Montag, 11. Dezember 2017


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KlimaExpo.NRW qualifiziert Projekte des Virtuellen Instituts

"Transformation Energiewende - NRW"

Gelsenkirchen, (lifePR) - Gleich zwei Forschungsprojekte des Virtuellen Instituts „Transformation Energiewende – NRW“ wurden als Klimaschutz-Vorreiter in die KlimaExpo.NRW aufgenommen. Die Projekte „Mentalitäten und Verhaltensmuster“ sowie „Governance und Partizipation“ beschäftigen sich damit, wie die Energiewende von morgen aussehen kann. Die Ehrung durch die KlimaExpo.NRW fand im Rahmen der Statuskonferenz des Virtuellen Instituts bei der Stiftung Mercator in Essen statt, auf der die Ergebnisse der vergangenen und die Leitthemen der kommenden Förderperiode vorgestellt wurden. Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, übergab die offiziellen Urkunden zur Aufnahme in die Leistungsschau des Landes NRW an Dr. Karin Schürmann vom Forschungszentrum Jülich und an Jürgen Schultze von der Sozialforschungsstelle Dortmund.

Das Virtuelle Institut „Transformation Energiewende – NRW“ ist ein Verbund von derzeit zehn wissenschaftlichen Einrichtungen, die inter- und transdisziplinär die Energiewende in Nordrhein-Westfalen erforschen. Es wird durch das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie koordiniert. „Nur durch das Zusammenspiel von Forschung, Wirtschaft und Politik wird es möglich sein, die Herausforderungen der Energiewende in NRW anzugehen. Das Virtuelle Institut leistet einen wichtigen Beitrag dazu, indem es die Bürgerinnen und Bürger ins Zentrum der Forschung stellt. Ich freue mich daher sehr, beide Projekte in unsere Leistungsschau aufzunehmen“, betonte Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW.   

Visionen zur Energiewende

Das Projekt „Mentalitäten und Verhaltensmuster“, das federführend vom Forschungszentrum Jülich koordiniert wurde, setzt sich mit der Frage auseinander, wie Menschen in Nordrhein-Westfalen über die Energiewende denken und wie sie sich im Alltag dazu verhalten. In Bürgerwerkstätten befragten Forscherinnen und Forscher die Teilnehmer dazu, wie das Energieland NRW im Jahr 2030 aussehen soll. Vielfach kam der Wunsch nach einem stärkeren Radwegenetz, einer besseren Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs und der Förderung von zivilgesellschaftlichen Initiativen auf. „Ohne ausreichende Bürgerbeteiligung wird die Energiewende nicht gelingen, nicht nur wegen ausbleibender Akzeptanz, sondern vor allem wegen des ungenutzten kreativen Potentials.“ sagte Steven Engler, der als Projektleiter des KWI Teil des Koordinationsteams des Virtuellen Instituts (VI) „Transformation – Energiewende NRW“ ist.

Konkrete Handlungsansätze für soziale Innovationen

Im Forschungsprojekt „Governance und Partizipation“, das vom Wuppertal Institut (WI) koordiniert wurde, entwickelten die Forscherinnen und Forscher konkrete Handlungsansätze, so genannte Supplements, um soziale Innovationen der Energiewende nachhaltig zu gestalten. So regen Energieberater beispielsweise dazu an, durch Energieeffizienzmaßnahmen gespartes Geld wieder in neue energiesparende Geräte zu investieren. Ein weiteres Ergebnis des Forschungsprojekts war die Entwicklung einer Datenbank, die die energiepolitische Bürgerbeteiligung in NRW darstellt. „Der grundlegende Umbau des Energiesystems kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn die Zivilgesellschaft ihn mitgestaltet, mitbeschreitet und mitträgt.“ sagte Prof. Dr. Hans J. Lietzmann von der Bergischen Universität Wuppertal, der ebenfalls im Projekt beteiligt war.

Statuskonferenz stellt Ergebnisse vor

Neben den beiden Projekten zeigte die Statuskonferenz weitere Forschungsergebnisse des Virtuellen Instituts „Transformation Energiewende – NRW und gab einen Ausblick auf zukünftige Fragestellungen. In deren Zentrum werde die Frage der Wechselwirkungen zwischen den sogenannten gesellschaftlichen „Megatrends“ und der Energiewende stehen, betonte Steven Engler. Prof. Dr. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sieht die Besonderheit des Virtuellen Instituts u.a. in dessen Fokus auf die „nichttechnischen Aspekte der Energiewende“. Im Gespräch mit ihm formulierte Prof. Dr. Ute Schneider, kommissarische Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), die Chance, die darin liege, dass die Wissenschaft sich bewusst werde, dass sie in politischen Prozessen agiere. Dies erfordere jedoch eine intensive Reflexion über ihre Position „zwischen Wissenschaft und Beratung“, so Schneider.

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