Mittwoch, 25. April 2018


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Airport Nürnberg zieht Bilanz

Talsohle 2013 durchschritten / Stabile Passagierzahlen und mehr Ziele in 2014

Nürnberg, (lifePR) - 3,315 Millionen Passagiere wurden im Jahr 2013 am Airport Nürnberg gezählt. Dies entspricht einem Rückgang von 8,0 Prozent. Vor allem die Einstellung des airberlin-Drehkreuzes und damit die Ausdünnung des touristischen Angebots wirkten sich negativ aus. Die Anzahl der Passagiere, die in Nürnberg aus- oder einstiegen (Lokalpassagiere), blieb jedoch stabil und der Linienverkehr konnte mit 2,6 Prozent Wachstum auf 2,1 Millionen Fluggäste sogar leicht zulegen. "Dies belegt die anziehende Nachfrage aus dem Kernmarkt der Metropolregion Nürnberg", so Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe. Der Airport Nürnberg gehört weiterhin zu den Top 10 der deutschen Verkehrsflughäfen.

Verkehrsentwicklung

Der Konsolidierungskurs der beiden größten deutschen Airlines Lufthansa und airberlin prägte im Jahr 2013 maßgeblich die Entwicklung des deutschen Luftverkehrs und im besonderen Maße des Airport Nürnberg: Die Zahl der Fluggäste ging im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent auf 3,315 Millionen Passagiere zurück. Auch die Zahl der Flugbewegungen war rückläufig: Von Januar bis Dezember 2013 wurden am Airport Nürnberg 62.644 Flugbewegungen notiert. Das entspricht einem Minus von 2,7 Prozent.

airberlin als größter Kunde des Airports hat sein Flugangebot stark reduziert. Der Winter 2013/2014 war der erste seit 18 Jahren, in dem kein Winterdrehkreuz am Airport Nürnberg durchgeführt wurde. Eine veränderte Fokussierung im Geschäftsmodell der airberlin war dafür ausschlaggebend. Der Linienverkehr erlebte hingegen einen Zuwachs von 2,6 Prozent. Erfreulicherweise blieb die Anzahl der Passagiere, die in Nürnberg ein- oder ausstiegen (Lokalpassagiere), trotz des Wegfalls des airberlin-Hubs stabil.

Linien- und Touristikverkehr

Im Linienverkehr wurden 2013 insgesamt 2,152 Millionen Fluggäste befördert (plus 2,6 Prozent). Die großen Airlines, airberlin und Lufthansa, meldeten einen Passagierrückgang. Germanwings übernahm Strecken der Konzernmutter Lufthansa und passte das Bedienungsbild entsprechend ihres Geschäftsmodells an. Der Rückgang des Linienverkehrs bei airberlin ist auf den Wegfall der Drehkreuz-Zubringerflüge und eine Umstellung auf kleinere Flugzeugtypen zurückzuführen. Air France, KLM, Turkish Airlines, Pegasus und Vueling verzeichneten hingegen einen Passagierzuwachs und erhöhten teilweise die Frequenzen, wobei die spanische Vueling das Ziel Barcelona erstmals auch im Winter ansteuerte. Der Incoming-Anteil im Low Cost-Segment beträgt inzwischen - größtenteils durch das Ryanair-Angebot - über 30 Prozent. Dies führt zu entsprechend positiven Effekten in der Tourismusbranche der gesamten Metropolregion. Die Low Cost-Airline startete 2013 erstmals ab Nürnberg: im Sommer mit sechs, im Winter mit vier Zielen.

Der Touristikverkehr ging im Jahr 2013 um 22,9 Prozent zurück. Hauptgrund ist auch hierfür die Konsolidierung der airberlin. TUIfly hat die touristischen Kapazitäten deutlich erhöht und ein erweitertes Kanaren-Angebot etabliert; erstmals wurde im Winter ein Flugzeug in Nürnberg stationiert. Insgesamt wurden 2013 im Touristikverkehr 1,132 Millionen Fluggäste gezählt.

Luftfracht / Cargo

Der Luftfrachtverkehr (geflogene Fracht zzgl. Trucking) legte um 1,7 Prozent auf 90.973 Tonnen zu. Die geflogene Fracht blieb mit 9.909 Tonnen nahezu auf Vorjahresniveau (-0,3 Prozent). Demgegenüber nahm die getruckte Fracht um 2,0 Prozent auf 81.064 Tonnen zu.

