GEPA: Für starke Frauen im Fairen Handel mit Kakao

Internationaler Frauentag am 8. März 2021 / Porträt: Angèle Wini Gnimle - Managerin des Aufbereitungslagers von GEPA-Partner gebana Togo

(lifePR) ( Wuppertal, )
Angèle Wini Gnimle (27) zeigt, wie man es mit Frauenpower, Ehrgeiz und Know-how nach oben schafft. Seit 2018 ist sie festangestellte Agrartechnikerin und Leiterin des Kakao-Aufbereitungslagers von gebana Togo. Die Kakao-Organisation ist eine der neueren Partner von Fair Trade-Pionier GEPA. Vor ihrer Tätigkeit bei der Kakao-Organisation hatte Angèle Wini Gnimle erfolgreich eine dreijährige Ausbildung beim Nationalen Landwirtschaftlichen Ausbildungsinstitut in Tovey absolviert. Bei gebana Togo kontrolliert sie als Führungskraft die Qualität der Bohnen in den unterschiedlichen Verarbeitungsstufen.

Ausbildung gegen den Willen des Vaters durchgesetzt
Angèle Wini Gnimle stieß zunächst mit ihrem Ausbildungswunsch auf Widerstand: „Mein Vater war nicht begeistert von dieser Idee“. Die Ausbildung war ihm schlicht zu teuer. Angèle Wini Gnimle stammt aus einer polygamen Familie; ihr Vater hat mit vier Frauen neun Kinder; sie ist das siebte. „Es gibt viel Eifersucht, wenn das Familienoberhaupt die Tochter der einen Frau mehr fördert als eine andere“, erzählt Angèle Wini Gnimle. Doch sie schrieb sich gegen den Willen des Vaters am Nationalen Landwirtschaftlichen Ausbildungsinstitut in Tovey ein. Dieser gab schließlich nach und ist heute sehr stolz auf seine Tochter, wie Angèle Wini Gnimle selbstbewusst bekräftigt. Sie selbst ist froh, dass sie „den Papa nicht mehr um Geld bitten muss.“ Langfristig will sie ihren eigenen landwirtschaftlichen Betrieb gründen: „Das ist mein Projekt – und ich muss es realisieren – das ist mein Leben.“
Sie rät anderen jungen Frauen auch bei möglicher Familienrolle, darauf zu achten, für sich selbst sorgen zu können. Weitere Infos über Angèle Wini Gnimle unter www.gepa.de/starke-frauen-im-kakaoanbau und im Video-Porträt.

Karriere für Frauen in Togo keine Selbstverständlichkeit
Dass eine junge Frau so schnell die Karriereleiter aufsteigt, ist in Togo alles andere als selbstverständlich. Laut einer Studie zur Geschlechtergerechtigkeit der Organisation „Equal Measures“ von 2019 sind auch in Togo viele Frauen strukturell benachteiligt, werden schlechter bezahlt oder sind in Entscheidungspositionen unterrepräsentiert. Im internationalen Ranking liegt das westafrikanische Land auf Platz 115 von 129 untersuchten Ländern und erreicht damit einen unterdurchschnittlichen „SDG Gender Index“ von 48.6. Der Index kann einen Wert zwischen 0 und 100 anzeigen und drückt aus, wie weit das UN-Entwicklungsziel Nr. 5 „Geschlechtergerechtigkeit“ umgesetzt worden ist. Näheres unter www.equalmeasures2030.org/wp-content/uploads/2019/07/EM2030_2019_Global_Report_English_WEB.pdf

Frauenförderung im Fairen Handel
Als Mitglied der World Fair Trade Organization (WFTO) verpflichtet sich die GEPA zur Einhaltung von zehn Grundsätzen des Fairen Handels, darunter Prinzip Nr. 6 „Versammlungsfreiheit, keine Diskriminierung, Geschlechtergerechtigkeit“. Seit ihrer Gründung verfolgt die GEPA mit ihrer praktischen Arbeit das Ziel, auch benachteiligten Frauen beispielsweise durch Weiterqualifizierung mehr Aufstiegschancen zu ermöglichen.

Bio-Kakao von gebana Togo in Bio-Schokoladen der GEPA
Der Bio-Kakao von gebana Togo kommt in allen Bio-Schokoladen der GEPA zum Einsatz, zuletzt beispielsweise in den Teeschokoladen „Earl Grey Blanc“ und „Matcha Blanc“ und in den drei neuen Sorten der Limited Edition „Lemon Crisp“, „Joghurt Erdbeer“ und „Mocca Sahne“.

Man findet sie  in den Weltläden, Biomärkten, im GEPA-Onlineshop für Endkunden  unter www.gepa-shop.de, im gut sortierten Lebensmittelhandel und – sofern derzeit für Verkauf geöffnet – auch etwa in Cafés.
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