters.

Eine Auslastung von 97 Prozent kann das Sommertheater im atmosphärischen Zittauer Klosterhof vorweisen. 2500 Zuschauer sahen die Inszenierung der Kriminalkomödie »Der Pavillon«, die zu Beginn der Spielzeit als beliebteste Inszenierung in Zittau mit dem Gerhart-Hauptmann-Theater-Preis ausgezeichnet wurde. Aufgrund von Sanierungsarbeiten kann die beliebte Freiluftspielstätte im kommenden Sommer nicht bespielt werden. Ausweichspieltstätte ist dann der Schillergarten in direkter Nachbarschaft zum Zittauer Schauspielhaus.

Auch das Abenteuerspektaktel auf der Waldbühne konnte ein deutliches Besucherplus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen: Etwa 17 300 Zuschauer – und damit rund 4 500 mehr als in 2016 – sahen in diesem Jahr »Der König der Schmuggler – Das Geheimnis des Pascherfriedel« aus der Feder von Axel Stöcker. Damit kann das Sommertheater eine Auslastung von 85 Prozent und den Beweis vorweisen, dass sich die Strategie der zweigeteilten Sommertheatersaison als Reaktion auf den ungünstigen Zeitraum der Sommerferien in Sachsen ausgezahlt hat.

Fazit

Trotz der angespannten finanziellen und räumlichen Situation konnte das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau die Planzahlen dank attraktivem Angebot und engagierter Belegschaft im vergangenen Jahr voll erfüllen. Unangefochtene Publikumsrenner bleiben die Inszenierungen im Sommer und in der Weihnachtszeit. Auch ungeachtet dieser sprechen alle Sparten des Hauses zuverlässig das vorhandene Publikum an.
Dank der verlässlichen und konstruktiven Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern, zu denen seit diesem Jahr neben dem Landkreis und der Stadt Görlitz auch die Stadt Zittau zählt, und dem großen, öffentlichen Zuspruch sieht das Gerhart-Hauptmann-Theater einem bewegenden und inspirierenden Jahr 2018 entgegen.

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