Montag, 27. Februar 2017


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Marathon mit Down-Syndrom

Erlanger Mediziner betreuen Sportler bei Berliner Mauerlauf

(lifePR) (Erlangen, ) Der kommende Sonntag (21.3.2010) ist für Menschen mit Down-Syndrom, ihre Familien und Freunde ein ganz besonderer Tag: Dann treten erstmals 27 Läufer mit Down-Syndrom, die bundesweit im Fürther "Lauftreff 21" organisiert sind, zum Ultramarathon entlang der ehemaligen Berliner Mauer an. Prof. Dr. Holm Schneider aus der Kinder- und Jugendklinik und die Erlanger Medizinstudentin Simone Lifka übernehmen die medizinische Betreuung der Down-Syndrom-Sportler während des 156 km langen Staffellaufs, der von renommierten englischen, amerikanischen und deutschen Ultraläufern begleitet wird. Bei einem Pressetermin am Donnerstag, dem 18. März 2010 um 13.00 Uhr, werden die fränkischen Läufer und das Medizinerteam vor der Kinder- und Jugendklinik (Loschgestraße 15, Seminarraum des Sozialpädiatrisches Zentrum, Erlangen) verabschiedet.

Ziel der Veranstaltung am 5. Welt-Down-Syndrom-Tag - im 21. Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer - ist es, die Mauer an Vorurteilen gegenüber Menschen mit Down-Syndrom zum Einsturz zu bringen. Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist eine genetische Besonderheit, die noch vor einigen Jahrzehnten zur Abschiebung in "Irrenanstalten" führte, obwohl die Betroffenen sich durch Arglosigkeit, hohes Einfühlungsvermögen und ansteckende Lebensfreude auszeichnen. "Engagierten Elterngruppen, Medizinern und Einrichtungen der 'Lebenshilfe' ist es zu danken, dass Kinder mit Down-Syndrom inzwischen zunehmend selbstverständlich in den gesellschaftlichen Alltag integriert werden", sagte Prof. Schneider. Dass Menschen mit Down-Syndrom Ausdauerleistungen vollbringen können, vermochte sich die Fachwelt bis vor zwei Jahren kaum vorzustellen, da ihre Muskeln als nur schwach entwickelt, das Bindegewebe als zu locker und die Körperproportionen alles andere als ideal galten - bis Simon Beresford aus England 2007 als erster Sportler mit Down-Syndrom einen Marathon lief. Dies war der Anstoß zur Gründung des Lauftreffs 21 mit Stammsitz in Fürth, in dem mittlerweile 30 Läufer mit Down-Syndrom aus ganz Deutschland regelmäßig trainieren - begeistert und voller Vorfreude auf Berlin. Ihr Motto: "Ich kann laufen so wie Du, und ich laufe auf dich zu".

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