Freitag, 22. Juni 2018


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"Luftreinhaltung im Eurodistrikt" - Überlegungen zu einer grenzüberschreitenden Umweltzone

Kehl, (lifePR) - Der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau empfing gestern mit dem SPPPI Strasbourg-Kehl Experten, Bürger und Politiker in der Maison de la Région in Strasbourg, um gemeinsam über konkrete Ansätze zur Luftreinhaltung zu diskutieren.

Mit dem Verweis auf den hohen Stellenwert der Bürgerbeteiligung und des Umweltschutzes im Eurodistrikt und der Frage „Was können wir hier unmittelbar von der Basis aus für die Luftreinhaltung tun?“ empfing Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises und Präsident des Eurodistriktes, die 160 Teilnehmer im Hémicycle der Maison de la Région

Luftreinhaltung ist schon seit Beginn der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ein Thema, so gab es Anfang der 90er Jahre bereits einen ersten Luftreinhalteplan Straßburg-Ortenau. Dennoch bestehen die Belastungen, wenn auch selten sichtbar, weiter. Und die aktuelle Einführung der Umweltplakette „Crit’Air“ in Strasbourg, um im Falle von Verschmutzungspeaks den Verkehr einzuschränken, ist ein sehr konkretes Beispiel, bei dem sich die Frage stellt, ob eine Harmonisierung der Ansätze zur Luftreinhaltung beidseitig der Grenze Sinn macht. Im Rahmen seines INTERREG-Projektes „Zivilgesellschaft“ hat der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau gemeinsam mit der SPPPI deshalb zum grenzüberschreitenden Forum: Luftrheinhaltung geladen.

Eröffnet wurde das Forum mit einer Gesprächsrunde, bei der Roland Ries, Oberbürgermeister der Stadt Strasbourg und Vize-Präsident des Eurodistrikts, Toni Vetrano, Oberbürgermeister der Stadt Kehl und Vorstandsmitglied des Eurodistriktes, und Robert Herrmann, Präsident der Eurometropole Strasbourg und Vorstandsmitglied des Eurodistriktes, den Fragen Malik Hellals, Präsident des SPPPI, Rede und Antwort standen.

Nachdem die Fachvorträge der Experten von Atmo Grand Est, der DREAL und dem Regierungspräsidium Freiburg die inhaltliche Basis für den Tag legten, wurden den Teilnehmern in den drei parallelen Workshops Mobilität, Innenraumluft und Landwirtschaft folgende Fragen gestellt: Was kann ich als EinzelneR tun, was schlagen wir unseren Gebietskörperschaften vor und was ist im grenzüberschreitenden/ europäischen Bereich zu tun, um die Luftqualität zu verbessern?

Die Ideen reichten von individuellem Verhalten bspw. bewusstere Mobilitätsentscheidungen treffen über ganz konkrete Forderungen wie grenzüberschreitendes Carsharing ausbauen oder Fahrgemeinschaften den Vorzug geben bei Sperrungen bis hin zu Forderungen an die Staaten und Europa. Darunter z. B. die Harmonisierung der Umweltplaketten sowie der Wunsch nach einer gemeinsamen Förderung für die Forschung und den so wichtigen Ausbau innovativer Techniken.

Am Nachmittag wurden unter dem Vorsitz von Josha Frey, Präsident des Oberrheinrates, die erheblichen gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung von Dr. Jacques Reis von der Groupe de Recherche en Neurologie Environnementale de la Fédération Mondiale de Neurologie, sowie die Ergebnisse der Workshops vorgestellt. Atmo Grand Est präsentierte zudem im Dialog mit der Firma Bluepaper die Anwendung des Tools Atmo-IDEE (INTERREG IV), welches die Auswirkungen auf die Luftqualität bei der Ansiedlung von neuen Industrien simuliert.

Mit dem Fazit „Sie haben hier global gedacht und lokal gehandelt“ bedankte sich Josha Frey bei den Teilnehmern und kündigte an, dass die sehr zahlreichen Vorschläge und Anmerkungen sowie die verschiedenen Präsentationen nun von dem Eurodistrikt in einem Bericht zusammengefasst und auf den verschiedenen Ebenen bzw. bei den verschiedenen Entscheidungsträgern vorgestellt werden.

Programm im Anhang

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