Freitag, 24. November 2017


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#G20: Alternative Nobelpreisträgerin Vandana Shiva zum Polit-Talk bei der GEPA

Gegen Profitmaximierung, für Fair Trade und Bioanbau

Wuppertal, (lifePR) - Wie eine globalisierte Weltwirtschaft in Zeiten von wachsender Ungleichheit, Armut, Flucht und Klimawandel gerechter gestaltet werden kann, hat die Trägerin des Alternativen Nobelpreises Vandana Shiva bei einem Besuch des Fair Trade-Pioniers GEPA anlässlich des G20-Gipfels (7. bis 8. Juli in Hamburg) anschaulich erörtert. Zuvor war sie als Eröffnungsrednerin beim Alternativen „Gipfel für globale Solidarität“ in Hamburg aufgetreten. Bei der GEPA sprach sie sich für ein ganzheitliches Verständnis von Fairem Handel aus: „Fairness Produzenten gegenüber, Fairness der Natur gegenüber, Fairness Konsumenten gegenüber“. Das Schlagwort von G20 „Freier und fairer Handel“ ist für sie nur Rhetorik. Vandana Shiva: „G20 hat keine Bedeutung. Die Teilnehmer des Gipfels sind ‚Sherpas‘ der acht reichsten Männer, die den Großteil der  Weltwirtschaft dominieren. Damit soll Entwicklung vorgegaukelt werden.“ 

Sie forderte mehr Aufklärung über die Ursachen von ungerechten Weltwirtschaftsstrukturen als Erbe des Kolonialismus. Als Beispiel führte sie Subventionen für die industrielle Landwirtschaft an. Fairer Handel und Bio-Anbau sind für sie die Alternative zu Deregulierung und Monopolisierung, die heute im Namen der Wirtschaftsstärksten ein Prozent der Weltbevölkerung praktiziert würden. Fairer Handel und Bio-Anbau sind auch die Antwort auf die globalen Krisen unserer Zeit wie z. B. den Klimawandel. GEPA-Geschäftsführer Peter Schaumberger nannte den Klimawandel als eine der größten Herausforderungen der GEPA-Handelspartner und Kleinbauern allgemein: „Kleinbauern kämpfen ums Überleben. Daher wollen wir unsere Handelspartner bei ihrem Kampf um Klimagerechtigkeit auch durch politische Lobbyarbeit unterstützen.“ Der G20-Polit-Talk ist Teil der Veranstaltungsreihe im Rahmen der GEPA-Aktivitäten zu Klimagerechtigkeit und Agenda 2030.

Beispiel: Navdanya

Vandana Shiva möchte in ihrem Kampf für Artenvielfalt und gegen Saatgutpatentierung von Großkonzernen ein Störfaktor sein wie die G20-Gegner mit ihren vielfältigen und phantasievollen Aktionen. Als Beispiel nannte sie die Stiftung Navdanya (Hindi „Neun Samen“), von der die GEPA seit 1999 ihren „Bio Basmati Reis“ bezieht. Vandana Shiva hob hervor, wie die GEPA als erster internationaler Partner Navdanya beim Kampf gegen Biopiraterie unterstützte. Die US-Firma RiceTec hatte 1997 Basmati-Reis patentiert. Durch Fairen Handel mit der GEPA konnten die indischen Produzenten ihren echten Basmatireis direkt vermarkten. Navdanya konnte schließlich durchsetzen, dass das Patent aufgehoben wurde. 

Vandana Shiva: „Allgemein könnte durch Bio-Anbau der Humusgehalt erhöht, CO2 gebunden und der Ernteertrag in Indien verdoppelt werden – Klimaschutz, Klimaanpassung und Ernährungssouveränität in einem.“

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 40 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 als „Deutschlands nachhaltigste Marke“; gleichzeitig wurde sie dabei unter die Top 3 der nachhaltigsten Kleinunternehmen (bis 499 Mitarbeiter) gewählt. Außerdem hat sich die GEPA nach dem neuen Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de 

Mitgliedschaften:


World Fair Trade Organization (WFTO)
European Fair Trade Association (EFTA)
Forum Fairer Handel (FFH)

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