Montag, 23. April 2018


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Ende Gelände-Aktion zivilen Ungehorsams startet + Aktivist*innen fordern Klimagerechtigkeit und Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger

Buir, (lifePR) - https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung…11-2017-1111-uhr/ ‎  

Gegen 9 Uhr starteten rund 4.500 Menschen im rheinischen Buir, um sich aktiv für Klimagerechtigkeit einzusetzen. Der angemeldete Demonstrationszug setzte sich Richtung Morschenich in Bewegung, einem Dorf, das dem Tagebau Hambach weichen muss. Von dort brachen im Verlauf massenhaft Aktivist*innen des Ende Gelände-Bündnisses auf, um die Infrastruktur des Tagebau Hambachs zu blockieren und ihre Forderung nach einem sofortigen Kohleausstieg in die Tat umzusetzen. Solidarisch unterstützt werden sie von etlichen nationalen und internationalen Klimaaktivist*innen, so auch von den Pacific Climate Warriors, einer Gruppe von Klimaschützer*innen verschiedener pazifischer Inselstaaten. Diese hatten am frühen Morgen bereits eine traditionelle Zeremonie im ebenfalls vom Tagebau bedrohten Manheim durchgeführt.  

Die Pacific Climate Warriors kämpfen gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen durch Klimawandelfolgen wie dem steigenden Meeresspiegel. Sie fordern das Ende der Verbrennung der fossiler Energieträger und den sofortigen deutschen Kohleausstieg. „Deutschlands Braunkohletagebaue gehören zu den größten Kohleminen der Welt. Wenn wir sie nicht dicht machen, bleibt uns Menschen von den südpazifischen Inseln keine Chance. Wir sind hier um unser Land, unsere Kultur und unsere Identität zu beschützen”, sagte Zane Sikulu, Climate Warrior aus Tonga. 

Einen Tag vor Beginn der 23. Weltklimakonferenz (COP23) setzt Ende Gelände mit einer Massenaktion zivilen Ungehorsams ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und den sofortigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern. „Beim UN-Klimagipfel dominieren Wirtschaftsinteressen, die fossile Lobby sitzt mit am Verhandlungstisch. Die Stimmen der Menschen, die schon heute massiv unter den Folgen des Klimawandels leiden, haben dagegen zu wenig Gewicht. Von ungerechten Strukturen kann keine Klimagerechtigkeit ausgehen. Die echten Lösungen für die Klimakrise müssen wir deshalb selbst in die Hand nehmen – wie heute, wenn wir uns direkt dem zerstörerischen Braunkohleabbau in den Weg stellen“, sagte Ende Gelände-Pressesprecherin Dorothee Häußermann. 

„Politik und Konzerne inszenieren sich auf internationaler Bühne als Klimaretter, während 50 Kilometer weiter das Klima verheizt wird. Wir wollen nicht mehr Braunkohleweltmeister sein, sondern unserer historischen Verantwortung gerecht werden. Deswegen gehen wir in die Kohlegruben und sorgen dort für Klimaschutz“, so Janna Aljets, Ende Gelände-Pressesprecherin.  

Das Rheinland ist seit vielen Jahren ein wichtiger Ort des Protests, wo sich Akteur*innen gegen den Abbau der Braunkohle stellen. Das Rheinische Braunkohlerevier gehört mit drei aktiven Tagebauen und drei Kraftwerken zu den größten und umweltbelastenden Europas: Die rheinischen Kraftwerke stoßen zusammen 80 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus. Die bisherige Planung des Energieriesens RWE und der Regierung Nordrhein-Westfalens sieht vor, den Kohlebetrieb bis 2045 aufrecht zu erhalten. Braunkohle ist einer der ineffizientesten und umweltschädlichsten fossilen Energieträger. 

Bildmaterial: 

https://www.flickr.com/photos/133937251@N05/albums

Pacific Climate Warriors:

https://de.haveyoursei.org
https://350.org/de/press-release/pacific-climate-warriors-fordern-deutschen-kohleausstieg/   

Klimagerechtigkeits-Demo:

Judith Zimmermann: 0049-152-16798212

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