Jubiläum in bewegten Zeiten: 20 Jahre Ludwigs Festspielhaus in Füssen

Große Solidaritätsaktion zum Jubiläum und klare Ansage an die öffentliche Hand

(lifePR) ( Füssen, )
Ludwigs Festspielhaus in Füssen hätte eigentlich Grund zum Feiern: Zum zwanzigjährigen Jubiläum des Theaterhauses am Ufer des Forggensees gegenüber Ludwigs Märchenschloss Neuschwanstein hatte das Team um Theaterleiter Benjamin Sahler erstmals die lang ersehnte „schwarze Null“ in Aussicht. Mit der Coronakrise folgte dann die vorläufige behördliche Schließung von Deutschlands größter Musical-Drehbühne. Der Wegfall jeglicher Einnahmen ist in diesem Fall besonders dramatisch, denn öffentliche Subventionen erhält das Haus nicht. Es überlebte bislang nur aufgrund der Treue seiner Zuschauer und durch die permanenten Investitionen seines mäzenatenhaften Besitzers. Mit einer großen Solidaritätsaktion mit Ticketgutscheinen für die Musical-Eigenproduktionen „Ludwig²“, „Die Päpstin“, „Der Ring“ und „Zeppelin“ will Sahler die nächsten Wochen überbrücken. Zusätzlich fordert er nun endlich eine finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand.

Vor zwanzig Jahren - am 7. April 2000 hob sich mit der Uraufführung des Musicals „Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies“ zum ersten Mal der Vorhang im damals neueröffneten Füssener „Musical Theater Neuschwanstein“ (heute: Ludwigs Festspielhaus). Bis das Stück zum 31. Dezember 2003 aus finanziellen Gründen abgesetzt wurde, besuchten rund 1,5 Millionen Menschen die über 1 506 Vorstellungen. 2015 feierte die Idee eines Ludwig-Musicals in Füssen dann ein großes Comeback. Mit einer großangelegten Crowdfunding-Kampagne gelang Theaterleiter Benjamin Sahler die erfolgreiche Wiederbelebung des Theaterbetriebs im Festspielhaus mit dem Musical „Ludwig² - der König kehrt zurück“. 2016 erwarb der gebürtige Allgäuer Manfred Rietzler die Immobilie und trägt seitdem mäzenatenhaft das finanzielle Defizit des Festspielhauses.

Rietzler investierte dabei nicht nur in den laufenden Spielbetriebs, sondern stellte auch Finanzmittel für notwendige Sanierungsarbeiten – beispielsweise für den 90 000 Liter Bühnenbassin und die Drehbühne – zur Verfügung. Ein Spielbetrieb auf Zeit. Denn trotz der überregionalen Bedeutung des Festspielhauses als Kulturbetrieb und seiner Wirkung für Region muss das Festspielhaus noch immer ohne öffentliche Fördergelder auskommen.

„Wir wissen alle, dass die finanzielle Unterstützung durch Manfred Rietzler nur als Überbrückung dienen kann, bis es zu einer politischen Lösung um den einzigartigen Theaterstandort kommt“, betont Theaterleiter Sahler. „Ohne öffentliche Fördergelder wird das Theater langfristig nicht bestehen können!“

Dabei hatte das laufende Jubiläumsjahr hervorragend begonnen und versprach mit den vier großen Musicalproduktionen „Ludwig²“, „Die Päpstin“, „Der Ring“ sowie der geplanten Welturaufführung von Ralph Siegels „Zeppelin“ im November 2020 das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Festspielhauses zu werden. „Es lief in den vergangenen Monaten so vielversprechend, dass der Ausblick auf das Jubiläumsjahr allen Grund zum Jubeln versprach. Bezüglich der Finanzen war erstmals sogar die lange ersehnte ‚schwarze Null‘ im operativen Betrieb in Aussicht“ berichtet Theaterleiter Sahler.  Doch die Covid-19-Pandemie stellt das Festspielhaus plötzlich und unverschuldet vor noch nie dagewesene Herausforderungen.

Die Feier zum zwanzigjährigen Jubiläum wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, genauso wie zahlreiche Vorstellungstermine. „Unsere Ticketverkäufe sind eingebrochen. Ohne Shows gibt es keine Einnahmen. Als nicht subventioniertes Theater müssen wir die monatlichen Kosten des Theaters weiter selbst schultern und gleichzeitig die Rückabwicklung der Tickets für die ausgefallenen Vorstellungen organisieren. Das können wir ohne Unterstützung nur eine begrenzte Zeit durchhalten“, schildert Benjamin Sahler die dramatische Situation.

