Donnerstag, 21. September 2017


  • Pressemitteilung BoxID 666903

Erste AM sieht Rückenwind für Biotechnologie-Aktien

Wien, (lifePR) -
Zahlreiche innovative Medikamente vor Marktzulassung
Gesundheitsausgaben in OECD-Staaten steigen bis 2050 auf 9,5 Prozent des BIP
10 bis 15 Prozent Umsatz- und Gewinnsteigerung der Biotechs pro Jahr bis 2020 erwartet
2016 waren bereits mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen Biotech-Präparate
Finanzmarkt: Erhöhte Emissionstätigkeit im 2. Quartal 2017
Biotech-Aktien attraktiv bewertet


Biotech-Aktien zählen zu den Bestperformern der vergangenen zehn Jahre. Nach einer überdurchschnittlich starken Wertentwicklung von 2010 bis Anfang 2015, lösten Hedgefonds eine Konsolidierung aus, die sich nun zu Ende neigt. Der NASDAQ Biotechnologie-Index, das für Biotech-Aktien wichtigste Kursbarometer, konnte seit Jahresbeginn 18,73 Prozent an Wert zulegen (Quelle: Reuters Datastream, per 08.08.2017). Auch die Emissionstätigkeit hat im zweiten Quartal 2017 deutlich angezogen. Nach Überzeugung von Harald Kober, Senior Fondsmanager des Aktienfonds ESPA STOCK BIOTEC, wird der Biotechnologie-Sektor von neuen, innovativen und erfolgreichen Medikamenten-Entwicklungen profitieren: „Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einem durchschnittlichen zweistelligen Umsatz- und Gewinnwachstum der an der Börse notierten Biotechnologie-Unternehmen.“

Überalterung und Medikamenten-Innovationen sind die Wachstumstreiber

Das Gesundheitswesen gilt als Leitindustrie des 21. Jahrhunderts. Durch das Wachstum der weltweiten Bevölkerung auf 9,2 Milliarden Menschen bis zum Jahr 2050 und die prognostizierte Verdoppelung der Personen über 60 Jahre bis dahin werden die Ausgaben für Gesundheit in den OECD-Ländern von derzeit 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 9,5 Prozent steigen (Quelle: OECD).

Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms hat die Medikamenten-Entwicklung revolutioniert. Trotz zahlreicher Innovationen und Forschungserfolge sind nur wenige Medikamente für die 1.200 seltensten Krankheiten am Markt. Selbst in den Vereinigten Staaten (USA), die seit dem Amtsantritt von Präsident Trump durch die politische Debatte um eine Abänderung der Gesundheitsreform („Obamacare“) in die Schlagzeilen gerieten, wird die Gesundheitswirtschaft im nächsten Jahrzehnt der größte Arbeitgeber sein, erklärt Kober. Viele Krankheiten seien noch nicht erforscht, geschweige denn gäbe es wirksame Medikamente. Das könnte sich bald ändern. Für 2017 erwartet Kober die Zulassung einer ganzen Reihe neuer Medikamente, etwa des Hautkrankheitspräparats Dupixent von Sanofi, des Wirkstoffs Ocrevus von Roche gegen Multiple Sklerose oder Durvalumab, ein Onkologie-Medikament von Astrazeneca gegen Blasenkrebs.

Bewertung an der Börse halb so hoch als vor zwei Jahren

„2016 stammten bereits 60 Prozent aller Medikamenten-Zulassungen aus den Labors von Biotechnologie-Unternehmen“, wie Kober unter Berufung auf Zahlen von Evaluate Pharma feststellt. Wir gehen davon aus, dass die Erfolgsquote der Biotech-Unternehmen rasant steigen wird“. Das sei einer von mehreren Gründen, weshalb die Übernahmeaktivitäten wieder an Dynamik gewonnen haben. „Die großen Pharmariesen halten Cash für Übernahmen bereit. Wir sehen, dass sich die Emissionstätigkeit im zweiten Quartal 2017 verglichen mit den zwei Quartalen davor mehr als verdoppelt hat“. Damit könnte die ersehnte Trendwende bei Biotech-Aktien begonnen haben. Kober: „Wir können natürlich nicht die Börsenentwicklung vorhersehen, aber es hat schon schlechtere Einstiegszeitpunkte gegeben. Auf Basis des Kurs-Umsatz-Verhältnisses sei der gesamte Sektor an der Börse nur etwa halb so hoch bewertet als am vorläufigen Höhepunkt der Aktienkurse im März 2015.

Erste Asset Management GmbH

Die Erste Asset Management GmbH (www.erste-am.com) koordiniert und verantwortet die Asset-Management-Aktivitäten (Vermögensverwaltung mit Investmentfonds und Portfolio-Lösungen) innerhalb der Erste Group Bank AG. An ihren Standorten in Österreich sowie Deutschland, Kroatien, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn verwaltet sie ein Vermögen von 58,7 Milliarden Euro (per 30.06.2017).

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