Wirtschaftliche Entwicklung und Personal

Mit den Verkehrsleistungen sanken auch die Umsatzzahlen des Konzerns: Insgesamt wurden Umsatzerlöse von 86,7 Millionen Euro erzielt. Dies sind 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf den Aviation-Bereich fallen mit 53,0 Millionen Euro rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Non Aviation-Bereich des Airports erwirtschaftete 2013 33,7 Millionen Euro. Im Jahresergebnis schreibt der Konzern ein Minus von 3,9 Millionen Euro. Aufgrund von Einsparungsmaßnahmen und trotz einmaliger Sondereffekte auf der Kostenseite ist das Ergebnis um rund 1,2 Millionen Euro besser als geplant. Das handelsrechtliche Jahresergebnis bleibt jedoch weiterhin stark geprägt durch Abschreibungen und Zinsen aus den Investitionen der zurückliegenden Jahre. Die Reduzierung der Verschuldung durch Tilgung erfolgte planmäßig.

Das Betriebsergebnis ist hingegen weiterhin deutlich positiv. Die dafür maßgebliche Kennzahl EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen) liegt mit 17,8 Millionen Euro genau im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Die Zahl der Beschäftigten ging im Jahr 2013 leicht zurück. Der FNG-Konzern hatte im Jahresdurchschnitt 882 Mitarbeiter (Vorjahr: 892). Am Standort Flughafen arbeiten rund 3.300 Beschäftigte. Jeder Arbeitsplatz am Flughafen generiert rund 2,5 weitere im Umfeld. Somit trägt der Airport Nürnberg erheblich zur Wertschöpfung in der Metropolregion Nürnberg bei.

Investitionen

Die Investitionen beschränkten sich 2013 zum Großteil auf den Erhalt der Flughafeninfrastruktur. Größter Posten blieb die Generalsanierung der 2.700 Meter langen und 45 Meter breiten Start- und Landebahn: Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro, verteilt über fünf Jahre bis 2015. Eine weitere Maßnahme im Jahr 2013 war die Erneuerung des Duty Free & Travel Value Shops: Das Geschäft wurde in Partnerschaft mit der Firma Gebr. Heinemann komplett neu gestaltet und auf 560 Quadratmeter erweitert.

Ausblick 2014

Im laufenden Geschäftsjahr 2014 steht die Schaffung der Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Wachstum sowie für eine kundenorientierte Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebots im Fokus. Viele Maßnahmen und Projekte sind durch das 2013 vorgestellte Entwicklungskonzept zusammengetragen worden. Über 20 konkrete Einzelmaßnahmen wurden bereits realisiert bzw. befinden sich in der Umsetzung. "Wir setzen auf dem Entwicklungskonzept auf und generieren weitere Ideen, um mehr Fluggäste, aber auch Besucher zum Flughafen zu bringen", so Geschäftsführer Dr. Hupe. "Ein wesentliches Anliegen ist, dass die Menschen aus der Region den Airport als ,unseren Flughafen' verstehen."

An erster Stelle steht die Akquisition neuer Strecken und Airlines wie die Wizz Air mit Verbindungen nach Osteuropa und AIS Airlines im innerdeutschen Verkehr. Im Linienverkehr werden zudem weitere europäische Destinationen mit ausreichend Potenzial gesehen.

Das erweiterte Engagement der Reiseveranstalter und touristischen Carrier im Sommerflugplan zeigt sich in einem Passagierwachstum ab Juni. airberlin, TUIfly und SunExpress haben ihr Angebot ausgebaut. Weitere touristische Airlines von Atlasjet bis Tunisair runden die vielfältige Auswahl ab.

Auch in den Wintermonaten wollen die Airlines ein breites Angebot ab Nürnberg fliegen: airberlin bleibt stärkster Carrier, bereichert den Winter 2014/2015 mit vier neuen Zielen und verstärkt bestehende Strecken. Ab November werden jeweils dienstags fünf zusätzliche Flüge nach Marsa Alam, Hurghada, Agadir, Funchal sowie nach Santa Cruz de La Palma geflogen. Darüber hinaus bietet airberlin im Winterflugplan weitere Urlaubsziele wie Djerba, Hurghada, Enfidha, Antalya, Fuerteventura, Teneriffa-Süd, Las Palmas oder Arrecife an.

Auch im Non Aviation-Bereich tut sich viel: Noch in diesem Sommer beginnen die Arbeiten an einer neuen, zentralen Sicherheitskontrolle zwischen den Abflughallen 1 und 2. Die Verlegung der Sicherheitskontrolle verkürzt nicht nur die Wege für die Fluggäste, sondern sorgt für eine Belebung der Shopping- und Gastronomieangebote. Neu ist der Nürnberg Store im Wartebereich mit Produkten "made in Franken". Verstärkt werden Groß-Events wie das Public Viewing zur Fußball WM am Airport realisiert. Für weitere Immobilienvorhaben auf flughafeneigenen Flächen laufen Voruntersuchungen und Marktsondierungen.

Der Airport steht in ständigem Austausch mit wichtigen Partnern aus der Metropolregion und touristischen Organisationen zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung von Angeboten im In- und Ausland.

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