Donnerstag, 19. April 2018


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Ingenieurwissenschaftliche Qualifizierung für Geflüchtete an der Hochschule Kaiserslautern

Kaiserslautern, (lifePR) - Im Rahmen des rheinland-pfälzischen 5-Punkte-Programms für hochqualifizierte Geflüchtete startet auf dem Zweibrücker Campus der Hochschule Kaiserslautern die erste Qualifizierung für zugewanderte Ingenieurinnen und Ingenieure.

Im September 2015 hatte das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium gemeinsam mit den Hochschulen des Landes ein 5-Punkte-Programm auf den Weg gebracht. Ziel ist, Flüchtlingen und Asylsuchenden, die im Land leben, möglichst schnell und unkompliziert die Chance zu geben, ihr Studium fortzusetzen bzw. bei entsprechender Eignung ein Studium aufzunehmen.

„Unsere Hochschulen beweisen schon lange eine sehr große Offenheit gegenüber jungen Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen und hier studieren wollen. Zahlreiche Programme, Projekte und Initiativen belegen dies“, sagte Wissenschaftsminister Konrad Wolf heute in Mainz.

Punkt fünf des Programms richtet sich an Geflüchtete, die bereits ein Studium in den Bereichen Natur- oder Ingenieurwissenschaften oder Informatik im Heimatland abgeschlossen haben. Sie sollen im Rahmen einer Anpassungsqualifizierung unterstützt werden, möglichst schnell den Weg in den Arbeitsmarkt zu finden.

Start ist der 4. Juli 2016 am Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern. 16 Akademikerinnen und Akademiker aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern wurden aus über 60 Bewerbungen ausgewählt. Sie bringen Abschlüsse aus den Bereichen, Maschinenbau, Informationstechnologie, Elektrotechnik, Umwelttechnik oder Medizintechnik mit.

Die Qualifizierung ist ein Teilprojekt des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz und kooperiert mit der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Rheinland-Pfalz/Saarland. Die Finanzierung wird durch das bundesweite Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ sichergestellt. Mit dem Aus- und Weiterbildungsnetzwerk pro-mst, das die Maßnahme organisiert, verfügt die Hochschule Kaiserslautern über eine mehrjährige Expertise, zugewanderte Akademikerinnen und Akademiker für den deutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren und erfolgreich zu integrieren. „Dazu trägt“, so Projektleiterin Silke Weber „vor allem eine individuelle Qualifizierung an der Hochschule sowie die enge Vernetzung mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft bei, was in dem neuen Programm vor allem Flüchtlingen zugutekommen soll.“

Berufsbezogener Sprachunterricht, interkulturelles Training, Laborübungen, fachspezifische Module und Projektarbeiten sind Inhalte der ersten sechs Monate. In der zweiten Phase ab Januar 2017 steht eine ingenieurwissenschaftliche Projektarbeit in enger Kooperation mit Partnern der Hochschule aus Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Programm. Die Jobcenter können während der Qualifizierung Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes weiterzahlen.

„Mit dieser Maßnahme trägt unsere Hochschule nicht nur zur Integration von Geflüchteten bei“, freut sich Prof. Dr. Hans-Joachim Schmidt, Vizepräsident der Hochschule Kaiserslautern, „sondern leistet auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.“

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