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Eurosport // Gisdol genervt: "Von einer guten Leistung kann ich mir nichts kaufen"

(lifePR) (München, )
Hecking lobt seine Youngster: „Haben es überragend gemacht“
Sammer zum Arp-Dilemma: „Muss im Jahr 2017 bessere Organisationsmöglichkeiten geben“
Eurosport Experte nimmt Gisdol in Schutz: „Muss auch mal raus“
Eberl kritisiert Aktionismus: „Trainerentlassungen bringen nicht mehr Erfolg“


Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV) gegenüber Eurosport ...
... zum Spiel: „Von einer guten Leistung kann ich mir nichts kaufen. Die ersten zehn Minuten war Gladbach wirklich herausragend gut, sehr variabel und hat uns große Probleme bereitet. Danach waren wir drin im Spiel. Aber ich habe keine Lust mehr, das zu erzählen. Woche für Woche spielen wir anständige Spiele und machen es uns dann selbst kaputt. Wir haben in der Vorrunde jetzt 15 Punkte gemacht und loben uns immer hinterher selbst. Intern mache ich das schon längst nicht mehr, nach außen kann man Dinge manchmal noch schön reden, aber mir geht es total auf den Keks, so ein Spiel wie heute herzuschenken und nachher nichts zu haben. Ich ärgere mich unglaublich, dass wir nicht mindestens einen Punkt gemacht haben. Aber wir werden die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“
... zu den vergangenen Partien (vor dem Spiel) : „Wenn man sich die vergangenen drei, vier Spiele anschaut, war es sicher ärgerlich, dass wir keine Punkte eingefahren haben. Es ist wichtig, dass wir einen klaren Kopf behalten und dann Punkte holen, weil es das ist, was zählt. Deshalb wäre ich heute gar nicht so unzufrieden, wenn wir ein nicht ganz so gutes Spiel machen, aber dafür die Punkte holen.“
 
Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach) gegenüber Eurosport ...
... zum Spiel: „Ich bin heute riesig stolz auf meine Mannschaft, weil es keine einfache Situation war. Wir wussten nicht, wie die beiden Jungen das auf der Sechs spielen. Ich finde, sie haben es überragend gemacht, das habe ich nicht erwartet. Daran hat sich die Mannschaft gesteigert. Als dann Unruhe im Stadion aufkam, hat die Mannschaft riesigen Charakter bewiesen.“
... zu den Pfiffen einiger Fans beim Stand von 1:1: „Ich finde es unglücklich von einzelnen Fans, die ihre Unruhe dann kundtun. Das hilft überhaupt nicht, weil sie auch wissen, welche Personalprobleme wir haben und wir über weite Strecken ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Da habe ich dann ein bisschen Unverständnis für.“
... zur Hinrunde von Borussia Mönchengladbach (vor dem Spiel): „Egal wie das Spiel heute ausgeht, wissen wir, was wir in der Vorrunde richtig gut gemacht haben.  Wenn wir alle Mann an Bord hätten, wäre es vielleicht ein bisschen besser gewesen. Aber ich hoffe, dass sich die Mannschaft aufgrund der Personalsituation heute nochmal ganz eng zusammenrauft.“
... über die beiden 18 Jahre alten Cuisance und Oxford, die auf der Sechser-Position spielen (vor dem Spiel) : „Es ist sicherlich ein Risiko dabei, aber für beide sicherlich eine große Chance. Deshalb habe ich mich für diese mutige Variante entschieden. Matthias Ginter und Jannik Vestergaard finden sich hinten gerade, deshalb wollte ich da nichts ändern.“
 
Eurosport Experte Matthias Sammer ...
... über Fiete Arp, der neben dem Profifußball seine Abitur-Vorklausuren schreibt: „Für einen Jungen, der sich für diesen Weg entschieden hat, muss es im Jahr 2017 bessere Organisationsmöglichkeiten geben. Weil die Belastung sowohl körperlich als auch psychisch nicht passt. Wie vieles in der Bundesliga ist es aktuell nicht zeitgemäß. Der Ball ist da in der Wechselwirkung bei Schulen und Bundesliga. Du kannst die Schulen nicht allein verantwortlich machen, denn es wird Vorgaben geben, bei denen es angeblich keine Ausnahmen geben kann. Die Bundesliga und die Vereine können es aber allein auch nicht entscheiden.“
... zu den emotionalen Aussagen von Markus Gisdol: „Ich habe mich gerade in seine Lage versetzt und ich kann ihn verstehen. Das muss auch mal raus. Ich hoffe, dass ihm das nicht übel genommen wird.“
... zum ersten Spiel von Peter Stöger als Trainer von Borussia Dortmund (vor dem Spiel): „Er hat die Ruhe behalten und es souverän und authentisch gehandelt. Er hat mit individuell besseren Spielern gespielt, aber es ähnlich gemacht wie in Köln. Er hat versucht, die Defensive zu stabilisieren und die Offensive zu organisieren. Von Fußball Total zur Fußball-Basis. Beides in diesen Extremen wird die Mannschaft aber nicht weiterführen, irgendwann muss wieder eine Entwicklung kommen. Mit der Zeit der Stabilität und Sicherung muss auch Kreativität kommen, sonst wird es bieder. Und bieder wird in Dortmund nicht zur Champions League führen.“
... zu den vielen Trainerentlassungen in den deutschen Profi-Ligen: „Wir leben in einer getriebenen Zeit. Alles wird durch Social Media sofort präsentiert und aufgearbeitet. So nimmt das eine Dynamik an, die ich sehr, sehr kritisch sehe.“
... zum Spiel: „Der Hamburger SV hat nach den ersten zehn Minuten ins Spiel zurückgefunden und dann 45 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht, bis sie den Ausgleich gemacht haben. Nach dem 1:1 war es wie abgeschnitten und dann hat Gladbach nochmal seine ganze Klasse ausgespielt. Der Sieg ist absolut verdient für Gladbach.“
 
Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel) ...
... zu den vielen Trainerentlassungen in den drei deutschen Profi-Ligen: „Es existiert jetzt eine extreme Schnelllebigkeit in den Vereinen und drumherum. Jede Woche wird das Ziel neu definiert. Dieses Schwarz und Weiß jedes Wochenende. Aber es bedarf Zeit und es werden die erfolgreicher sein, die sich dagegen wehren. Trainerentlassungen sind zu kurz gedacht. Mit Trainerentlassungen hast du nicht mehr Erfolg. Das ist Aktionismus ein Stück weit. Man darf sich von drei Niederlagen nicht umwerfen lassen. Ich verstehe nicht, wo die Schwarzseherei aktuell herkommt, denn es sind sechs sieben andere Vereine, die sich mit uns um die internationalen Plätze balgen.“
 
Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach) gegenüber Eurosport ...
... zum Spiel: „Wenn wir das 2:0 machen, haben wir vielleicht Ruhe. Aber dann kommt das Gegentor und wir werden unruhig. Dann haben wir es nicht mehr geschafft, uns Chancen herauszuspielen. Ich bin sehr, sehr glücklich. Normalerweise plätschert es dann dahin und endet 1:1 oder womöglich in einem Sieg für Hamburg.“
 
Gotoku Sakai (Kapitän Hamburger SV) gegenüber Eurosport ...
... zum Spiel: „Wir sind selbst schuld an der Niederlage. Wir haben ihnen viele Möglichkeiten für Konterchancen gegeben, das ist genau, was sie wollen. Gladbach ist vorne immer gefährlich. Wir müssen jetzt im nächsten Jahr zusammenstehen.
... zu Hamburger Abstiegssorgen: „Wir können nicht ruhig bleiben. Wir müssen ein bisschen Druck spüren, aber nicht zu viel. Jetzt geht es in die Winterpause und wir müssen uns erholen und im neuen Jahr frisch zurückkommen.“
 
Yann Sommer (Torhüter Borussia Mönchengladbach) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel) ...
... über die schlechte Defensive: „Wir haben oft als Mannschaft nicht konsequent verteidigt und haben es nicht geschafft, die Räume über 90 Minuten konsequent eng zu machen. Wir geben den Gegnern viele Chancen, gegen uns Tore zu erzielen.“
 
Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach) gegenüber Eurosport (vor dem Spiel) ...
... zu seinen vielen Gelben Karten: „Daran muss ich arbeiten, weil ich zu viele Gelbe Karten für dumme Fouls bekommen habe. Das kann ich verbessern. Dafür habe ich Zeit. Ich muss und will noch viel lernen.“
... über Borussia Mönchengladbach: „Ich bin auch in Gladbach um den Sprung zu schaffen. Es war die richtige Entscheidung hierhinzugehen, weil Borussia Mönchengladbach ein super Klub für einen jungen Spieler ist.“
 
André Hahn (Torschütze Hamburger SV) gegenüber Eurosport ...
... zum Spiel: „Wenn man trotzdem mit 1:3 nach Hause geht, ist es sehr bitter, obwohl wir meiner Meinung nach eine gute Leistung gezeigt haben, uns aber mit vielen Flüchtigkeitsfehlern vieles kaputt gemacht haben. Ich persönlich freue mich, weil ich den vergangenen Wochen wenig gespielt habe und mit dem Tor aus meinem Tief herausgekommen bin.“
... zum drohenden Abstieg: „Wir müssen das analysieren und im Winter die Köpfe freibekommen. Wir waren in wenig Spielen wirklich unterlegen, aber haben nichts mitgenommen. In der Rückrunde können wir noch ordentlich Punkte sammeln.“