Freitag, 20. Juli 2018


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KlimaExpo.NRW hebt Gödde-Beton als Beispielunternehmen für den Klimaschutz hervor

Nachhaltige Produktion von Betonfertigteilen

Gelsenkirchen, (lifePR) - Maximale Qualität bei minimalen Umweltauswirkungen – dieses Ziel hat sich das Familienunternehmen Gödde-Beton aus Wadersloh gesetzt. Der Hersteller von Betonfertigteilen hat vor zwei Jahren eine detaillierte Ökobilanz erstellt und nutzt die Ergebnisse seither, um die Arbeitsprozesse im Betrieb effizienter und klimafreundlicher zu gestalten. Das besondere Engagement wird nun belohnt und das Unternehmen von der KlimaExpo.NRW als Schrittmacher für den Klimaschutz in die landesweite Leistungsschau aufgenommen. Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, überreichte heute in Wadersloh die offizielle Urkunde stellvertretend für Herrn Alfons Gödde an Claudia Gödde, Assistenz der Geschäftsführung der Gödde-Beton GmbH.

Sämtliche Emissionen erfasst die Ökobilanz, die die Gödde-Beton GmbH für ihr Unternehmen erstellt hat, um Potenziale für eine nachhaltige Produktion aufzudecken. Dabei wurden alle Herstellungsschritte untersucht: von der Gewinnung und Bereitstellung der Rohstoffe bis zum Einsatz der Betonfertigteile auf den Baustellen wie Spielplätzen und Biergärten. Mit den Ergebnissen arbeitet der Familienbetrieb nun kontinuierlich daran, seine Emissionen zu reduzieren. „Das Unternehmen hat frühzeitig erkannt, wie Klimaschutzmaßnahmen dazu beitragen, auch in Zukunft wirtschaftlich arbeiten zu können und den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden. Mit seinen Bemühungen geht der Betrieb beispielhaft voran und ist deshalb jetzt Teil unserer Leistungsschau für den Klimaschutz“, so Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, im Rahmen der Urkundenübergabe. Bis 2022 präsentiert die KlimaExpo.NRW als Initiative der NRW-Landesregierung in 1.000 Schritten positive Beispiele für den Klimaschutz in und aus Nordrhein-Westfalen. Die Gödde-Beton GmbH ist nun ein Teil dieser landesweiten Leistungsschau.

Ressourcenschonende Produktion

Pro Tonne Betonfertigteil, die das Unternehmen produziert, werden rund 260 Kilogramm CO2 ausgestoßen. Neben dem Zementanteil schlagen auch der Energieverbrauch im Werk und der Transport zu den Baustellen zu Buche. Hier setzt Gödde-Beton mit seinen Optimierungsmaßnahmen an. Bei vielen Beton-Produkten können die CO2-Emissionen durch einen reduzierten Zementanteil sowie den Einsatz von klinkerreduziertem Zement oder Sekundärrohstoffen erheblich verringert werden. Bei Sichtbetonteilen mit sehr hohen Qualitätsanforderungen setzt die Gödde-Beton GmbH auf eine lange Lebensdauer der Produkte und verfolgt intensiv die Forschung zu CO2-armem Zement. Vor allem aber legt das Unternehmen Wert auf eine ressourcenschonende Produktion: Die benötigten Rohstoffe werden möglichst regional bezogen, sodass etwa ein Drittel der Transporte innerhalb von 35 Kilometern stattfinden. Das Wasser zur Betonherstellung stammt darüber hinaus aus dem firmeneigenen Brunnen. Und auch die Holzschalungen, die für die individuelle Produktion der Betonfertigteile erstellt werden, werden im eigenen Formbau gefertigt und sind bis zu 50 Mal wiederverwendbar. Zudem können Gödde-Betonteile beim Rückbau eines Gebäudes vollständig recycelt und als Sekundärrohstoffe weiter genutzt werden. Besitzen die Produkte Holzanteile, wie zum Beispiel bei Bänken, wird FSC®-zertifiziertes Tropenhartholz eingesetzt. „Wir sehen uns mit stetig wachsenden Kundenanforderungen im Umweltbereich konfrontiert. Gerade in Zeiten des Klimawandels, in Zeiten stetig steigender Energie- und Rohstoffpreise, hat dieses Thema für uns noch mehr an Bedeutung gewonnen. Wir wollen zeigen, dass es gute und günstige Lösungen für den Klimaschutz gibt, die gleichzeitig einen Vorteil für den Betrieb darstellen. Wir freuen uns nun als Schrittmacher der KlimaExpo.NRW gewürdigt worden zu sein. Das zeigt uns, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden und motiviert, diesen weiterzugehen“, so Claudia Gödde, Assistentin der Geschäftsführung der Gödde-Beton GmbH.

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien

Neben der Ressourcenschonung legt das Unternehmen auch besonderen Wert auf Energieeffizienz. Zur Energieversorgung im Werk dient seit dem Jahr 2014 eine Photovoltaikanlage, die schon im ersten Jahr mehr als zehn Tonnen CO2 eingespart hat. Mit einer weiteren Investition werden es in Zukunft fast 25 Tonnen pro Jahr sein. Die für den Hydrationsprozess benötigte Wärme stellen hocheffiziente Hellstrahler mit einem Wirkungsgrad von rund 95 Prozent bereit. Das führt im Vergleich zu anderen Heizsystemen zu Primärenergieeinsparungen von etwa 30 Prozent. Die verbleibenden Gesamt-CO2-Emissionen für die internen Prozesse von 217 Tonnen CO2 kompensiert Gödde-Beton vollständig. Da es jedoch das primäre Ziel des Unternehmens ist, Emissionen zu vermeiden, hat sich die Gödde-Beton GmbH weitere Klimaschutzziele gesetzt: Zwischen 2018 und 2020 wird das Unternehmen seine Gebäudehülle wärmedämmen. Auch die Anlagentechnik in der Betonaufbereitung wird verbessert.

Beraten wird das Unternehmen bei seinen Maßnahmen von der Handwerkskammer Münster. „Wir freuen uns mit Gödde-Beton über die Ehrung und darüber dem Betrieb beratend zur Seite stehen zu können. Wir hoffen, dass dieser Erfolg auch weitere Betriebe anspornt diese wichtigen Schritte zu gehen, um fit für die Zukunft zu sein“, so Dr. Klaus Landrath, Leiter der Zentrums für Energie und Umwelt der Handwerkskammer Münster.

Expo Fortschrittsmotor Klimaschutz GmbH

Die KlimaExpo.NRW ist eine landesweite Initiative der NRW-Landesregierung. Um Energiewende, Klimaschutz und die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Schubkräfte einer nachhaltigen Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen, hat die Landesregierung die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Ziel der Landesgesellschaft ist es, erfolgreiche Projekte in innovativen Formaten einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene zu präsentieren und zusätzliches Engagement für den Klimaschutz zu initiieren. Die KlimaExpo.NRW soll das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens in diesem Bereich präsentieren. Sie ist zugleich Leistungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit und das bis 2022. 2017 findet die Zwischenpräsentation der KlimaExpo.NRW in ganz NRW statt. Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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