Samstag, 16. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 676791

Bunte Mehrwegbecher statt Wegwerf-Pappe

Projekt fördert Kaffeetrinken ohne Abfall

Essen, (lifePR) - Kaffeegenuss unterwegs ohne Abfall – das ist das Ziel einer neuen stadtweiten Mehrwegbecher-Initiative, die ab sofort an den Start geht. Entstanden ist sie aus dem Grüne-Hauptstadt-Workshop „Zero Waste“. Die Universität Duisburg-Essen (UDE), die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) und die Interessengemeinschaft Rüttenscheid (IGR) unterstützen gemeinsam das System. Sie rufen damit zur Vermeidung von Müll und Schutz der Ressourcen auf, möchten aber auch mehr Stadtsauberkeit auf Essener Straßen erreichen. 80.000 Becher, so die Hochrechnung basierend auf Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe, sollen pro Tag in Essen verbraucht werden – ein gewaltiger Berg.

Vertriebspartner für die Becher ist die CUPFORCUP GmbH aus Düsseldorf.

Es geht ganz einfach – und macht Freude

Die Initiative ist nachhaltig angelegt. Ein Jahr lang können Café-Betreiber von einer Anfangsförderung durch die EBE profitieren: Die monatliche Service-Gebühr für den Vertriebspartner wird sechs Monate komplett und weitere sechs Monate zur Hälfte übernommen. Die IGR stiftet die ersten 500 Becher.

Beides soll Essener Café-Betreibern den Einstieg spürbar erleichtern.  Mit zahlreichen Café-Partnern in Rüttenscheid und auch dem Studierendenwerk der Uni ist ein viel versprechender Anfang bereits gemacht (Liste siehe unten).

Ein CUPFORCUP-Aufkleber an der Tür und der Aufsteller auf der Theke zeigen den Kunden, dass ein Café mitmacht.

Die Becher – einfach tauschen

Die Becher aus recyclebarem Kunststoff (Farben: blau, grün, rosa, schlamm) sind in teilnehmenden Cafés erhältlich. Hergestellt werden sie übrigens in Solingen. Sie kosten

1 Euro Pfand und können bis zu 300 Mal verwendet werden.

Für den Kunden ist es unkompliziert: Beim nächsten Kaffeekauf tauscht man seinen schmutzigen Becher gegen einen neuen ein oder gibt ihn einfach in einem teilnehmenden Café zurück. Das Pfand wird dann ausgezahlt.

Ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz, der Freude und gute Laune macht.

Der Hintergrund

Laut Deutscher Umwelthilfe nutzt und entsorgt jeder Verbraucher im Schnitt 130 Einwegbecher jährlich für Limonade, Bier, Kaffee oder Tee. Das summiert sich auf drei Milliarden Einwegbecher pro Jahr deutschlandweit. Die Essener Politik geht von 80.000 Bechern pro Jahr in Essen aus. Sie möchte diese hohe Zahl aktuell gerne reduzieren.

Stimmen der Akteure

„Wir hoffen sehr, dass die Essener das Angebot gut annehmen“, formuliert Estelle Fritz von der Uni. Sie ist UDE-Beauftragte zur Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 und leitete den „Zero Waste“-Workshop. Anschließend machte sie sich mit Studenten auf Partner-Suche. „Unsere Botschaft ist: Jeder Einzelne kann mit seinen Kaufentscheidungen dazu beitragen, dass er die Umwelt schützt – und weiterhin leckeren Kaffee unterwegs genießen.“

„Uns sind Abfallvermeidung und Stadtsauberkeit natürlich absolut wichtig“, so Uwe Unterseher-Herold, Geschäftsführer der Entsorgungsbetriebe. „Wir wären begeistert, wenn viele Essener Cafés und ihre Kunden das Mehrwegbecher-System testen – und hoffentlich überzeugend finden.“

