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Laubholzgespräch

(lifePR) ( Stuttgart, )
Am 01.10.2019 hat in der Geschäftsstelle der Forstkammer ein Gespräch zur Situation und aktuellen Entwicklungen auf dem Laubholzmarkt stattgefunden. An dem von den Sägerverbänden DeSH und VSH gemeinsam mit der Forstkammer organisierten Gespräch haben Vertreter verschiedener heimischer Laubholzsägewerke und Vertreter privater und körperschaftlicher Forstbetriebe und forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse teilgenommen.

Die Lage auf den internationalen Märkten für Laubschnittholz wird nach Einschätzung der Sägervertreter unter anderem durch den Handelsstreit zwischen den USA und China belastet. Preise und Absatzmengen vor allem Richtung Fernost stünden dadurch unter Druck. Die Lage auf den europäischen Märkten wird als insgesamt stabiler beurteilt. In Deutschland seien insbesondere im Verpackungsbereich die Absatzmöglichkeiten durch den hohen Anfall von kalamitätsbedingten Nadelhölzern eingeschränkt.

Die Auswirkungen der Dürre in den Jahren 2018/2019 betreffen den Laubholzmarkt ebenfalls. Große Teile der Kapazitäten in den Forstbetrieben sind bei der Aufarbeitung der Borkenkäferschäden im Nadelholz gebunden. Das Holz der trockenheitsgeschädigten Buchen ist - sofern es überhaupt auf den Markt kommt - nur begrenzt verwendbar. Es werde daher eine Herausforderung, in der kommenden Saison die Nachfrage nach frischer Buche zu bedienen. Während bei der Esche trotz fortschreitendem Eschentriebsterben von einem stabilen Marktverlauf ausgegangen wird, machen bei der Eiche den Sägern Schäden durch Eichenkernkäfer und Schiffswerftkäfer Sorgen, da diese häufig erst im Fertigprodukt erkennbar sind und zu Reklamationen der Kunden führen.

Insgesamt sei beim Laubstammholz von einer Mengennachfrage auf Vorjahresniveau auszugehen. Angesichts der unklaren weiteren Marktentwicklungen waren sich Säger und Forstvertreter einig, dass in der beginnenden Einschlagssaison eher kurzfristige Vereinbarungen abgeschlossen werden und neue Gespräche zum Jahreswechsel sinnvoll sind. Den Forstbetrieben wird geraten, den Laubholzeinschlag früh zu beginnen.

Weitere Gesprächsthemen waren unter anderem die Entwicklungen auf den Laubholzsubmissionen. Angesichts der steigenden Submissionsholzmengen betonten die Säger den Wunsch, normales Sägeholz in ausreichenden Mengen weiterhin im Freihandverkauf erwerben zu können.
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