Große Gutscheinaktion mit Rabatten und „Solidaritätstaler“

Um den Auswirkungen entgegenzutreten, hat das Festspielhaus eine große Solidaritätsaktion mit Ticketgutscheinen ins Leben gerufen. Die rabattierten Gutscheine sind – je nach Preiskategorie – bis zu 38 Prozent günstiger als die regulären Tickets. Als zusätzliches Dankeschön liegt jedem Gutschein noch ein exklusiver goldfarbener „Solidaritätstaler“ mit einer Gedenkprägung bei. Die Gutscheine sind fünf Jahre gültig und können für alle vier Musicalproduktionen eingelöst werden, also für „Ludwig²“, „Die Päpstin“, „Der Ring“ und „Zeppelin“. Die Gutscheine sind auf der offiziellen Webseite des Festspielhauses unter www.das-festspielhaus.de/solidaritaetsaktion buchbar.

Die Aktion läuft regional bereits seit einigen Tagen und Theaterleiter Sahler ist überwältigt von den ersten Ergebnissen. Er fühlt sich an die Zeit des Crowdfundings im Jahr 2015 erinnert, welches immerhin das erfolgreichste der europäischen Theatergeschichte war. „Die Unterstützung des Festspielhauses durch sein Publikum ist wieder einmal sensationell“, schwärmt Sahler. „Dennoch braucht das Theater jetzt dringender denn je auch eine finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand! Jetzt ist auch die Politik gefragt. Den gut gemeinten Ankündigungen von Unterstützung durch Kommunen, Land und Bund sollten nun wirklich Taten folgen und die Hilfs- und Fördergelder zeitnah fließen.“

Mit unermüdlichem Engagement und viel Herzblut kreierten die Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen in den letzten fünf Jahren einzigartige Musicalproduktionen und schufen eine attraktive Location für ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm. Dabei stand immer das Ziel im Vordergrund, die Besucher durch unvergessliche Theatermomente zu begeistern und zu verzaubern, sei es mit Gastspielen, als regionale Kulturstätte oder mit den Eigenproduktionen. In den überregional erfolgreichen Musicalproduktionen glänzten dabei die großen Stars der Szene wie Jan Ammann, Matthias Stockinger, Sandy Mölling, Kevin Tarte, Uwe Kröger, Pia Douwes sowie zahlreiche Neuentdeckungen.

„Jeder einzelne hier hat bis zum Umfallen daran gearbeitet das Festspielhaus zu dem zu machen, was es heute ist. Zum Glück erleben wir im Moment eine starke Solidarität und Unterstützung von vielen Seiten. Das gibt uns die Kraft weiterzumachen und in die Zukunft zu blicken“, erklärt Benjamin Sahler. Den Blick richten Sahler und sein Team in die Zukunft und arbeiten daran, Veranstaltungstermine neu zu planen und Tickets entsprechend umzubuchen: „Jetzt ist es Zeit zusammenzuhalten, denn nur gemeinsam sind wir stark. Der Ticketverkauf ist für uns überlebenswichtig. Wir hoffen, dass von der Solidaritätsaktion weiter viele Menschen Gebrauch machen. Bei dieser Aktion profitieren beide Seiten. Die Zuschauer erhalten einen erheblichen Rabatt auf die Tickets und das, ohne sich schon jetzt für keine konkrete Vorstellung entscheiden zu müssen. Das Theater kann weiter Einnahmen generieren, um die Grundkosten des Hauses zu erwirtschaften. Darüber hinaus setzen Fans und das Festspielhaus gemeinsam ein starkes Zeichen, wie wichtig der Erhalt dieses weltweit einzigartigen Theaterstandortes ist!“ 

Benjamin Sahler und sein Team hoffen, dass bald wieder Normalität eingekehrt und der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann: „Wir werden alles dafür tun, dass wir unser Programm wie geplant weiterführen können und freuen uns über jede Unterstützung – mit dem Festspielhaus haben wir etwas sehr Wertvolles zu bewahren.“

Tickets & Informationen: www.das-festspielhaus.de
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