„Viele Menschen möchten gar keine Pappbecher nutzen. Wir wollen es ihnen leichter machen, bei ihrem Bummel durch Rüttenscheid Kaffee unterwegs zu trinken“, erklärt

Dr. Rolf Krane, IGR-Vorsitzender, die Motivation. „Ich bin sicher, sie werden Spaß daran haben.“

„Die Essener Partner haben Rahmenbedingungen geschaffen, die einen erfolgreichen Beginn und nachhaltigen Erfolg dieses Pfandsystems hier in Essen sehr begünstigen“, so Franziskus von Boeselager von CUPFORCUP. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit allen Essener Partnern das Mehrwegzeitalter in Essen einläuten zu können.“

Akteur Uni Duisburg-Essen

„Können wir die Coffee-to-go Becher aus unserer Stadt verbannen?“. Das Vorhaben klingt nach einer Utopie, doch vier Studierende der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben sich genau dieses Thema im Zero-Waste-Workshop ausgesucht, den die Universität Duisburg-Essen eigens zur „Grünen Hauptstadt Europa – Essen 2017“ im Sommer angeboten hat. Um die Müllmenge zu verringern und den Kunden eine umweltfreundliche Alternative zu bieten, haben Lisa Prepens, Renata Maracic, Halid Omerovic und Ibrahim El Haj unter der Leitung von Estelle Fritz eine für den Standort Essen geeignete Lösung erarbeitet.

Akteur EBE

Als örtlicher, kommunal beauftragter Entsorger sind die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) für die Stadtsauberkeit maßgeblich verantwortlich. Das Mehrwegbecher-System kann helfen, gemeinsam mit den Kunden den öffentlichen Raum ein wenig sauberer zu halten: Viele, viele Pappbecher können vermieden werden, so dass sie Umwelt und Abfallbehälter nicht belasten.

Akteur IGR

Die IG Rüttenscheid setzt sich für ein aktives, attraktives Leben im Stadtteil ein. Rüttenscheid ist mit rund 40 Cafés sehr dicht ausgestattet und bietet auch vom konsumbewussten Publikum her viel versprechende Ansätze für ein Mehrwegbecher-System.

Vertriebspartner CUPFORCUP

Das Unternehmen CUPFORCUP wurde von den beiden Studienfreunden Sven Hennebach und Franziskus von Boeselager mit dem Ziel gegründet, den Einwegbecher für Coffee-to-go von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Das Düsseldorfer Unternehmen organisiert und betreibt Pfandsysteme mit Mehrwegbechern für Coffee-to-go bereits in mehreren Städten in NRW. Die eigens für diesen Zweck entwickelten Mehrwegbecher aus Kunststoff werden in Solingen hergestellt.

Da einer der Gründer des Unternehmens seinen Lebensmittelpunkt in Essen hat, war es ein besonderes Anliegen von CUPFORCUP, ein Pfandsystem für Coffee-to-go in der Grünen Hauptstadt Essen einzurichten.

Durch die Unterstützung der Uni Duisburg-Essen, der EBE und der IGR wurde die Umsetzung eines solchen Pfandsystems in Essen erheblich erleichtert.

Bisher teilnehmende Cafés (Stand 9.10.2017)

Studierendenwerk der Uni Duisburg-Essen:
Café Rosso - Gladbecker Straße (Gebäude R12)
Café Giallo - Segerothstraße 10 (Gebäude T01)

Lindenquartier – Klarastraße 44
Bäcker Peter – Rü 68, Rü 105, Klarastraße 77/79
Backbord Mühlenbäckerei – Rü 119
Café Glanzstück – Rü 143
Bäckerei Troll – Rü 204
Coffee Pirates Kaffeerösterei – Rü 218
Sorelli`s – Rü 229

Café Kucabi – Moltkestraße 1
Sorelli’s – Brückstraße 7 (Werden)

Alle Partner des CUPFORCUP-Pfandsystems sind auf der interaktiven Karte unter http://cupforcup.de/#karte aufgeführt.

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