Donnerstag, 14. Dezember 2017


In Basel fand die 12. internationale Konferenz für biologischen Pflanzenschutz statt

Frick, (lifePR) - Für die Hersteller von biologischen Pflanzenschutzprodukten gab es früher keinen gemeinsamen Treffpunkt. Dies änderte sich mit dem Jahr 2006. Damals wurde die innovative Idee erstmals umgesetzt, einen Kongress für biologische Pflanzenschutzmittel durchzuführen. Aus der Vision, die zersplitterte Branche, die aus kleinen und mittleren Unternehmen mit begrenzten Ressourcen bestand, zu stärken, wurde eine Erfolgsgeschichte: Mit über 1000 Delegierten und 500 Firmen aus 52 Ländern feierte die Konferenz, die vom 23. bis 25. Oktober in Basel stattfand, dieses Jahr den Teilnehmerrekord. Das FiBL ist seit Beginn Mitorganisator der Tagung, gemeinsam mit der International Biocontrol Manufacturers Association IBMA.

Das Annual Biocontrol Industry Meeting ABIM (Jahrestagung zu biologischen Pflanzenschutzprodukten) in Basel ist der grösste internationale Anlass weltweit für biologische Pflanzenschutzmittel. An der diesjährigen Konferenz, die vom 23. bis 25. Oktober stattfand, nahmen rund 1050 Delegierte und über 500 Firmen aus 52 Ländern sowie Vertreter von EU, OECD und FAO teil. Dies entspricht einem weiteren Besucherrekord seit Gründung der Konferenz vor zwölf Jahren und widerspiegelt die Aufbruchstimmung und das stetige Wachstum der Industrie im biologischen Pflanzenschutz.

Biofläche wächst weltweit

So wies Dr. Lucius Tamm vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL in der Eröffnungsrede auf das enorme Wachstum der Biolandwirtschaft weltweit hin: Während 1999 global erst 11 Millionen Hektaren biologisch genutzt wurden, waren es 2015 bereits über 50 Millionen Hektaren, was einer Verfünffachung der Fläche in bloss 16 Jahren entspricht. «Biolandbau hat das stärkste Wachstum in der Landwirtschaft», betonte Tamm. Auch in der konventionellen Landwirtschaft werden biologische Pflanzschutzlösungen zunehmend eingesetzt.

In Vorträgen, an Ständen und im persönlichen Gespräch konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ABIM über die neuesten Innovationen informieren und die zukünftige Ausrichtung der Branche mitgestalten.

Aus 52 Ländern angereist

Den Hauptnutzen ziehen dabei die kleinen und mittleren Unternehmen der Branche, denen der Anlass als Produktemarktplatz dient. Dieser ist ein Treffpunkt von Anbietern und Abnehmern aus aller Welt. Gerade für kleinere Firmen ist es wichtig, sich international zu vernetzen und mit anderen zusammenzuarbeiten. Dies bestätigt etwa Kartik Laijawala vom kleinen indischen Pflanzenschutzunternehmen Nico Orgo aus Mumbai. «Das Meeting ist wichtig für uns, um uns international zu vernetzen», so der Mitarbeiter der Firma, die auf Produkte mit dem natürlichen Wirkstoff Neem spezialisiert ist. «Wir suchen Geschäftspartner in Europa.»

Auch für den Familienbetrieb ActionPin aus Südwestfrankreich ist die Konferenz eine weltweit einzigartige Plattform, um sich in der Branche auszutauschen. Das KMU arbeitet seit 1948 unter anderem mit dem natürlichen Wirkstoff Terpen aus Föhren, der bei der regionalen Holzverarbeitung zu Papier als «Abfallprodukt» anfällt. Terpen steigert im Bioanbau gemäss dem Hersteller die Wirksamkeit von Pflanzenschutz- und Düngemitteln auf natürliche Weise. Die beiden KMU sind zwei Beispiele von insgesamt 69 Ausstellern aus aller Welt.

In den letzten Jahren sind vermehrt auch multinationale Konzerne in diesen Markt eingestiegen. Interessanterweise hat es einen positiven Einfluss auf die Branche, dass sich die grossen Hersteller chemisch-synthetischer Pestizide neu auch für den biologischen Pflanzenschutz interessieren. Denn sie bringen zusätzliches Kapital und ein grosses Wissen ein.

FiBL ist Gründungsmitglied und bis heute Teil des Organisationskomitees

ABIM entstand als gemeinsames Projekt vom FiBL und dem internationalen Herstellerverband IBMA (International Biocontrol Manufacturers' Association). Letzteren dient der Anlass auch als attraktiver Rahmen ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Die beiden Parteien organisieren bis heute gemeinsam den Anlass im Kongresszentrum Basel. Dadurch bestimmen sie die Ausrichtung des ABIM und beeinflussen, wie sich der biologische Pflanzenschutz langfristig weiterentwickelt. Dies ist ganz im Interesse der Biobauern, welche auf eine stetige Weiterentwicklung im biologischen Pflanzenschutz angewiesen sind und seit jeher innovative Lösungen zum Wohle von Umwelt und Menschen rasch in der Praxis einsetzen.

FiBL-Kontakte


Lucius Tamm, Leiter Departement für Nutzpflanzenwissenschaften, Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Tel. +41 62 865 7238, lucius.tamm@fibl.org
Anne Merz, Organisation ABIM, Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Tel. +41 62 865 7204, merz@fibl.org


Weitere Informationen


ABIM-Webseite: abim.ch


Organisatoren


Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL: fibl.org
International Biocontrol Manufacturers' Association (IBMA): ibma-global.org


Diese Medienmitteilung im Internet

Sie finden diese Medienmitteilung einschliesslich Bilder im Internet unter www.fibl.org/de/medien.html.

FiBL - Forschungsinstitut für biologischen Landbau

Seit 1973 findet das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL Lösungen für eine regenerative Landwirtschaft und eine nachhaltige Ernährung. Rund 280 Mitarbeitende setzen sich an den verschiedenen FiBL-Standorten mit Forschungs-, Beratungs- und Bildungstätigkeit für eine ökologische Landwirtschaft ein.

· Homepage: www.fibl.org

· Video: www.youtube.com/...

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