Mittwoch, 13. Dezember 2017


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FrauenOrte im Land Brandenburg

Enthüllung der sechsundzwanzigsten Tafel in Caputh

Potsdam, (lifePR) - " ...von den Spuren der Frauen wird in der Geschichtsschreibung soviel bleiben, wie von den Spuren eines Schiffes im Meer... " (Anna Maria Schürmann, 17. Jahrhundert)

Am Montag, 22. Oktober 2012, wird um 11.00 Uhr die sechsundzwanzigste Tafel des Projekts "FrauenOrte im Land Brandenburg" in Caputh enthüllt, die das Wirken von Clara von Simson würdigt.

Clara von Simson (1897-1983) studierte Physik und Chemie und promovierte zum Thema "Röntgenuntersuchungen an Amalgamen". Während des Nationalsozialismus wurde ihr die Arbeit an der Universität untersagt. 1947 erhielt sie eine Anstellung als Oberingenieur an der Technischen Universität Berlin und habilitierte sich dort 1951 als erste Frau in Physik. Sie war Direktorin des Lette-Vereins in Berlin, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, Vorsitzende des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung und engagierte sich in der Frauen- und Friedensbewegung. An ihre frühzeitige Förderung von Mädchen in natur- und technikwissenschaftlichen Berufen erinnert heute der jährliche Clara-von-Simson-Preis der TU Berlin.

Ziel des Projekts "FrauenOrte im Land Brandenburg" ist es, bekannte, aber auch unbekannte Frauen zu würdigen. Gemeinsam mit Menschen vor Ort, die dieses Ziel unterstützen, wird durch das Aufstellen der Tafeln an das Leben und Wirken solcher Frauen erinnert, die ihrer Zeit voraus waren, die emanzipatorisch auf politischem, wissenschaftlichem, sozialem oder kulturellem Gebiet gewirkt haben und deren Erbe nicht in Vergessenheit geraten soll. Mit Hilfe der FrauenOrte wird Bekanntes, zum Teil Vergessenes und ebenso Alltägliches lebendig. Sie tragen zur Erweiterung der Geschichte(n) des Landes Brandenburg bei.

Termin: 22. Oktober 2012, 11.00 Uhr
Ort: 14548 Schwielowsee OT Caputh, Schwielowseestraße 72

Frauenpolitischer Rat Land Brandenburg e.V.

FrauenOrte im Land Brandenburg steht unter der Schirmherrschaft der Intendantin des Rundfunk Berlin- Brandenburg (rbb) Dagmar Reim und wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg.

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