Sonntag, 17. Dezember 2017


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Dominica nach Hurrikan Maria

Rede vor UN - Folgen des Klimawandels / Update zur Situation

Stuttgart, (lifePR) - Der am 18.09.2017 mit Stärke 5 von Südosten nach Nordwesten der Naturinsel durchgezogene Hurrikan hat schwere Verwüstungen hinterlassen: Fast alle Häuser haben Schäden erlitten, eine Vielzahl ist ganz zerstört. Bei vielen Gebäuden wurden die Dächer weggerissen.

Viele der ca. 72.000 Bewohner der Insel mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Das gesamte Strom- und Telefonnetz war für mehrere Tage gänzlich lahmgelegt und Straßen waren nicht passierbar.

Aufgrund der Regen- bzw. Hurrikan-Saison waren die meisten Hotels gerade geschlossen und wenige Besucher auf der Insel. Touristen kamen nicht zu Schaden.

Der Premier Minister Dominicas, Roosevelt Skerrit, hat am 23.09. eine Rede vor der UN Vollversammlung mit Bitte um Hilfe gehalten. Dabei machte er den Klimawandel für das verstärkte und erhöhte Aufkommen von Hurrikanes verantwortlich und rief zum Handeln auf. Früher habe man sich auf einen starken Hurrikan im Jahr vorbereiten müssen. Heute entstünden zahlreiche Stürme maximaler Stärke über dem Atlantik. Im letzten Jahrhundert habe keine Generation mehr als einen Hurrikan der Stärke 5 in ihrem Leben erlebt. In unserem Jahrhundert habe man nun bereits zwei innerhalb von zwei Wochen erlebt. Kleine Inselstaaten, die nicht zum Klimawandel beitrügen ,müssten die Folgen schultern, so Skerrit.

Die Original-Rede finden Sie unter folgendem Link https://gadebate.un.org/sites/default/files/gastatements/72/dm_en.pdf und als Datei anbei.

Innerhalb weniger Tage hat Dominica Soforthilfe zum Wiederaufbau in Form von Soldaten, Hubschraubern, Booten von England, Frankreich, Holland, Kanada und den USA erhalten. Koordiniert werden die Hilfeleistungen aus den verschiedenen Ländern und von Organisationen über die CDEMA (Caribbean Disaster Emergency Management Agency)  http://www.cdema.org/cdema_sitrep_6_hurricane_maria.pdf.

Finanzielle Unterstützung wurde von der Weltbank und der UN angekündigt, voraussichtlich auch von der EU. Außerdem von befreundeten Staaten wie Venezuela, Marokko und China.

Das Fremdenverkehrsbüro von Dominica hat einen Spendenaufruf über das Deutsche Rote Kreuz initiiert:

http://www.drk.de/dominica-tourist-office

Trotz der enormen Anstrengungen und persönlichen Einbußen, von denen so gut wie alle Bewohner betroffen sind, ist man auf Dominica dabei, mit Hilfe der bis jetzt zur Verfügung gestellten Unterstützung die Infrastruktur schnellstmöglich wieder aufzubauen. Bereits nach dem Durchzug des Tropensturms Erika in 2015 hat sich Dominica als starke und vereinte Nation bewiesen, die sich nicht unterkriegen lässt.

Da der Tourismus und die Landwirtschaft, die ebenfalls enorm gelitten hat, Dominicas einzige Einnahmequellen sind, ist Unterstützung beim Wiederaufbau und Verstärkung in jeder Form – ganz besonders finanzielle Unterstützung – jetzt dringend nötig.

Nur zehn Tage nach dem Hurrikan sind beide Flughäfen wieder in Betrieb. Die Telefon- und Stromnetze sind inzwischen zu einem großen Teil wiederhergestellt. Banken haben geöffnet. Entlegenere Ortschaften wurden mit Helikoptern oder per Boot mit Hilfsgütern sowie Nahrung und Wasser versorgt. Der Status der Wasserversorgung wird weiterhin auf der ganzen Insel überprüft.

Auch wenn die gesamte Vegetation der Insel sehr gelitten hat, gibt es lt. Informationen des Fremdenverkehrsbüros vor Ort trotz allem Spots, die nicht betroffen sind.

Eine umfassende Bestandsaufnahme der Hotels und erlittener Schäden wird voraussichtlich nicht vor Ende Oktober vorliegen. Einige Hotels wurden stark beschädigt. Dazu gehören u. a. das luxuriöse Eco Resort Secret Bay, das erst 2016 eröffnete Aywasi Kalinago Retreat, das Anchorage Hotel und die gleich danebengelegene Castle Comfort Lodge. Auch das legendäre Fort Young Hotel hat schwere Schäden davon getragen. Rosalie Bay hat die Wieder-Eröffnung für 2018 angekündigt. Weitere Informationen folgen.

Weitere aktuelle Informationen und Pressekonferenzen des Premierministers zur Situation („Address to the Nation“) unter http://www.opm.gov.dm/.

Die Naturinsel wurde aufgrund ihres nachhaltigen Tourismus sowie ihres Umwelt- und Artenschutzes in 2017 zum dritten Mal in Folge von der gemeinnützigen Organisation „Ethical Traveler“ zu einer der 10 ethischen Destinationen weltweit gewählt.
Die zwischen den französischen Nachbarinseln Guadeloupe und Martinique gelegene Insel Dominica betreibt nachhaltigen Tourismus von Anfang an und ist allein vom Tourismus abhängig.

In diesem Jahr hatte sich Dominica gerade wieder von dem in 2015 durchgezogenen Tropensturm Erika erholt und sich auf die bevorstehende Saison 2017/2018 vorbereitet.

Die Entwicklung zeigte ein Rekord-Hoch an Besuchern in der ersten Jahreshälfte 2017 mit einem leichten Plus zu 2014 – ein Zeichen dafür, dass Dominica die Folgen des Tropensturms Erika im August 2015 überwunden hatte.
In den ersten Monaten von 2016 gab es keinen Zuwachs zu 2015 und die Zahlen spiegelten die Situation der Insel wieder: Dominica benötigte einige Zeit, um sich von den Folgen des Tropensturms zu erholen. Ein deutlicher Anstieg in 2017 zeigt jedoch nicht nur eine Steigerung der Besucherzahlen zu 2016, sondern einen erfreulichen Zuwachs auch gegenüber starker Vorjahre.

Das Fremdenverkehrsbüro von Dominica steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung und wird über die Situation auf Dominica berichten – auch über die Facebookseite https://www.facebook.com/Dominica-Fremdenverkehrsbuero.
Homepage von Dominica: www.discoverdominica.com

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