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Pressemitteilung BoxID: 299636 (Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein)
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Flexibilisierung der Beamtenversorgung

Vertretung an Schulen wird erleichtert

(lifePR) (Kiel, ) Der Landtag hat heute eine Flexibilisierung der Hinzuverdienstmöglichkeiten für pensionierte Beamtinnen und Beamte beschlossen. Dadurch soll es Schulen erleichtert werden, pensionierte Lehrerinnen und Lehrer für eine Vertretung zu gewinnen. Pensionäre können nur bis zu bestimmten Höchstgrenzen hinzuverdienen. Verdienen sie mehr, werden die Versorgungsbezüge entsprechend gekürzt. Das wird monatlich berechnet. Die Folge: wenn der Verdienst in einem einzigen Monat im Jahr die Grenze überschreitet, muss ein Pensionär eine Kürzung der Bezüge hinnehmen, auch wenn er in den anderen elf Monaten nur wenig oder gar nichts hinzuverdient. Um die Bereitschaft pensionierter Lehrerinnen und Lehrer zu erhöhen, kurzfristige, meist krankheitsbedingte Vertretungen von vier bis sechs Wochen zu übernehmen, wird das nun geändert. Künftig kann der Hinzuverdienst auf das Jahr berechnet werden.

Bisher standen nicht ausreichend Mittel zur Verfügung, um bei Ausfällen schon frühzeitig Vertretungslehrer einzusetzen. Die Eckwerte für den Landeshaushalt 2013/2014 sehen vor, die Mittel für den Vertretungsfonds und für Schulsozialarbeit um 30 Millionen Euro zu erhöhen. Dazu sagte Finanzminister Rainer Wiegard: "Mit dem aufgestockten Vertretungsfonds sagen wir dem Ausfall von Unterrichtsstunden den Kampf an. Die tägliche Praxis hat überdeutlich gezeigt: Bisher wurde jede Grippewelle auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler ausgetragen, weil meist erst ab drei Wochen Abwesenheit ein externer Vertretungslehrer angestellt wurde. Mit dem aufgestockten Fonds können die Schulen jetzt vom ersten Krankheitstag an für Vertretungsunterricht sorgen, und mit der heute beschlossenen Flexibilisierung können Pensionäre leichter für eine Vertretung gewonnen werden."