Akzeptanz und Autonomie des Patienten sind entscheidend für den Therapieerfolg

(lifePR) ( Berlin, )
Die neue S2k-Leitlinie „Medizinische Kompressionstherapie der Extremitäten mit Medizinischem Kompressionsstrumpf (MKS), Phlebologischem Kompressionsverband (PKV) und Medizinischen Adaptiven Kompressionssystemen (MAK)“ wurde unlängst im Register der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlicht. Damit liegen aktuelle konsensbasierte Empfehlungen vor, die den Arzt in Klinik und Praxis bei Entscheidungen über eine angemessene Versorgung des Patienten unterstützen. Was sagt die neue Leitlinie außerdem über den Zustand des Hilfsmittelverzeichnisses aus? Oda Hagemeier, Geschäftsführerin eurocom, dazu: „Wir begrüßen es, dass sich die seit September 2018 gültige Fortschreibung der PG 17 ‚Hilfsmittel zur Kompressionstherapie‘ auf den bindenden Charakter der Leitlinien beruft – und damit auf eine Hilfsmittelversorgung, die dem neuesten Stand der medizinischen Erkenntnis entspricht. Bereits im Titel benennt die neue Leitlinie Medizinisch Adaptive Kompressionssysteme als festen Bestandteil der Medizinischen Kompressionstherapie. Die Empfehlung der einschlägigen Fachgesellschaften sollte sich in einer innovationsoffenen Gestaltung des Hilfsmittelverzeichnisses abbilden, indem sie einen Rahmen für MAK schafft. Sie sind längst Bestandteil einer Versorgungspraxis, die dem Patienten weitestgehende Autonomie ermöglicht und eben dies als wesentlich für den Therapieerfolg wertet.“

Das sagt die neue Leitlinie zu MAK-Systemen

eurocom hatte die Bildung dieser neuen Produktart schon im Rahmen der letzten Fortschreibung angeregt – mit Blick auf die Versorgungsrealität: MAK-Systeme werden im englischsprachigen Ausland seit langem genutzt und auch in Deutschland seit einigen Jahren verordnet. Sie finden Anwendung in der Entstauungsphase. Anwendungsgebiete sind Lymphödeme, phlebologische Ödeme und venöse Ulzera. Die Leitlinie empfiehlt die Anwendung von MAK als Alternative zur Bandagierung mit Binden beim Lymphödem und beim ausgeprägten venösen Ödem sowie beim Ulcus cruris venosum.

Sie erzeugen einen hohen Arbeits- und einen niedrigen Ruhedruck. Die Anwendung von MAK-Systemen ist für die Patienten einfach, weniger zeitintensiv und fehleranfällig als das Anlegen aufwändiger Kompressionsbandagierungen. Vor allem ist kein medizinisches Personal für das Anlegen der MAK am Patienten erforderlich. Der Patient bleibt weitestgehend autonom, was die Bereitschaft zur Mitwirkung signifikant fördert.
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