"Die Unsichtbaren sichtbar machen" - Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft erinnert an Opfer des Nazi-Regimes

(lifePR) ( Berlin, )
In der Berliner Zentrale der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) erinnert künftig ein Informations- und Gedenkort an Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. In diesem Rahmen werden erstmals auch Schicksale von bisher weitgehend unbekannten Nazi-Opfern aufgezeigt.

Neueren Forschungen zufolge sind mehr Eisenbahnerinnen und Eisenbahner im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime tätig gewesen als bisher bekannt. Beschäftigte der deutschen Reichsbahn wurden aber auch aus rassischen oder politischen Gründen verfolgt. Hier haben insbesondere die Wissenschaftler Prof. Siegfried Mielke und Dr. Stefan Heinz von der Freien Universität Berlin zahlreiche bisher unbekannte Schicksale recherchiert. Rund 130 solcher Biographien, zum Teil mit Fotos und Hintergrundmaterial versehen, werden in dem interaktiven Gedenkort dargestellt. Das Material soll schrittweise erweitert werden.

Die Informationen hat ein kleiner Kreis von ehrenamtlichen EVG-Mitgliedern zusammengestellt. Dabei haben sie auf die aktuelle Buchveröffentlichung von Mielke und Heinz („Eisenbahngewerkschafter im NS-Staat“), verschiedene Archive, Materialien der Berliner Stolperstein-Initiative sowie auf eigene Recherchen zurückgegriffen.  

Hinweis an die Redaktionen:

Der Informations- und Gedenkort wird am 2. Mai 2019 um 14 Uhr in der EVG-Zentrale Berlin, Reinhardtstraße 23, 10117 Berlin, eingeweiht. Nach der Feierstunde sind Interviews möglich, u.a. mit Prof. Dr. Siegfried Mielke und Dr. Stefan Heinz sowie mit dem EVG-Vorsitzenden Alexander Kirchner und Peter Lind vom Arbeitskreis EVG Geschichte.


 
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.