Samstag, 25. Februar 2017


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Kombiniertes Studium "Bachelor Geoinformatik und Vermessung"

Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags zwischen der Hochschule Mainz und dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten

(lifePR) (Mainz, ) .
- Hochschule Mainz bundesweit Vorreiter

Seit Wintersemester 2014/2015 wird an der Hochschule Mainz erstmals ein grundständiges Studium mit der Laufbahnprüfung für den gehobenen technischen Verwaltungsdienst zu einem kombinierten Studium zeitlich und inhaltlich gekoppelt.
Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen der Hochschule Mainz und dem Ministerium für Umwelt, Ernährung, Weinbau und Forsten fand am 27.4.2015 in der Ludwig-Eckes-Festhalle in Nieder-Olm im Rahmen der Fachtagung "Weinbergsflurbereinigung" statt.

Mit der Einführung des kombinierten Bachelor-Studiengangs Geoinformatik und Vermessung hat Rheinland-Pfalz bundesweit eine Vorreiterrolle übernommen und entfaltet Signalwirkung für andere technische Verwaltungen in Rheinland-Pfalz zur Gewinnung und Bindung des Berufsnachwuchses.

Als neuer Kooperationspartner für den kombinierten Studiengang Geoinformatik und Vermessung konnte die Flurbereinigungsverwaltung im Lande gewonnen werden. Die berufspraktische Ausbildung seitens der Flurbereinigungsverwaltung wird koordiniert durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion als Einstellungsbehörde und erfolgt durch die Abteilungen Landentwicklung, Ländliche Bodenordnung der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum.

Zusammen mit der rheinlandpfälzischen Vermessungs- und Katasterverwaltung, der erste Kooperationspartner für dieses innovative Ausbildungsmuster, ist nun ein Großteil des "behördlichen Vermessungswesens" am Studiengang der Hochschule Mainz beteiligt. "Es wäre wünschenswert", so Studiengangsleiter Prof. Dr.-Ing. Fredie Kern, "wenn auch die private Wirtschaft in Zukunft als Kooperationspartner für das Kombistudium gewonnen werden könnte, um so gemeinsam der anstehenden Herausforderung zu begegnen, mittelfristig ausreichend hochqualifizierte Fachkräfte für den spannenden, vielfältigen und modernen Hightech-Beruf begeistern und ausbilden zu können."

Das kombinierte Studium ist eine neuartige Variante eines dualen Studienganges. Es verbindet ein normales, grundständiges Bachelorstudium mit dem Vorbereitungsdienst (berufspraktische Ausbildung) für das 3. Einstiegsamt, der bislang erst nach dem erfolgreichen Abschluss eines Studiums angetreten werden konnte. Die für das Arbeiten im behördlichen Vermessungswesen wichtige Verwaltungsausbildung kann so parallel zum Studium erworben werden - was die Gesamtausbildungszeit bis zum/zur Vermessungsoberinspektor/-in um fast ein Jahr verkürzt. Die Teile der berufspraktischen Ausbildung werden während der vorlesungsfreien Zeit zwischen den Präsenzphasen des Studiums absolviert. Das vom Studium her geforderte Praxisprojekt wird bei der Ausbildungsbehörde absolviert, ebenso wird mit einer berufsorientierten Themenstellung der Bachelorarbeit eine enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis erzielt. "Wer also schnell ans Ziel kommen will, klare Berufsvorstellungen hat und während des Studiums finanziell abgesichert sein möchte, für den ist das kombinierte Studium ein echtes Plus", erläutert Prof. Dr. Kern.

Neben den üblichen Studienvorrausetzungen schließen Interessierte auch einen Ausbildungsvertrag mit einer Ausbildungsbehörde. Diesbezügliche Stellenausschreibungen erfolgen direkt von den Kooperationspartnern: derzeit die Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz, Flurbereinigungsverwaltung Rheinland-Pfalz. Weitere Partner haben bereits ihr Interesse angemeldet.

Moderner Hightech-Beruf

Die Vermessungsingenieurin / der Vermessungsingenieur (Geodätin / Geodät) ist Spezialist für die genaue und zuverlässige Bestimmung der Lage, Höhe und Dimension von Objekten. Sie nutzen hierzu verschiedenartigste Hightech-Messinstrumente. Teilweise arbeiten diese mit Laserlicht (Tachymeter, Laserscanner) oder Mikrowellen (GPS, Radarfernerkundung), um Strecken und Winkel zu erfassen.

Im behördlichen Vermessungswesen werden zur Sicherung der Eigentums an Grund und Boden Grundstücksgrenzen und Gebäude vermessen und im Liegenschaftskataster amtlich nachgewiesen. Die Geobasisdaten dienen darüber hinaus als Planungsgrundlage für größere Bauprojekte (Ingenieurvermessung) oder die Neuordnung von Eigentums- und Nutzungsverhältnissen, um z.B. den Weinbau wirtschaftlicher zu machen (Bodenordnung, Landespflege).

Die mathematischen, informatischen und analytischen Ingenieurkompetenzen der Geodätin/ des Geodäten sind vielfältig gefragt in Verwaltung, Industrie, Forschung und Entwicklung. Sie leisten einen nicht geringen gesellschaftlichen Beitrag zur Bewältigung der Zukunftsaufgaben, wie dem Demographiewandel, der Energiewende und der globalen Erwärmung.

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