Sonntag, 24. September 2017


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Polonaise zum Duell

Donnerstag, 20. und Sonntag, 23. Juli 2017, 18 und 17 Uhr

Baden-Baden, (lifePR) - Die ganze Bandbreite der Gefühle wird während der Sommerfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden am 20. und 23. Juli 2017 mit Tschaikowskys Oper „Eugen Onegin“ unter der musikalischen Leitung von Valery Gergiev und dem Mariinsky Theater dargeboten. „Eugen Onegin“ gilt als Höhepunkt der romantischen russischen Oper, Regie führt Alexei Stepanyuk.

Es ist schon eine schöne Tradition, dass die Sommerfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden eine Opernproduktion des Mariinsky Theaters präsentiert. Chefdirigent und Intendant Valery Gergiev setzt dabei weniger auf internationale Stars, als auf das unerschöpfliche Stimmenreservoire Russlands – ein Reservoire, das von Valery Gergiev gehoben und aufgebaut wird, so auch in eigenen, dem Mariinsky Theaters angegliederten Ausbildungsstätten.

In diesem Jahr kommt das Mariinsky Theater am 20. und 23. Juli 2017 (18 und 17 Uhr) ins Festspielhaus Baden-Baden mit einer im Jahr 2014 entstandenen Neuproduktion der Oper „Eugen Onegin“ von Tschaikowsky. Und wieder richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Sängerbesetzung, die vielversprechend und in Europa bisher noch wenig bekannt ist – wenn auch der Onegin in der Vorstellung am von 20. Juli von Alexander Markov gesungen werden, der bereits in der „Pique Dame“ unter Gergiev in Baden-Baden als Graf Tomski reüssierte.

Besagte „Pique Dame“ wurde von Alexei Stepanyuk inszeniert, der auch diesmal den „Onegin“ szenisch verantwortet. Stepanyuk und sein Bühnenbildner Alexander Orlov lieben einen historisch inspirierten Inszenierungs- und Ausstattungsstil.

Tschaikowskys „Eugen Onegin“, geschrieben 1878, ist die populärste Oper des Komponisten. Sein Bühnenwerk nach einem Versroman von Alexander Puschkin lässt an das psychologische Theater Tschechows denken. Die Handlung konzentriert sich zunächst auf die Gefühle des jungen Mädchens Tatjana für den Lebemann Onegin, die von diesem zurückgewiesen werden. Aus einem Gefühl der inneren Leere heraus provoziert Onegin seinen besten und einzigen Freund Lensky, der von ihm im anschließenden Duell erschossen wird. Der rastlose Held kehrt Jahre später zurück und gesteht nun seinerseits Tatjana seine Liebe, die ihn jedoch ihrerseits zurückweist. Alldem verweigerte Tschaikowsky die Bezeichnung „Oper“ und sprach eher von „lyrischen Szenen“.

Die Konflikte verschieben sich ins Seelische hinein – dass eine zentrale Stelle des Werkes eine Szene beschreibt, in der die Hauptdarstellerin nichts tut außer einen Brief zu schreiben, ist charakteristisch für das Werk. Dennoch: Tschaikowsky wäre nicht er selbst, hätte er nicht auch an bühnenwirksame Effekte gedacht. Festliche Polonaisen und eine Duellszene sind das eine – das andere sind die genialen Melodien, die die Personen charakterisieren und der Oper zu ihrer enormen Popularität verhalfen.

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de

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