Samstag, 21. Juli 2018


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FrauenOrte im Land Brandenburg

Enthüllung der zweiundzwanzigsten Tafel in Potsdam

Potsdam, (lifePR) - "... von den Spuren der Frauen wird in der Geschichtsschreibung soviel bleiben, wie von den Spuren eines Schiffes im Meer ..." (Anna Maria Schürmann, 17. Jahrhundert)

Am 20. Juni 2012 wird um 14.00 Uhr die zweiundzwanzigste Tafel des Projekts "FrauenOrte im Land Brandenburg" vor dem Justizzentrum in Potsdam enthüllt. Sie würdigt Anne Marie Baral an ihrem 207. Todestag als Vertreterin der Seidenproduzentinnen im 18. Jahrhundert.

Anne Marie Baral wurde 1728 als Tochter französischer Glaubensflüchtlinge geboren. 1746 zog sie nach Potsdam. Sie kultivierte und haspelte Seide, bildete Lehrlinge aus und erhielt 1789 einen Posten auf dem Jägerhof. Der Seidenbau in Brandenburg war mühsam und wurde durch ungünstige klimatische Voraussetzungen erschwert. Das unter Friedrich II. ausgegebene Ziel, Brandenburg von ausländischen Seidenimporten unabhängig zu machen, konnte nur zu einem Bruchteil erfüllt werden. 1793 gab Anne Marie Baral den Seidenbau aus Altersgründen auf und lebte bis zu ihrem Tod am 20. Juni 1805 auf dem Jägerhof.

Ziel des Projekts "FrauenOrte im Land Brandenburg" ist es, bekannte, aber auch unbekannte Frauen zu würdigen. Gemeinsam mit Menschen vor Ort, die dieses Ziel unterstützen, wird durch das Aufstellen der Tafeln an das Leben und Wirken solcher Frauen erinnert, die ihrer Zeit voraus waren, die emanzipatorisch auf politischem, wissenschaftlichem, sozialem oder kulturellem Gebiet gewirkt haben und deren Erbe nicht in Vergessenheit geraten soll. Mit Hilfe der FrauenOrte wird Bekanntes, zum Teil Vergessenes und ebenso Alltägliches lebendig. Sie tragen zur Erweiterung der Geschichte(n) des Landes Brandenburg bei.

Termin: 20. Juni 2012, 14.00 Uhr
Ort: Justizzentrum, Jägerallee 10-12, 14469 Potsdam

Frauenpolitischer Rat Land Brandenburg e.V.

FrauenOrte im Land Brandenburg steht unter der Schirmherrschaft der Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) Dagmar Reim und wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg.



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