Samstag, 18. August 2018


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Pariser Klimagipfel am 12. Dezember 2017: Emmanuel Macron wird sich Gehör verschaffen wollen

Von Jean-Philippe Desmartin, Leiter Responsible Investment bei Edmond de Rothschild Asset Management

Paris cedex 08, (lifePR) - Die UN-Klimakonferenz COP23, die im November in Bonn stattfand, gab bereits den Ton an: Auch wenn gerade keine klare Führung in Europa zu erkennen ist, wird sich der französische Präsident Emmanuel Macron auf dem Klimagipfel am 12. Dezember in Paris Gehör verschaffen wollen. Mitte November betonte er in Bonn die großen finanziellen Herausforderungen, die mit der Dringlichkeit der Lage einhergehen. Ein besonders alarmierendes Signal ist dabei, dass die CO2-Emissionen nach drei Jahren Stagnation wieder ansteigen. Außerdem stellte ein Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vom 31. Oktober 2017 das Ziel, die globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf +2 °C zu begrenzen, eindeutig in Zweifel.

Auf der COP23 wies der französische Präsident mit Nachdruck darauf hin, dass alle Länder große Anstrengungen unternehmen müssen, um die 2015 auf der COP21 eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten. Diese hatten die volle Unterstützung aus Washington und Peking. Aber der faktische Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen bringt Europa nun in eine wesentliche Rolle: Kann der Alte Kontinent gemeinsam mit China die Führung übernehmen? Emmanuel Macron rief bereits dazu auf, die von Donald Trump gewollte Einstellung der finanziellen Unterstützung für den Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) symbolisch zu kompensieren. Die politische Sackgasse, in der sich Deutschland aktuell noch befindet, hindert jedoch nicht nur die Bundesregierung, sondern auch ganz Europa daran, proaktiv Position zu beziehen.

Die Teilnehmer des Klimagipfels am 12. Dezember werden sich unter anderen heiklen Themen mit der Frage befassen müssen, wie die Industrieländer ihr 2015 gegebenes Versprechen halten sollen, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für die Finanzierung der Energiewende in Entwicklungsländern aufzubringen. Die USA hätten einer der größten Beitragszahler sein sollen. Wie kann die durch ihren Rückzug entstandene Lücke mindestens bis zum Ende der Amtszeit des aktuellen US-Präsidenten gefüllt werden? Zunächst einmal gilt es, die künftigen Empfängerländer, die eine zukunftsfähige Lösung erwarten, zu beruhigen.

Zeitgleich könnte auch der den Interessen der Wirtschaft zugeneigte französische Präsident die Einführung eines CO2-Mindestpreises wieder ins Gespräch bringen. Denn viele Unternehmen, Investoren und Wirtschaftsexperten sind dafür, mit einem Mindestpreis von 30 Euro bzw. 30 US-Dollar ein CO2-Preissignal zu setzen.

Über Regierungshandlungen hinaus wird Emmanuel Macron vermutlich alle Beteiligten dazu bewegen wollen, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Zahlreiche amerikanische Bundesstaaten, Städte und Unternehmen haben bereits ihre Bereitschaft kundgetan, den Kampf gegen den Klimawandel trotz des Rückzugs des Weißen Hauses fortzusetzen. Zusätzlich dürfte Emmanuel Macron die mehrheitlich bereits sehr klimabewussten Investoren dazu aufrufen, diese Dynamik weiter zu forcieren. Überdies werden Nichtregierungsorganisationen zweifellos ihre Rolle wahrnehmen und weiterhin auf einen wirklichen Wandel ab 2020 drängen.

 

Edmond de Rothschild Asset Management

Die Edmond de Rothschild Gruppe ist eine Investment-Boutique in Form eines unabhängigen Familienkonzerns, die mutig und engagiert dem Leitgedanken folgt, dass Vermögen die Basis für den Aufbau der Zukunft ist. Die Gruppe ist auf Private Banking und Vermögensverwaltung spezialisiert. In ihrer gesamten Tätigkeit setzt sie auf mutige Strategien und langfristige Anlagen mit Verankerung in der Realwirtschaft - Infrastruktur, Gesundheit, Biotechnologie, Impact Investments. Die 1953 gegründete Gruppe steht seit 2015 unter der Leitung der Baronesse Ariane de Rothschild als Vorsitzende des Exekutivkomitees. Am 31. Dezember 2016 belief sich das verwaltete Vermögen auf 155 Milliarden EUR. Die Gruppe zählt in 27 weltweiten Niederlassungen insgesamt 2700 Mitarbeitende. Neben dem Asset Management und der Privatbank bedient die Gruppe ebenfalls die Bereiche Corporate Finance, Private Equity und Fondsmanagement.

Die Edmond de Rothschild Gruppe positioniert sich heute als eine mehrfach spezialisierte Investmentgesellschaft für Asset Management. Sie zeichnet sich durch ein umfassendes Produktangebot aus, das unter anderem die Bereiche Europa- und US-Aktien, Unternehmensanleihen, Multi-Manager, Overlay Management, Asset Allokation und Quantitatives Asset Management umfasst.

Im Asset Management verwaltet die Edmond de Rothschild Gruppe etwa 57 Milliarden Euro (Stand: 31. Dezember 2016) und beschäftigt 480 Angestellte einschließlich 100 Investmentspezialisten.

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