Gute Trennungsgründe

Aktion Biotonne Deutschland wirbt für sauberes Trennen von Bioabfall / Rund 10 Millionen Tonnen Bioabfall werden pro Jahr erfasst / Energiepotenzial für eine halbe Million Haushalte

(lifePR) ( Freising, )
Was gehört in die Biotonne? Und warum? Und was hat darin nichts zu suchen? Diesen Fragen widmet sich die Aktion Biotonne Deutschland, die vom 18. Mai bis 9. Juni bundesweit für das richtige Trennen von Abfall wirbt. Sie wird u.a. unterstützt vom Bundesumweltministerium, den REWE-Märkten, dem NABU, dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und dem Fachverband Biogas e.V.

Biomüll ist ein wertvoller Rohstoff. Rund zehn Millionen Tonnen biologisch abbaubarer Abfälle wurden laut Statistischem Bundesamt 2016 in Deutschland eingesammelt: Über fünf Millionen Tonnen Garten- und Parkabfälle und knapp fünf Millionen Haushaltsabfälle über die Biotonne.

„In Bananenschalen, Kaffeefiltern und altem Brot steckt noch viel Energie“, weiß Josef Pellmeyer, Ehrenpräsident des Fachverbandes Biogas und seit über 20 Jahren Betreiber einer Abfallvergärungsanlage in der Nähe von Freising bei München. Aus den zehn Millionen Tonnen Bioabfall ließe sich in Biogasanlagen genug Strom erzeugen, um den durchschnittlichen Jahresbedarf von gut einer halben Million Haushalten zu decken.

Dieses Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Erst die Hälfte der in den Haushalten anfallenden Bioabfälle landet aktuell in der Biotonne. Und von den erfassten knapp fünf Millionen Tonnen landen nur gut zwei Millionen in einer der bundesweit 135 Biogasanlagen, die Abfälle vergären. Der Rest wird kompostiert. „Das sind noch viele ungenutzte Energiereserven“, betont Pellmeyer. Sowohl bei der Vergärung als auch bei der reinen Kompostierung entsteht am Ende ein hochwertiger Dünger, der zurück auf die Felder ausgebracht wird und damit den Nährstoffkreislauf schließt. Doch in einer Biogasanlage wird vorher noch Strom und Wärme oder Biomethan erzeugt.

„Für eine maximale Energieausbeute ist das richtige Trennen enorm wichtig!“, ergänzt Pellmeyer. „Bioabfall in der Restmülltonne ist Energieverschwendung. Und Fremdstoffe in der Biotonne erhöhen den Verarbeitungsaufwand, erschweren den Gärprozess und sorgen am Ende dafür, dass weniger Energie erzeugt werden kann und auch die Qualität des Kompostes schlechter ist“, weiß der Praktiker aus eigener Erfahrung.

Durch richtiges Trennen könne jeder zum aktiven Unterstützer der Energiewende werden. Die Aktion Biotonne möchte genau das erreichen: mehr getrennt erfassten Biomüll und weniger Plastik, Dosen und sonstige Fremdstoffe in der Biotonne.
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