Erlanger Tourismusbilanz 2016

Freude über ein leichtes Plus - Respekt vor künftigen Herausforderungen

(lifePR) ( Erlangen, )
Erlangen hat es im zurückliegenden Jahr, was die Übernachtungszahl und Ankünfte angeht, wieder unter die TOP-4 der Fränkischen Städte geschafft und mit 526.482 Übernachtungen ein Rekordergebnis eingefahren. Dennoch zeigt sich Christian Frank, Geschäftsführer des Erlanger Tourismus und Marketing Vereins, nicht zu euphorisch: „Die Übernachtungszahlen sind zwar so gut wie nie, dennoch haben wir hier mit einem Wachstum von 1,6 % im Vergleich zum Vorjahr die geringste Entwicklung unter den „großen“ vier Städten in Franken.“

Die Statistik im Detail: Platz 1 nimmt Nürnberg mit 3.218.835 (+ 6,8 %) Übernachtungen ein, gefolgt von Würzburg mit 915.898 (+ 2,7 %) und Bamberg mit 659.854 (+ 8,7 %). Rothenburg ob der Tauber musste leichte Einbußen (- 2,1 %) hinnehmen und landet 2016 mit 516.029 Übernachtungen auf Platz 5. „Die steigenden Übernachtungszahlen in Städten wie Würzburg oder Nürnberg, sind an den Bau neuer moderner Kongresshäuser und Hotels bzw. die Entwicklung der Messe Nürnberg gekoppelt, in die in den letzten Jahren stark investiert wurde“, weiß Frank aus erster Hand. 

Tagungen und Kongresse als Motor für die Standortentwicklung

Langfristig soll auch in Erlangen ein Augenmerk auf den Aufbau weiterer Kapazitäten in diesem Bereich gelegt werden. Der ETM hat mit der Abteilung „Erlanger Tagungsbüro ETB“ in enger Kooperation mit der Heinrich-Lades-Halle bereits vor zwei Jahren erste Weichen gestellt und kann hier verstärkt Anfragen nach Tagungsmöglichkeiten in Erlangen und dem näheren Umland verbuchen. „Wir versuchen zusammen mit unseren Partnern und mit unseren Möglichkeiten das Beste herauszuholen und Erlangen als Tagungsstandort bekannter zu machen,“ führt Christian Frank aus.

Mit dem neuen und modernen Tagungshaus „Kreuz+Quer“ am Bohlenplatz und den Investitionen in eine Modernisierung der Zimmer und des Tagungsbereichs im NH ERLANGEN wurden hier bereits Schritte in die richtige Richtung gemacht. Auch im Bayerischen Hof Erlangen werden in den folgenden zwei Jahren die Tagungs- und Kongressräume erweitert, so dass dann Veranstaltungen bis zu 500 Personen stattfinden können. Ebenso wird die Zimmeranzahl erhöht. „Erlangen ist ein starker Wirtschaftsstandort. Deshalb und aufgrund der zukünftigen städtischen Entwicklungen sehen wir noch großes Potential für unser Hotel, um auch weiterhin das erste Haus am Platz zu sein,“ so Gianni Dottori, Direktor des Bayerischen Hofes.

Ausblick 2017

Nach wie vor ist der touristische Markt in Erlangen sehr geschäftsreiseorientiert. Nichtsdestotrotz sieht sich der ETM in seiner langfristigen Tourismusarbeit bestätigt. Mit neuen touristischen Produkten werden gerade für Wochenendbesucher und Tagesausflügler in Erlangen attraktive Angebote und Reiseanlässe geschaffen. Als gutes Beispiel können die kulinarischen Touren durch Erlangen, die immer in kürzester Zeit ausgebucht sind, angeführt werden.

„Für 2017 hat der ETM eine vorsichtig positive Erwartungshaltung“, so Frank. Sieht man sich die Übernachtungszahlen im Jahresvergleich an, ist in diesem Jahr wieder mit einem leichten Rückgang oder einer Stagnation der Zahlen zu rechnen. Denn nach wie vor wirkt sich das Messejahr in Nürnberg sehr stark auf die Buchungszahlen in der Erlanger Hotellerie aus. Während 2017 zahlreiche große Kongresse und Veranstaltungen noch in der Heinrich-Lades-Halle stattfinden können und somit auch Übernachtungen generiert werden, muss hier im Jahr 2018 aufgrund der Sanierung vom 25. Januar bis 10. Oktober mit negativen Auswirkungen auf die Übernachtungszahlen gerechnet werden.

Bayreuth konnte im vergangenen Jahr übrigens ein sattes Plus von 12,2 % bei den Übernachtungszahlen verbuchen. Grund: Die Landesgartenschau. Sollte man sich auf Seiten der Bürgerschaft für die Landesgartenschau entscheiden, wird durchaus mit positiven Impulsen für den Tourismusbereich gerechnet.
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