Deutscher Automarkt dank Dienstwagen weiter im Plus

(lifePR) ( Stuttgart, )
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- Anstieg der Pkw-Neuzulassungen im Oktober erneut allein auf gewerbliche Zulassungen zurückzuführen
- Neuwagenkäufe privater Verbraucher stark rückläufig

Peter Fuß, Partner bei EY:

"Insgesamt verzeichnete der deutsche Neuwagenmarkt im Oktober ein Plus von 3,7 Prozent. Allerdings sind es die nach wie vor investitionsfreudigen Unternehmen, die den deutschen Automarkt derzeit vor einem Absturz bewahren: Die Neuzulassungen auf private Halter gingen im Oktober um 5 Prozent auf etwa 95.800 zurück, während die Zulassungen auf gewerbliche Halter um 9 Prozent auf etwa 179.500 zulegte.

Damit verstärkte sich bei den Neuwagenkäufen von Privatpersonen der Negativtrend der vergangenen Monate. Im bisherigen Jahresverlauf wurden etwa 940.400 Neuwagen auf private Käufer zugelassen - knapp 2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Trotz extrem günstiger Finanzierungsbedingungen und entsprechend vieler Null-Prozent-Finanzierungsangebote sowie trotz der guten Arbeitsmarktlage und steigender Einkommen halten sich die Bundesbürger beim Autokauf zurück. Wie schlecht es um die Kaufbereitschaft der deutschen Konsumenten bestellt ist, zeigt vor allem der Mehrjahresvergleich: Seit 2010 ging die Zahl der Neuzulassungen auf Privatpersonen im Monat Oktober deutlich zurück. Im abgelaufenen Monat lag sie um 11 Prozent unter dem Niveau von Oktober 2010. Die gewerblichen Zulassungen lagen hingegen deutlich - um 21 Prozent - über dem 2010er Niveau.

Es ist also allein der relativ hohen Investitionsbereitschaft der Unternehmen zu verdanken, dass der deutsche Neuwagenmarkt derzeit wenigstens leicht im Plus ist.

Zudem wuchs der deutsche Neuwagenmarkt im bisherigen Jahresverlauf gerade einmal um 3 Prozent. Damit ist der Rückgang des Vorjahres noch nicht annähernd ausgeglichen: In den ersten zehn Monaten des Jahres 2013 waren die Verkaufszahlen um 5 Prozent eingebrochen. Für das Gesamtjahr 2014 rechnen wir mit einem Wachstum des deutschen Neuwagenmarktes von 3 Prozent.

Immerhin: Der deutliche Anstieg der gewerblichen Zulassungen - plus 6 Prozent im bisherigen Jahresverlauf - ist nicht auf eine Zunahme sogenannter Eigenzulassungen von Herstellern und Händlern zurückzuführen. Im Gegenteil: Diese sogenannten taktischen Zulassungen waren zuletzt sogar leicht rückläufig: Von Januar bis September (Zahlen für Oktober liegen noch nicht vor) ging die Zahl der Neuzulassungen auf Händler um knapp 1 Prozent zurück, ihr Anteil an den gesamten Neuzulassungen lag bei 22,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 22,9 Prozent).

Ausblick: Angesichts stark eingetrübter weltweiter Konjunkturaussichten, der anhaltenden Spannungen mit Russland und der massiven Eintrübung des Geschäftsklimas in Deutschland ist es unwahrscheinlich, dass sich die gewerblichen Zulassungen auch in den kommenden Monaten so positiv entwickeln werden wie im bisherigen Jahresverlauf. Stattdessen dürften die Unternehmen wieder verstärkt einen Sparkurs einschlagen. Damit könnte dem deutschen Automarkt die wichtigste Stütze abhanden kommen."
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