Donnerstag, 23. November 2017


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Große Effekte und eine Klavier-Entdeckung

Baden-Baden, (lifePR) - Das erste der beiden Sinfoniekonzerte der Sommerfestspiele unter Valery Gergiev mit dem Chor- und Orchester des Mariinsky Theaters ist ganz der Musik Sergei Rachmaninows gewidmet. Am Freitag, 21. Juli 2017, um 19 Uhr erklingen dessen drittes Klavierkonzert in d-Moll, sowie die sinfonische Kantate „Die Glocken“.

Nachdem sich die Einreisebestimmungen in den USA kurzfristig geändert haben, bat der ursprünglich vorgesehene Pianist Daniil Trifonov darum, von seiner Verpflichtung für dieses Konzert entbunden zu werden, um seinen Wohnsitz in den USA nicht zu verlieren. Schweren Herzens kam Intendant Andreas Mölich-Zebhauser der Bitte des Pianisten nach und wird nun an seiner Stelle einen jungen Künstler präsentieren, den ihm Valery Gergiev wärmstens empfahl: den usbekischen Pianisten Behzod Abduraimov. Sein Debüt in der New Yorker Carnegie-Hall war viel umjubelt. Nachdem der Pianist 2009 die „London International Piano Competition“ gewann, wiederholte er seinen Erfolg im Oktober 2010 als Sieger des Kissinger Klavierolymp.

Behzod Abduraimov wird nun als Solist in Rachmaninows drittem Klavierkonzert von 1909 auftreten, dessen pianistische Schwierigkeiten geradezu legendär sind – ein „Konzert für Elefanten“ wurde dieses Werk genannt, das sich stets zu den Lieblingen des Repertoires zählen durfte. Dennoch wird das Werk momentan neu bewertet: Die besten Interpreten des Werkes betonen nun nicht so sehr die rein virtuose Seite des Werks, als vielmehr seine komplexe Polyphonie. Diese Akzentverschiebung betrifft die generelle Sichtweise auf das kompositorische Werk des russischen Komponisten, das lange Zeit unterschätzt wurde. Von dieser Neubewertung hat auch die sinfonische Kantate „Die Glocken“ profitieren können, ein Meisterwerk, das vor einiger Zeit etwa von Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern aufgenommen wurde.  Diese Rachmaninow-Renaissance verdankt sich zum Hauptteil dem Wirken Valery Gergievs, der bereits im Festspielhaus die unbekannte Rachmaninow-Oper „Aleko“ aufgeführt hat und sich generell als Fürsprecher des Komponisten versteht.

Die Kantate „Die Glocken“ für Sopran, Tenor, Bass, Chor und Orchester nach Worten Edgar Allen Poes wurde 1913 komponiert. Der Komponist erachtete sie als sein gelungenstes Werk. In den vier Strophen von Poes Gedicht werden nacheinander der Klang von Schlitten- und Hochzeitsglocken und von Feuer- und Totenglocke dargestellt. Die Darstellung der Glockeneffekte ist außerordentlich bunt und effektvoll – zwischenzeitlich erklingt auch das gregorianische „Dies irae“-Motiv, das überhaupt eine Hauptrolle in Rachmaninows spielt.

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de

Informationen und Eintrittskarten: Tel. 07221 / 30 13 101

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