Mittwoch, 20. Juni 2018


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GdW engagiert sich für die Wohnungswirtschaft beim "Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen" des Bundesbauministeriums

Berlin, (lifePR) - "Bezahlbares Wohnen zu sichern ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur geschultert werden kann, wenn alle Akteure am Markt und die Politik zusammenarbeiten", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des größten Branchendachverbandes GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen anlässlich des heutigen Auftaktgesprächs für das 'Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen', zu dem Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks ins Bundesbauministerium (BMUB) geladen hat. "Unsere Unternehmen sind Taktgeber für die Bau- und Wohnungspolitik in Deutschland. Sie investieren in den Bau und die Sanierung von Wohnungen und tragen damit auch das alleinige Risiko für diese Investitionen. Sie sind daher auf stabile Bedingungen angewiesen", so Gedaschko.

Der GdW unterzeichnete beim heutigen Treffen gemeinsam mit weiteren Verbänden eine Absichtserklärung für das Bündnis. "Die aktuelle Situation auf den Wohnungsmärkten zeigt, dass es kein "Weiter so" geben kann. Wir brauchen eine stärkere Vernetzung aller für das Wohnen in Deutschland zuständigen Ebenen der Politik - dazu gehören auch das Justiz- und das Finanzressort", so der GdW-Chef. Dem Bund komme hier eine Vorbildfunktion für Länder und Kommunen zu, betonte Gedaschko. "Der GdW ist gern bereit, sich auf Augenhöhe und als starker Partner mit Sachverstand und allen seinen Möglichkeiten einzubringen", so Gedaschko.

Wohnstrategie - 10 Vorschläge für bezahlbaren Wohnraum und einen stabilen Wohnungsmarkt in Deutschland

Der Wohnungsmarkt in Deutschland kann nur stabil gehalten werden, indem man auf der einen Seite die Bedingungen für Investoren so verbessert, dass diese zu bezahlbaren Mieten neuen Wohnraum schaffen können. Auf der anderen Seite darf man aber die Regionen, in denen Wohnungsleerstand ein großes Problem ist, nicht aus den Augen verlieren. Zu einer Wohnstrategie gehört aus Sicht der Wohnungswirtschaft:

1. Kommunen sollten städtische Grundstücke grundsätzlich nach Konzeptqualität und nicht im Höchstbieterverfahren vergeben.

2. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen in einem angemessenen Zeitraum abgeschlossen werden.

3. Die Mittel der sozialen Wohnraumförderung in Höhe von 518 Mio. Euro jährlich (Bundesmittel) müssen zweckgebunden sein.

4. Energetische Anforderungen dürfen nicht durch einzelne Landesgesetze noch weiter verschärft werden.

5. Mietendeckel verschieben das Problem steigender Mieten in die Zukunft und hemmen den Neubau. Die Folge: Das Problem wird noch verschärft. Wenn die Mietpreisbremse für die Wiedervermietung kommt, muss sie daher zeitlich befristet sein und an einen Maßnahmenplan für Wohnungsneubau gekoppelt werden. Darüber hinaus muss die Mietpreisbremse geographisch abgegrenzt sein und darf nur in Gebieten mit einer echten Mangellage gelten.

6. Der drastische Anstieg der Nebenkosten - Energie, Wasserversorgung, Müllbeseitigung und Grundsteuer - muss begrenzt werden.

7. "Neubauklima" in der Bevölkerung fördern - alle möchten mehr Wohnraum in Ballungsregionen - aber möglichst nicht in der eigenen Nachbarschaft oder auf dem Grundstück gegenüber. Wir brauchen eine klare politische Schwerpunktsetzung für mehr Neubau, eine Neubaukampagne und Unterstützung für eine sachgerechte öffentliche Debatte zur Wohnungspolitik. Es gehört zur Führungsverantwortung eines jeden Bürgermeisters, sich für eine funktionierende Wohnungspolitik und den Wohnungsneubau in Boom-Regionen einzusetzen.

8. Der altersgerechte Umbau muss angemessen gefördert werden. Der Bund muss das KfW-Programm für altersgerechtes Bauen jährlich weiter steigern und mittelfristig mit jährlich 100 Mio. Euro ausstatten. Zudem sind gemeinsam mit den Bundesländern die Erstellung und Weiterentwicklung kommunaler Demografiekonzepte zu forcieren.

9. Schub für die energetische Gebäudesanierung: Eine steuerliche Förderung und die Aufstockung der KfW-Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren auf insgesamt 3 Mrd. Euro jährlich durch den Bund sind notwendig.

10. Eine Baukostensenkungskommission sollte - wie jetzt geplant - ein zentraler Bestandteil des Bündnisses für Wohnen und Bauen sein.

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.


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