"Es gibt kein 'weiter so' für die Branche"

Industrieverband Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA) beschäftigt sich zur Frühjahrstagung in Leipzig mit ernsten Fragen zur Zukunft der Branche

(lifePR) ( Berlin, )

Fachvorträge geben Einblick in Emissionsfragen und Alternativen zum Brennstoff Holz
Verband reagiert mit neuer Organisationsstruktur auf starkes Wachstum
Der Verband dankt dem scheidenden Geschäftsführer Dr. Heinrich Göddeke für seine langjährigen Dienste und Weitsicht


Die Frühjahrstagung der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft brachte von 15. bis 16. Mai die wichtigsten Vertreter der Ofen und Schornstein- und Zuliefererbranche in der Messestadt Leipzig zusammen. Auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), in unmittelbarer Nähe des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ), trafen sich Mitglieder und Gäste. Dabei war die Ortswahl nicht zufällig, wie der Vorsitzende des europäischen Industrieverbandes, Uwe Striegler, deutlich machte: „Fragen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sind die zentralen Fragen unserer Branche. Wir repräsentieren eine Industrie, die sich Ihrer Verantwortung stellt – es gibt kein ‚weiter so‘ für die Branche!“

Dieser Ansatz zog sich durch das gesamte Programm. Dr. Ingo Hartmann vom DBFZ machte den Anfang mit einem Vortrag zur Emissionsproblematik der Biomassefeuerung und zeigt die wissenschaftliche Perspektive. Die Thesen blieben unter den Teilnehmern nicht undiskutiert und setzten durchaus Impulse für eine kritische Auseinandersetzung mit der Zukunft der Branche. Die Seite der Prüfinstitute zeigte Rico Essbach vom DBI, der ebenfalls wichtige Einblicke zur Zukunft der Konformität von Holzfeuerstätten gab. Auch Perspektiven über die Holzverbrennung hinaus waren Thema. Peter Havers vom Traditionshersteller Faber zeigte mit den Optionen der Gasfeuerung Alternativen zum Heizen mit Holz. Trotz der aus aktuellem Anlass eher auf Deutschland gerichteten Fragestellungen wurde der Faktor Europa nicht außer Acht gelassen: Auch bei dieser Tagung war eine Dolmetscherin für die ausländischen Gäste anwesend.

Neben den Branchenimpulsen spielte die aktuelle politische Situation und öffentliche Diskussion eine wichtige Rolle. Das zeigt sich vor allem bei den Informationen aus dem Verband zur zukünftigen Ausrichtung und Strategie. Der Verband ist auf einem massiven Wachstumskurs, was sich auch in der Struktur abbildet. Dazu Vorstandsvorsitzender Uwe Striegler: „Politik und Kommunikation spielt neben der Kernkompetenz Technik eine wesentliche Rolle im Branchenhandeln – wir sind froh, dass wir nun die erste Tagung unter der Doppelspitze Dr. Johannes Gerstner und Dirk Böhringer abhalten.“ Beide waren im März als Nachfolger auf den aus Altersgründen ausscheidenden Dr. Heinrich Göddeke in die Verbandsspitze aufgestiegen. Der Verband dankte Dr. Göddeke für seinen unschätzbaren Dienst am Verband und seine Weitsicht. Nur so sei es laut Uwe Striegler möglich gewesen, den Verband zukunftsfähig auszubauen.

Strategisch wird Dr. Gerstner als Hauptgeschäftsführer weiter daran arbeiten, den Dialog in alle Richtungen zu suchen und „konstruktiv aber unnachgiebig“ die Interessen der Branche zu vertreten. Dirk Böhringer vertritt als Technischer Geschäftsführer den Verband bei allen wichtigen technischen Normen- und Gremiensitzungen. Innerhalb des Verbandes werden Arbeitskreise die Arbeit unterstützen. Bereits die Arbeit aufgenommen haben die Gruppen zu den Themen Technik (geleitet durch Jürgen Böhm) und Forschung und Wissenschaft (geleitet durch Christian Droll). Es folgt in den kommenden Wochen die Arbeitsgruppe „Politische Arbeit“. Diese Gruppe hat bereits in Gründung große Erfolge zu verzeichnen. Bereits im März hat sich die EFA mit dem größten einschlägigen Verband Europas, dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) auf Europas Leitmesse ISH Frankfurt assoziiert.

Aus dieser Assoziierung ist auch die Idee eines gemeinsamen Zukunftsworkshops entstanden, der mit Unterstützung des Fachverbands Schornsteintechnik vom 24. bis 25. Juni ebenfalls beim Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) stattfinden wird. Hier werden verschiedene Sichtweisen der aktuellen Umweltdiskussionen in einem kreativen Format zusammengetragen und gemeinsam Perspektiven geschaffen. Diese werden spätestens bei der Herbsttagung vom 24. bis 25. Oktober in Berlin noch einmal einem genauen Branchenaudit unterzogen. Die Herbsttagung, das verriet der Vorstandsvorsitzende Uwe Striegler bereits, wird ganz im Zeichen des politischen Berlins stehen. Der Veranstaltungsort in unmittelbarer Nähe zum Kanzleramt sei dabei durchaus als Signal zu verstehen. 

Die 1996 gegründete EFA ist der Verband der Feuerstättenindustrie für alle europäischen Länder und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder aus den Bereichen Festbrennstoff-Feuerstätten, Abgastechnik sowie Zubehör- und Zulieferindustrie. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.efa-europe.com.

Der EFA-Index ist ein Branchenmarker, der nach wissenschaftlichen Kriterien von der Feuerstätten-Arbeitsgemeinschaft erhoben wird und in Zusammenarbeit mit dem Fachmagazin Kachelofen & Kamin eine Branchenschau erlaubt. In regelmäßigen Abständen werden die Ergebnisse im Magazin präsentiert.
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