Samstag, 18. August 2018


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Ein fulminanter Auftakt des 30. Kasseler Dokfestes

Wettbewerb "Nicht ohne mein Händi!" Die Preise wurden vergeben

Kassel, (lifePR) - Am gestrigen Abend wurde das 30. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest im prall gefüllten Gloria Kino eröffnet. Als besonderes Highlight anlässlich des Jubiläums wurden neun speziell für dieses Festival produzierte Kurzfilme vorgeführt und anschließend mit drei dotierten Geldpreisen im Gesamtwert von 4.000 € prämiert. Als gemeinsames Projekt des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofestes und der Kunsthochschule Kassel und mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst wurde der Wettbewerb unter dem Titel "Nicht ohne mein Händi! Ist mein Verhalten falsch? Oder: Wie nutze ich im Kino mein Mobiltelefon richtig!" regional ausgeschrieben.

Der Besuch einer Kinovorstellung, sei es im normalen Alltag oder während eines Festivals, wird durch die rapide ansteigende Zahl von Smartphones immer mehr beeinträchtigt. Während der Vorstellung ertönen unterschiedlichste Klingeltonvarianten im Raum und der Blick zur Leinwand wird immer häufiger unfreiwillig auf die hell erleuchteten Displays von Mobiltelefonen der anderen Kinobesucher/innen gelenkt. Es ist zu einer Unsitte geworden, eingehende Nachrichten während der Filmvorstellung zu beantworten, zu chatten, zu twittern oder sich schlicht im World Wide Web zu bewegen. Kurz: Die uneingeschränkte Erreichbarkeit an jedem Ort und zu jeder Zeit und dies auf allen "mobilen" Kanälen scheint zu einer unabdingbaren Notwendigkeit gewachsen zu sein.

Entstanden sind neun Kurzfilme, die das Thema ironisch, komisch und provozierend behandeln:
"Entrissen" von Daniel Maaß
"Nicht ohne mein Händi!" von Felix Kramer
"Cinephob - Die Kino-App" von daniel Kowalke
"Es geht auch anders" von Jan Heise
"Der große Kehraus" von Johanna Selge
"Girly, Graf und Robo-Dog im Gruselschloss" von Michel Esselbrügge
"HandyHypnose" von Monika Kostrzewa
"Beschwerde-Anruf" von Josephine Arand, Svenja Matthes und Monika Kostrzewa
"Homework" von Clara Winter

Der 1. Preis mit 2.500 € dotiert, ging an Daniel Maaß für "Entrissen".

Was lieben wir am Kino? Ganz im Hier und Jetzt, mitgefiebert, mitgelitten, mitgelebt, mittendrin - und dann das. Mit künstlichem Licht und quälendem Ton zerstören Mobiltelefone innerhalb von Sekundenbruchteilen die mitgelebte Passion des Kinozuschauers. Realitätsbezug zum Mitleiden.

Der 2. Preis mit 1.000 € dotiert, ging an Jan Heise für "Es geht auch anders". Hier passt es fast: "Früher war alles besser". Zumindest aber sichtbarer und lauter. Auch wenn die digitale Verschmutzung fasst im Verborgenen stattfindet, inspiriert sie trotzdem die ältere Generation zum Schlagabtausch. Mit zugegeben ungleichen Mitteln reflektiert der Beitrag: Wenn Regeln versagen, sollte man sie neu definieren - oder hinterfragen. Mit dem zweiten Preis "Es geht auch anders" von Jan Heise werden geschickt neue Varianten der Handy-Benutzerregeln beleuchtet.

Der 3. Preis mit 500 € dotiert ging an Monika Kostrzewa für "HandyHypnose". In der Regel gibt es zwei Möglichkeiten, Menschen zu beeinflussen: Belohnung oder Bestrafung. Der Erkenntnis folgend, dass selbst diese Mittel beim resistenten Generation-Y-Publikum oftmals versagen, helfen meist nur noch professionelle Maßnahmen. Im Sinne "All glory to the hypnotoad" wird mit minimalen Mitteln auf das Unterbewusstsein Einfluss genommen. Experimentell, reduziert - und dadurch sehr effektvoll.

Eine Lobende Erwähnung erhielt Michel Esselbrügge für "Girly, Graf und Robo-Dog im Gruselschloss"

Alle Filme sind ab sofort auf unserer Website unter www.kasselerdokfest.de/meta/wettbewerb zu sehen. Weitere Informationen finden Sie unter www.kasselerdokfest.de

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