Sonntag, 25. Februar 2018


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Monat für Monat mehr netto in der Tasche

Finanzministerin Heinold empfiehlt: Jetzt Lohnsteuer-Freibeträge für das Jahr 2014 beantragen

Kiel, (lifePR) - Jetzt besteht die Möglichkeit, beim Finanzamt Freibeträge für den Lohnsteuerabzug 2014 zu beantragen. "Auch in diesem Jahr sollten alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer prüfen, ob sie durch die Berücksichtigung eines Freibetrags ihre monatliche Steuerbelastung mindern können", sagte Finanzministerin Heinold. Dabei wies sie auf die Vorteile des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens hin. Dadurch, dass der Arbeitgeber den vom Finanzamt bestätigten Freibetrag bereits beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt, erhöht sich das monatliche Nettoeinkommen. "Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können so früher über ihr Geld verfügen und müssen nicht mehr bis zum nächsten Jahr warten, um Erstattungsansprüche mit der Steuererklärung geltend zu machen", erklärte Heinold weiter.

Die Freibeträge sowie alle für die Berechnung der Lohnsteuer wichtigen Daten (wie zum Beispiel Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Religion) werden nicht mehr wie früher auf der Papier-Lohnsteuerkarte abgedruckt, sondern nun als elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) gespeichert und den Arbeitgebern elektronisch zum Abruf bereitgestellt.

Ein Freibetrag kann gewährt werden, wenn die abziehbaren Aufwendungen (Werbungskosten wie zum Beispiel die Pendlerpauschale, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen) insgesamt 600 Euro im Jahr übersteigen. Bei der Berechnung dieser Antragsgrenze zählen Werbungskosten allerdings nur mit, soweit sie den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von jährlich 1.000 Euro übersteigen.

In diesem Zusammenhang wies Heinold auf die ab 2014 geltenden Änderungen im Reisekostenrecht hin. Künftig könnten für eintägige Dienstreisen mit einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden Mehraufwendungen für Verpflegung in doppelter Höhe von nun 12 Euro statt bisher 6 Euro als Werbungskosten abgesetzt werden. "Dieser neue Pauschbetrag gilt auch bei mehrtägigen Dienstreisen für den An- und Abreisetag; für Zwischentage können dann 24 Euro berücksichtigt werden. Für dienstreisende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet das erfreuliche Verbesserungen und Vereinfachungen", so Heinold. Wie bisher ist ein Werbungskostenabzug für Reisekosten allerdings nicht möglich, wenn die Aufwendungen vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden.

Im Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren können aber auch Verluste aus anderen Einkunftsarten berücksichtigt sowie die Zahl der Kinderfreibeträge oder die Steuerklassen geändert werden, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Finanzministerin Heinold erläuterte, dass die bei Ehegatten geltenden Steuerklassenkombinationen aufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Mai dieses Jahres nun auch eingetragenen Lebenspartnern zuständen. "Damit die für Ehegatten möglichen Steuerklassen und Steuerklassenkombinationen beim Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber berücksichtigt werden können, empfehle ich den Partnern einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, sofern noch nicht geschehen einen entsprechenden Antrag beim Finanzamt zu stellen."

Wer Freibeträge oder andere Ermäßigungsgründe berücksichtigen lassen möchte, kann ab sofort beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt einen entsprechenden Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung stellen. "Den Weg zum Finanzamt können sich die Bürgerinnen und Bürger ersparen", teilte Heinold mit. Die Anträge können auf dem Postwege gestellt werden. Die dafür erforderlichen Formulare sind im Internet auf dem Formularserver unter www.formulare-bfinv.de erhältlich.

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